Von Rom geprägt


Um 200 v. Chr.                  

Römerzeit (0 – 260 n. Chr.) 3).

Cimbern und Teutonen überfallen die Provinz Noricum (das Gebiet zwischen Donau, Inn und Save). 28).

 

Römische Hofstellen in Eppingen  Bodendenkmäler:

Bürgerwald – Ost (Richen), Essigberg, Gemminger Feld (Kleingartach), Hasenklinge – Ost (Abt. 5 Röderschlag), Hinterer Mühlbacher Rain (Kleingartach), Im Längenfeld (Mühlbach), Im neuen Berg (Kleingartach), Kühstelle (Römerweiher Kleingartach), Krummland – Nord, Langengrund (= Römergrund Elsenz), Mühlfeld (Kleingartach), Münzfunde, Ottilienberg, Rindweg – Nord, Römergrund (= Langengrund Elsenz), Römerstraße, Schleifmühle, Siebenbrünnle (Kleingartach), Speyerer Weg, Stadtwald (Abt. 13-5 Straßenzug), Steingebiß (Richen), Tiefenbacher Weg (Elsenz), Unter dem Hungerberg, Waldstraße – Mitte.  3). , 1.3).

 

105 vor Christus                

Nach über 1.000 Jahren Weltherrschaft erschüttert und bedroht die Völkerwanderung das römische Weltreich (Imperium Romanum).

Seit langer Zeit leben die germanischen Stämme der Vandalen, Burgunder, Langobarden, Goten, Alemannen, Franken und viele kleinere Stämme an der Ostgrenze des römischen Reiches.

Sie haben vor und kurz nach Christus dem Riesenreich schon viele Schläge versetzt, beispielsweise die Kimbern und Teutonen 105 v.Chr. bei Arausio (die größte Niederlage der Römer seit Cannae), oder 9 n.Chr. im Teutoburger Wald, als der Cherusker Arminius den Römer Varus besiegte.

 

100 – 44 v. Chr.                 

Gajus Julius Caesar   ist Statthalter Galliens 28).

 

58 v. Chr.                           

Entscheidungsschlacht  zwischen Römern und Sueben.

Caesar siegt und unterwirft Gallien bis zur Nordsee  28).

 

31 v. Chr. -14 n.Chr.        

Unter Kaiser Augustus reichte das eroberte römische Imperium von Spanien und Gallien bis nach Mazedonien, Ägypten und Syrien. Das Problem Germanien war aber noch immer ungelöst. 28).

 

9 n. Chr.                            

Schlacht im Teutoburger Wald.  

Arminius (Hermann der Cherusker) besiegt die Legionen des römischen Statthalters in Gallien, Publius Quinctilius Varus. 28).

„Varus, Varus gib mir meine Legionen wieder“, klagte der römische Kaiser Augustus. 26).

 

41 – 54 n. Chr.                 

Kaiser Claudius.

Römische Kastelle in Ladenburg und Heidelberg-Neuenheim 28).

 

69 – 79 n. Chr.                 

Kaiser Vespasian.

Er baute eine Straßenverbindung zwischen Oberrhein und Donau.

Ausbau des Straßensystems.

Rottweil (Area Flaviae). 28).

 

81 – 96 n. Chr.                 

Kaiser Domitian.

Anlage des Limes.

Immer wieder verlängert und ausgebaut.

Niedergermanien (Hauptstadt Köln) und Obergermanien (Hauptstadt Mainz).

Entwicklung der Civitas.  28).

 

98 – 117 n. Chr.               

Kaiser Trajan.

Römische Kultur bestimmt die Entwicklung und das Leben in den römischen Provinzen (Dekumatsland).

Steinbauten.

Römische Gutshöfe, Siedlungen, Badeanlagen, Zentralheizungen, Ziegeleien, Wasserleitungen, Brücken, Töpfereien, „Terra Sigillata“, grünes Fesnsterglas, Vielseitiges Handwerkszeug.

Urkunden, Grabsteininschriften, Meilensteine, Münzen, Götterglaube, Mithraskult. 28).

 

161 – 180 n. Chr.              

Unter Friedenskaiser Marc Aurel herrschen im Schutz des Limes weithin Ruhe und Wohlstand.  28).

 

185 n. Chr.                          

Die Chinesische Terrakotta-Armee entsteht vermutlich in diesem Jahr.

Am 11. Juli 1975 erfuhr die Welt von einer Sensation.

Die chinesische Regierung gab den Fund der legendären Terrakotta-Arme bekannt.

Die zur monumentalen Grabstätte des ersten chinesischen Kaisers Qin Shihuangdi gehörenden Figuren sind über 2 200 Jahre alt. Entdeckt wurden sie schon 1974, und zwar aus Zufall.

In diesem Jahr litten die Bewohner der umliegenden Dörfer unter einer außergewöhnlichen Dürre, die sie dazu zwang, neue Brunnen zu bohren.

Bei einer dieser Bohrungen stießen sie dann in vier Metern Tiefe auf das kaiserliche Grab.

Die Armee besteht aus 7278 lebensgroßen Soldaten und ihren Streitwagen, Pferden und Waffen.

Seit 1987 gehören sie zum Weltkulturerbe der UNESCO.

Insgesamt ist bis heute erst ein Viertel der riesigen Grabstätte ausgegraben. (Kalenderblatt)

 

211 – 217 n. Chr.              

Kaiser Caracalla.

Kämpfe mit den Alemannen.

Er wandte zur Heilung seiner Kriegsleiden die Kur in Baden-Baden an und ließ die Badeanlagen dort wiederherstellen.

Nach ihm ist auch die „Caracalla-Badetherme“ benannt, welche noch immer in römischem Glanz und Baustil vorhanden ist. 28).

 

212 n. Chr.                          

Constitutio Antoniana.

Alle freien Bewohner des römischen Reiches erhalten das Bürgerrecht. 28).

 

233 n. Chr.                          

Alemanneneinfälle im Dekumatsland  28).

 

250 n. Chr.                          

Die Goten dringen über die Donau in die römischen Provinzen nördlich der Alpen ein.  28).

 

259 n. Chr.                          

Endgültiger Einbruch der Alemannen in das Dekumatsland.

Sie zerstören die römischen Bauwerke und Denkmäler.  28).

 

260 n. Chr.                          

Die Römer müssen sich bis auf die Grenze Rhein-Donau-Iller zurückziehen. 28).      

   

260 n. Chr. – 500              

Späte Kaiserzeit (260 n. Chr. – 500)

Bodendenkmäler: Gemminger Feld (Kleingartach), Holzbrunnen – West. 1.3).

 

270 – 275 n. Chr.              

Kaiser Aurelian.

Die Alemannen fallen in Italien ein.  28).

Bis 300 n. Chr. saßen alemannische Sippen hier, die um 500 von den Franken verdrängt wurden. 3).

 

323 – 337 n. Chr.              

Kaiser Konstantin I. (der Große).

Er fordert die Ausbreitung des Christentums.  28).

 

330 n. Chr.                          

Kaiser Konstantin verlegt die Hauptstadt des Römischen Reiches nach Konstantinopel (Byzanz)   28).

 

357 n. Chr.                          

Kaiser Julian besiegt die Alemannen bei Straßburg  28).

 

375 n. Chr.  

Rom zerbricht 387 n. Chr. unter dem Ansturm der Kelten (Gallier), sie treten das Erbe der antiken Mittelmeerwelt an.

Aus der Vielfalt germanischer Stämme und Staaten auf dem ehemaligen römischen Reichsboden entwickelt sich allmählich auch das deutsche Volk und Reich.          26.)

 

387 n. Chr.                        

Das zentralasiatische Reitervolk der Hunnen stößt nach Westen vor und zwingt die germanischen Stämme zur Flucht und zu Ausweichbewegungen nach Süden und Westen und damit zu schweren Einbrüchen in das römische Reich.

Die jungen, kraftvollen Germanenvölker treten in die Weltgeschichte ein und lösen das altersschwache Rom in der Herrschaft ab.  26).

 

395 n. Chr.                          

Dies ist das Ende des Weströmischen Reichs

(das Weltreich wurde 395 n.Chr. zur besseren Grenzverteidigung von Kaiser Theodosius d.Gr. in eine westliche und eine östliche Hälfte geteilt).

Das oströmische Reich mit Hauptstadt  Konstantinopel existiert weiter bis zu Eroberung durch die Türken 1453. 26).

 

Um 400 n. Chr.                  

Die Römer weichen endgültig aus dem Voralpenland   28).

 

410 n. Chr.                          

Die Westgoten plündern Rom und lassen sich später in Spanien nieder.

Die Vandalen ziehen durch Gallien (das heutige Frankreich) nach Spanien, setzen mit einer dort erbauten, damals größten Flotte über die Meerenge nach Nordafrika und ziehen an der Küste entlang bis nach Karthago (heutiges Tunis). 

Später überfallen sie Sizilien und Italien.

„Die hausen wie die Vandalen“, dieser Spruch hat seinen Ursprung in der Erstürmung von Rom.   26).

 

Um 450 n. Chr.                  

Die Römer ziehen sich auch vom Rhein zurück   28).

 

451 n. Chr.                         

Es kommt aber auch zu Bündnissen zwischen Römern und Germanen, die zwar nur kurz sind, aber immerhin ausreichen, um die nach Westeuropa vorgedrungenen Hunnen unter ihrem König Attila auf den Katalanischen Feldern (die Katalaunen waren ein keltischer Stamm) bei Troyes (Frankreich) zu schlagen.  26).

 

454 n. Chr.                         

Sieg des Aetius, „des letzten Römers“ mit Hilfe der Westgoten.

Die Hunnen ziehen 454 wieder nach Osten ab.  26).

 

 476 n. Chr.                          

Der letzte weströmische Kaiser Romulus Augustulus wird durch Odovakar, dem Führer germanischer Söldnertruppen, gestürzt.  28).