9. Jahrhundert:  Die Nordgermanen, Normann oder Wickinger tauchen erstmals auf


In Skandinavien (Dänemark, Norwegen, Schweden) führen vom 8. bis 11. Jahrhundert Überbevölkerung,  Landnot, politische und religiöse Gegensätze (Königsmacht – Gemeinfreiheit  - Heidentum – Christentum) aber auch Abenteuerlust und Machtwille zum Aufbruch immer neuer Scharen zu kühnen Raub- und Plünderungsfahrten. 

Sie bauen sich „Drachenboote“ und beginnen Ende des 8. Jahrhunderts mit Fahrten an die Küste des fränkischen Reichs und nach England.

Sie segeln nach Sonne und Polarstern, sind Hochseefahrer, aber auch Küsten- und Flussschiffer.

So kommen sie auf den Flüssen nach Köln, Trier und Paris. In England erzwingen sie 788 die Abtretung des Landes nördlich der Straße London –  Chester.   26).

 

800                                       

Karl lässt sich, als Herr des werdenden Abendlandes in Rom von Papst Leo III. zum Kaiser krönen.

Damit kommt es zur Erneuerung des römischen Kaisertums im Westen.

Er verständigt sich mit Byzanz, dem anderen Kaiserreich, stärkt  die Reichseinheit durch die Abschaffung  der Stammesherzogtümer sowie durch die Zurückweisung des Machtanspruches der Päpste.

Seine Residenz ist Aachen.     26).

Fränkische Christianisierungpolitik.

Kirchen- und Klostergründungen.

Reliquienverehrung.

Wallfahrten, Wunderheilungen.  28).

 

806 – 822                       

Der Mönch Reginbert sammelt im Kloster Reichenau die damals größte Bibliothek an Handschriften.  28).

 

814                                       

Karl stirbt, er wird in 814 in Münster beigesetzt. 26).      

 

814-840                              

Ludwig der Fromme.

Karl bestimmt seinen einzigen überlebenden Sohn Ludwig zu seinem Nachfolger. 

Dieser ist unfähig, das karolingsche Reich zusammenzuhalten.

So kommt es unter seinen Söhnen zu den Teilungen des Frankenreiches. 26).

 

813                                      

1. Teilung: Vertrag von Verdun.

Das Mittelreich mit Italien und der Kaiserkrone bekommt Lothar.

Das Westfrankenreich  (heutiges Frankreich) kommt an Karl den Kahlen.

Das Ostfrankenreich erhält Ludwig der Deutsche. 26). 

 

862                                       

Schwedische  Normannen  (Waräger) schaffen unter Rurik seit 862 das russische Reich, fahren auf dem Dnjepr ins Schwarze Meer und greifen wiederholt Konstantinopel an.   26).

 

870                                      

2. Teilung: Vertrag von Meerssen.

Teilung des Mittelreiches (Lotharingen) zwischen Karl dem Kahlen und Ludwig dem Deutschen.  26).

 

870                                       

Zu den bedeutendsten karolingschen Klostern gehörte das heute zerstörte St. Michael auf dem Heiligenberg bei Heidelberg, einem Ort älterer heidnischer Kulte. 28).

 

874                                      

Bereits 874 nach  Christus besiedeln  Norwegische Normannen  Island. 26).

Vom 9. Bis 11. Jahrhundert ist die Ostsee mit den südlichen Küsten ein normannisches Meer.

 

880                                       

3. Teilung: Vertrag von Ribemont.

Zu Ostfrankreich kommen westliche Teile von Lotharingen.  Der neue Grenzverlauf gilt während des ganzen Mittelalters. 

Italien geht eigene Wege.   26).              

Sprachgrenzen

 - Im Ostfrankenreich entsteht aus den germanischen Sprachen der ansässigen Stämme das Althochdeutsch („diud“ – „diutsk“ – „deutsch“).

- In Westfrankreich bildet sich aus dem Vulgären das Alt-Französisch

Latein wird die Gelehrtensprache.  26).

              

885-888 

Karl der Dicke, Karolinger.

Er herrscht als Kaiser noch 3 Jahre lang (885 – 888) über das ganze Frankenreich, dann folgt die endgültige Trennung.

Das Westfrankenreich wird Frankreich.

Das Ostfrankenreich wird Deutschland, dort kommt es zur Herausbildung der großen Stammesherzogtümer Sachsen, Franken, Bayern und Schwaben.  26).