1000 Jahre Ringen um das Reich

 

Bis 500 n. Chr.                   

Alemannen dringen bis in die Schweiz und zum Lech vor.

Landnahmezeit.

Dorfgründungen.

Ortsnamen   mit den Endungen „-ingen“.  (Alemannen = Sueben).  28).

 

482 – 511 n. Chr.              

Die Franken fördern die Ausbreitung der christlichen Religion und die Einrichtung von Diözesen und Bistümern. 28).           

Neue Großmacht im Westen werden die Franken (= die Freien oder die Kühnen); ein aus vielen Teilstämmen zusammengewachsenes Germanenvolk mit Stammsitzen am Nieder- und Mittelrhein).

Ihr großer König Chlodwig (482-511) aus dem Geschlecht der Merowinger begründet und festigt das Frankenreich, erobert das noch römische Nordwestgallien bis zur Loire, schlägt Westgoten, Burgunder und Alemannen. 26).

 

480 – 547 n. Chr.              

Benedikt von Nursia begründet das abendländische Mönchstum.

Benediktinerregel: „Ora et labora – Bete und arbeite!“

Missionare.

Die Alemannen wehren sich gegen die fränkisch-christliche Missionisierung.  28).  

 

493-553 n.Chr.                  

Es herrschen die Ostgoten über Italien.

Ihr König Theoderich d. Gr., der Dietrich von Bern des Nibelungenliedes, beseitigt Odoaker.

Die Ostgoten werden ihrerseits von den Oströmern (Byzantinern) vertrieben. 26).

 

496 n. Chr.                         

Chlodwig bekehrt sich zum Katholizismus und lässt sich in Reims taufen.

Damit ist der Arianismus, dem die christianisierten germanischen Völker bisher anhängen, zum Untergang verurteilt (Arianismus: Lehre des Priesters Arius von Alexandria, wonach Christus von Gott geschaffen und also nicht gleichen göttlichen Wesens mit dem Vater ist.

Der Arianismus wurde 325 auf dem Konzil von Nicäa durch Kaiser Konstantin d.Gr. verurteilt). 

Schwerpunkt des Frankenreichs ist das Pariser Becken.

In Paris wird Chlodwig  45-jährig begraben.

Seine vier Söhne teilen das Reich und regieren in verschiedenen Residenzen (Paris, Soisson, Reims, Orleans) und streiten sich in blutigen Familienfehden. 

Eroberung des Reichs der Burgunder entlang der Rhone bis zum Mittelmeer.   26).

 

568 n. Chr.                         

Die Langobarden erobern Ober- und Mittelitalien bis Benevent nordöstlich von Neapel.

Unteritalien bleibt byzantinisch.  26).

 

570-630 n. Chr.

Der Islam Mohamed, der Prophet, begründet in Arabien den Islam.

Seine Lehre, im Koran festgelegt, begeistert die Moslems zum heiligen Krieg.

Sie erobern sich innerhalb eines Jahrhunderts ein Reich von Indien bis Spanien.

In Spanien setzen sie zur ersten geschichtlich großen Zangenbewegung mit Stoßrichtung nach Frankreich an. 26).

Neue Teilungen im Frankenreich sind das Ergebnis:

3 Reichsteile: Austrien („Ostland“  an Rhein und Mosel), Neustrien („Neu-Westland“ mit Paris und Soisson), Burgund.  26).

Neben den Königen regieren die Hausmeier, oberste Hof- und Staatsbeamte.

Die Hausmeier Pippin II. und Karl Martell stellen die Reichseinheit wieder her.

Sie und nicht die merowingischen Könige sind die eigentlichen Herrscher des Reichs.  26).