1920                                     

Der elektrische Strom hält Einzug im Kraichgau 1.1).

 

Gründung des Radfahrvereines  „Wanderer“ 1.1).

 

Gründung des Vergnügungsvereins „Immergrün“ 1.1)

 

Die Turnerinnen des  Turnverein 1865 machen einen Ausflug, wie sich das damals gehörte, mit männlichem Begleitschutz nach Rohrbach.

Auf einem Bild sind zu sehen: v.l.n.r.: Karl Zaiß, Ernst Ehrlich, Karl Wieser (mit Stehkragen), Gust‘ Elser, Schmitt (von auswärts), Gmelin sen., Emma Zaiß (Eichbaum), Berta Schmelcher, Willy Schmelcher (später Saarbrücken), Karl Blösch (Zigarrenfabrikant), Elise Morlock, Erna Zaiß (später verheiratete Gern, führte als Kriegerwitwe noch lange allein und resolut denelterlichen „Eichbaum“ weiter), Lydia Hutter, Berta Diefenbacher, und ?.  20).

 

1921                                     

VfB Eppingen wird gegründet.

Um 1920 existierten „wild“ der VfR und der FC Union, außerdem hatte der Turnverein eine Fußballabteilung, welche nicht regelmäßig Fußball spielten.

Der Fußballsport fand geordnete Bahnen und Aufschwung im „Verein für Bewegungsspiele“, nach dessen Gründung am 22. Januar 1921, und setzte 1929/30 zum ersten Höhenflug an.

Der VfB spielte nicht nur Fußball, er brachte auch gute Leichtathleten hervor und 1929/1932 blühte der Boxsport auf.  

Der größte Erfolg und auch der populärste, und heute noch bekannte Streich war, den Hamburger Sportverein (HSV), der in der 1.Bundesliga spielte,  in der DFB-Pokalendrunde 1974 mit 2:1 im Eppinger Kraichgaustadion vor ca. 25.000 Zuschauern zu schlagen.

Der erste selbstgebaute Fußballplatz entstand im Rot.

 

Auf diesem Gewann wurden jedoch 1923 Wohnhäuser errichtet.

Die ersten Wohnhäuser dort wurden in „Gartenstadtähnlicher“ Bauweise  bereits 1920 errichtet.

Bereits 1903 wurde an diesem Platz die „Rot-Turnhalle“, für damalige Verhältnisse eine große Turnhalle erbaut 1.1).

 

Im Dezember 1921 erfolgte die Eröffnung einer Postauto-Verbindung Mühlbach – Eppingen – Rohrbach – Adelshofen – Elsenz – Waldangelloch 15.)

 

In den 20iger Jahren wurde der Verein für Heimatkunde und Heimatpflege gegründet, er wurde erst 1951 wieder neu gegründet 1.1)

 

 Das Fahrrad ist in dieser Zeit ein hochwichtiges Verkehrsmittel, so dass hin und wieder amtlicherseits auf die Einhaltung der Vorschriften hingewiesen werden musste.

Eine Bekanntmachung des Bezirksamts Eppingen besagte, dass „Jedes Fahrrad mit einer sicher wirkenden Hemmvorrichtung versehen sein muss, mit einer hell tönenden Glocke zum Abgeben von Warnsignalen, ebenso mit hell brennender Laterne mit farblosen Gläsern, welche den Lichtschein nach vorn auf die Fahrbahn wirft.

Der Radfahrer hat eine auf seinen Namen lautende Fahrradkarte bei sich zu führen und auf Verlangen dem zuständigen Beamten vorzuzeigen.“ 15.)

 

Neben dem bereits bestehenden Radfahrverein, der 1897 gegründet wurde, werden in diesem Jahr zwei weitere Schwesterorganisationen gegründet, zunächst der Radfahrerverein Wanderer und im Juli der Radfahrerverein Konkordia.

Beide pflegten den Rennsport.

Heute besteht nur noch der letztgenannte Verein als Rad- und Rollschuhverein. 15.)

 

Der Verein für Hundefreunde Eppingen und Umgebung wird ins Leben gerufen.   15.)

 

Am Morgen des 21. September 1921 ereignete sich ein großes Explosionsunglück in Oppau bei Ludwigshafen.

Drei Hochöfen der Badischen Anilin- und Soda-Fabrik flogen in die Luft.

Weit über 1.000 Tote und Schwerverletzte sind neben zahlreichen Leichtverletzten Opfer der Explosion geworden.

Hilfsaktionen wurden im gesamten Reich gestartet.

Auch die Geschäftsstelle der Eppinger Zeitung errichtete eine Sammelstelle, bei der viele Spenden der opferwilligen Bevölkerung Eppingens und des Amtsbezirks eingingen, die öffentlich quittiert wurden.

Durch die Schüler der Realschule wurde eine Haussammlung vorgenommen, auch in Vereinen und Betrieben wurde gesammelt.

Der VfB Eppingen hatte den VfR Mannheim zu einem Spiel verpflichtet, das 4:3 für  Eppingen endete und dessen Reinerlös dem Hilfsausschuss Oppau zugeführt wurde. 15.)

 

Einem Großbrand in der Nachbargemeinde Rohrbach fielen am  6. November 1921 sechs Wohnhäuser, sieben Scheunen und Nebengebäude zum Opfer.

Zur Linderung der Not der Rohrbacher Brandgeschädigten erließen der Bezirkslandbund, das Bürgermeisteramt und Pfarramt Rohrbach und das Bezirksamt Eppingen Aufrufe zur Hilfeleistung in Form von Lebensmitteln, Futtermitteln und Geldspenden, die große Beachtung fanden. 15.)

 

Am 18. September 1921 erfolgte auf dem israelitischen Friedhof in Eppingen die Einweihung eines Denkmals aus gelbem Sandstein für die im Ersten Weltkrieg gefallenen Jüdischen Kriegsteilnehmer.

Auf Tafeln sind die Namen von Gefallenen aus Gemmingen (fünf), Mühlbach, Richen und Eppingen (je einer) festgehalten.

Der Spruch aus dem IV. Buch Mose II, 12, 13 auf dem Sockel lautet: „Ich der Ewige geben ihm meinen Bund des Friedens weil er geeifert für seinen Gott“. 15.) 27).

 

Der Erfindergeist war auch in Eppingen sehr rege.

Im Januar erfindet der Dentist Adolf Steckelmann einen neuen künstlichen Zahn, der ihm durch Deutsches-Reichs-Gebrauchsmuster geschützt worden ist, nachdem er früher schon ein Patent auf einen künstlichen Zahn erhalten hatte.

„Der neue Zahn bietet gegenüber den bisher verwendeten wesentliche Vorteile, da nicht mehr wie seither Platinstifte zur Verwendung kommen müssen und auch die als Ersatz bekannte Längsnut im Zahn fortfällt, die leicht zu Brüchen desselben Anlass geben konnte“, hieß es in einer Beschreibung. 15.)

   

Im April erhielt Jakob Michel, Kunstgeschäft Eppingen, vom Reichspatentamt Berlin die erfreuliche Nachricht, dass sein als Patent angemeldetes Fabrikat „Unzerbrechlicher Marmorplatten-Garniturersatz für Waschkommoden mit Wand- und Vorsatzplatten“ unter der Nummer 77 62 62 eingetragen worden ist.

Jakob Michel hat seine Waschtischgarnitur unter dem Namen „Micha“ schützen lassen.

Die Patentschrift befindet sich heute im Besitz von Helmut Fick, Eppingen 15.)

 

Schlittschuhlaufen ist 1921 große Mode.

Für diesen Sport standen vier Eisweiher zur Verfügung.

Es waren die Eisweiher der Brauerei Zorn im Wiesengelände in Bahnhofsnähe, und die Eisweiher am Hellbach an der Einmündung der Kleingartacher Straße.

Letztere wurden auch von Metzgern und Wirten zur Deckung ihres Eisbedarfes genutzt. 15.)

 

1921 hatte die Stadt noch kein Freibad und auch kein Hallenbad,  man badete in öffentlichen Gewässern.

 

Im August genehmigte der Bürgerausschuss die Mittel zur Errichtung einer Badeanstalt (Wannen- und Brausebad) beim früheren Hengststall.  15.)

 

Der Erste Weltkrieg war vor gut zwei Jahren zu Ende gegangen.

Als Folge davon waren die Lebensmittel noch bewirtschaftet, sie gab es auch 1921 nur auf Lebensmittelmarken.

In Bekanntmachungen teilte das Bürgermeisteramt – Lebensmittelamt – jeweils mit, wann die Brot- Fleisch-, Milch-, Zucker-, oder Spirituskarten ausgegeben wurden.

Kuhhalter durften Milch nur an die vom Rathaus zugewiesenen Versorgungsberechtigten mit Karten und nur die darauf bezeichnete Menge abgeben.

Auf dem Rathaus wurden auch Bestellungen auf Kleidungsstücke für Herren, Damen und Kinder entgegengenommen. Versorgungsberechtigt war nur, wer nachweislich die notwendigsten Kleidungsstücke nicht besaß und den Bedarf im freien Handel nicht decken konnte und ohne Reichshilfe in  Kleidungsnot geraten würde.

Die Schuhversorgung für die minderbemittelte Bevölkerung wurde ebenfalls über das Rathaus geregelt.        

Ganz allmählich erfolgte 1921 die Aufhebung der Bewirtschaftung  bei einzelnen Produkten.

Ab 1. Juli war die Butter- und Käsewirtschaft frei und die Milch von allen Erfassungsmaßnahmen beim Landwirt befreit.

Die Zwangsbewirtschaftung für Petroleum wurde schon am 1. Mai aufgehoben.

Die Hausfrauen konnten wieder in den betreffenden Kolonialwarengeschäften Petroleum für Beleuchtungs- Heiz- und Kochzwecke in beliebiger Menge erhalten.   

    

Brötchen in länglicher Form und im Gewicht von 100 Gramm, sogenannte Tafelbrötchen, durften hergestellt werden aus Mehl gleicher Mischung wie es für Großbrot verwendet wurde.

Nicht zugelassen waren die Herstellung und der Verkauf von Weizenkleingebäck, Laugenbrezeln, Salzstangen, runden Wecken und dergleichen.  

Die Preise waren auf allen Gebieten recht hoch.

Das Land stand mitten in einer Inflation, die 1924 ihren Höchststand erreichte.

Zum Zwecke der Ersparnis von Brennstoffen  und Beleuchtungsmitteln wurde durch Verordnung des Ministeriums des Innern und des Arbeitsministeriums die Polizeistunde  in den Gastwirtschaften auf 11 Uhr nachts vorverlegt. 

Zur Entgegennahme von Beschwerden und Anträgen in Sachen der Preisbildung, namentlich Überteuerung auf allen Gebieten, ferner in Sachen des unerlaubten Handels und Schleichhandels  hatte das Bezirksamt Eppingen Bezirks-Preisprüfstellen eingerichtet.

In Eppingen hielt zu diesem Zweck als Vertrauensmann Bierbrauer Wilhelm Zaiß im Rathaussaal jeden Samstag-Nachmittag zwischen 4 und 5 Uhr eine Sprechstunde ab. 15.)

 

Die Auflösung des Bezirksamts Eppingen erfolgte zwar erst 1924, doch waren 1921 die Aufhebung des Steuerkommissariats Eppingen und die Zuteilung an das Finanzamt Sinsheim geplant, weiterhin die Verstaatlichung der örtlichen Bezirksbau-Kontrolleurstelle.

Gegen beide Vorhaben gab es zahlreiche „Eingesandt“ in der Zeitung, Protestversammlungen und geharnischte Eingaben an die zuständigen Stellen.

Rathaus, Kleinhandelsschutzverein, Gewerbeverein, Wirteverein des Bezirks und Bezirksbauernverband machten gemeinsam Front gegen diese Maßnahmen, setzten sich ein für Erhaltung des Steuerkommissariats und forderten sogar die Errichtung eines Finanzamtes in Eppingen.

Doch alles war ohne Erfolg. Der Steuerkommissärdienst in Eppingen wurde ab 1. Juli aufgehoben, mit dem Steuerkommissärdienst Sinsheim vereinigt und die Errichtung eines Finanzamtes abgelehnt!

Zum gleichen Zeitpunkt wurde auch die Stelle des Bezirksbaukontrolleurs für den Amtsbezirk Eppingen verstaatlicht.

Mit der Versehung der Stelle wurde zunächst die staatlichen Bezirksbaukontrolleure der Amtsbezirke Sinsheim und Bretten betraut. 15.)

 

1921 war Eppingen noch Sitz einer Ortskrankenkasse, der Allgemeinen Ortskrankenkasse für den Amtsbezirk Eppingen.

Da zu der im September fälligen Wahl des Vorstandes der Krankenkasse von den beiden Gruppen der Arbeitgeber und der Versicherten nur je eine Vorschlagsliste eingereicht wurde, erübrigte sich die Durchführung der Abstimmung. Die Vorgeschlagenen galten als gewählt. 15.)

 

1921 eröffneten verschiedene Bankhäuser ihre Filialen in Eppingen:  Harsch-Rosenfeld, Max Meyer Bank, Bankhaus Rümelin & Co., Süddeutsche Disconto-Gesellschaft und Rheinische Kreditbank. 20).

 

Hermann Gebhard aus Eppingen  wird zum 2. Vizepräsidenten des Badischen Landtages gewählt. 20).

 

1922                                     

Erbauung des  Getreidelagerhauses  in Eppingen.

Es war bereits am 1. April 1900 unter dem Namen „Landw. Consum- und Absatzverein“ als regionale Selbsthilfe-Organisation der Landwirtschaft von Eppingen und Umgebung gegründet worden.

Mit dem ersten Stahlbetonbau für 450 Tonnen Schwergetreide wurde schon 1931 die Silolagerung eingeführt 1.1).

 

Neubau der Ziegelei in der Südstadt, an der Bismarckstraße 1.1).

 

Gründung des Arbeiterradfahrervereines  „Concordia“, er verfügte auch über eine Schalmeienmusik.

Dieser Kapelle gehörten an: Wendelin Schleyer, Alexander Vollweiler, Emil Heininger, Otto Auchter, Emil Grau, Karl Förnsel, Wendelin Frank.  1.1). 20).

 

Deutschlandlied als Nationalhymne wird am 11. August 1922 durch Friedrich Ebert eingeführt. 1.1).

 

Gerhard Dieffenbacher, wird am 1.5.1922 geboren.

Er übernahm am 1.5.1952 in 3. Generation, zusammen mit seinem Vetter Albert, die Geschäftsführung der Maschinenfabrik Dieffenbacher.

Er war für die Konstruktion mit techn. Büro, Verkaufsbereich einschl. kaufmännischem Bereich, als Diplom-Ingenieur,   verantwortlich.

Die Firmengröße betrug bei seinem Einstieg ca. 50 Personen, in seinem Todesjahr ca. 1 800.

Er brachte die Firma mit seinem Vetter Albert ab 1952 auf den Weg eines professionellen, internationalen Industriebetriebes.

Er war in mehreren Eppinger Vereinen, vor allem im Tennisclub, als Gründer und jahrelanger Vorstand, und dem Turnverein 1865 als Mitglied  tätig.

Er wurde 1992 mit dem Wappenteller der Stadt Eppingen ausgezeichnet.  

Er verstarb am 20.12.2011, 89-jährig.  10).

 

1923                                     

 Handelsschule wird eingerichtet und existiert bis 1962, zuletzt untergebracht in der alten Gewerbeschule an der Ludwig-Zorn-Straße  1).1. 14)

 

Das Städtische Wannenbad wird Im Dezember auf dem Gelände der Fasseichanstalt an der Kleinbrückentorstraße erbaut. Es enthält sechs Wannen und ein Brausebad 1.1.

 

Einrichtung einer Regenmessstation in Eppingen, Betreuung durch die Landwirtschaftsschule 1.1)

 

Gründung der Kolpingfamilie Eppingen am 23. Januar 1.1).

 

Der heutige VfB-Sportplatz (heute Hugo-Koch-Stadion) wurde im Rahmen von Notstandsarbeiten von 1923-25 geschaffen und 1967 wesentlich vergrößert 1.1).

 

Große Inflation in Deutschland 1.1).

 

Die Stadt Kleingartach hat in Verlängerung des „Lindenweges“ (im Eppinger Wald) beiderseits des Feldweges zur Leinburg die „Kriegerallee“ gepflanzt, um kleinen Leuten ohne Grundbesitz und eigene Bäume die Möglichkeit zum kostenlosen und straffreien Obstauflesen und Abernten in schlechten Zeiten zu geben. 1.1).

 

Bei der katastrophalen Geldentwertung liefen die Preise im Herbst 1923 im Eiltempo davon.

Das Porto für einen Brief im Fernverkehr kostete ab 1. September 75.000 Mark.

Am 1. Oktober mussten schon zwei Millionen bezahlt werden.

Wer am 1. November ein Schreiben abschickte, wurde mit 100 Millionen Mark zur Kasse gebeten.

Vier Tage später überschritten die Portokosten die Milliardengrenze, und am 26. November durfte der Briefschreiber sogar 80 Milliarden Mark berappen.

Erst zum 1. Dezember wurden die Gebühren auf eine wertbeständige Grundlage in Rentenmark gestellt. Ein Brief kostete danach zehn Rentenpfennig, eine Postkarte fünf Rentenpfennig. 15.)

 

Am 24. August war Eppingen Schauplatz des Gaufestes des Verbandes süddeutscher Radfahrervereine.

Damit verbunden war die Bannerweihe des 1921 gegründeten Radfahrervereins „Wanderer“.

Ein Radrennen in vier Klassen wurde am Vormittag durchgeführt.

Am Nachmittag bewegte sich ein stattlicher Festzug, verbunden mit einem Preiskorso-Fahren, durch die festlich geschmückten Straßen der Stadt zum Festplatz auf der Bärschen Wiese.

An 36 Rennfahrer aus nah und fern konnten Preise verteilt werden.

Abends wurde der Festball in den Sälen von „Engel“ und „Schwanen“ gefeiert. 15.)

 

Der Allgemeine Deutsche Automobilclub (ADAC) berührte auf seiner Prüfungsgrundfahrt für kleine Personenkraftfahrzeuge am 19. Juli auch Eppingen.

„Von mittags 1 Uhr bis gegen 7 Uhr abends passierten über 250 Kraftfahrzeuge der verschiedensten Typen die von vielen Zuschauern umsäumte Bahnhof- und Brettener Straße.

Sie kamen von Meiningen, bzw. Würzburg und hatten Pforzheim als Ziel.

Dann ging es weiter durch den Schwarzwald nach Konstanz, anderntags nach Stuttgart zu Sonderprüfungen, Korso-Fahrt und Jubiläumsfeier des ADAC im Stadtgarten“, berichtete die Eppinger Zeitung. 15.)

 

Im November wurde der „Verkehrsverband für die Kraichgaubahn“ mit Sitz in Eppingen gegründet.

Er sollte ständiges Organ zur Vertretung der Eisenbahnwünsche sämtlicher Gemeinden zwischen Karlsruhe und Heilbronn sein. Oberamtsmann Dr. Gadecke, der Dienstvorsitzende des Bezirksamts Eppingen, wurde zum Vorsitzenden gewählt. 15.)

 

Die Pferdezuchtgenossenschaft Eppingen veranstaltete im Juni eine Pferdeschau mit Prämiierung, die mit einer Versteigerung von Fohlen verbunden war.

Die Veranstaltung, bei der 105 Stuten mit etwa 70 Fohlen vorgeführt wurden, vermittelte ein vortreffliches Bild vom hohen Stand der Kaltblut-Pferdezucht im Bezirk. 15.)

 

Im Laufe des Jahres werden zwei Eppinger Familien durch Unglücke in tiefes Leid versetzt.

Im Juli ertrank ein nicht ganz zwei Jahre altes Mädchen in  einem unbeachteten Augenblick im Gewerbekanal unweit der unteren Mühle.

Im November erlitt ein 1 Jahr alter Junge in der elterlichen Wohnung in der Altstadt den Erstickungstod. 15.)

 

Im Juni erschien die dritte Gedichtsammlung des Heimatdichters Johannes Kleinheins.

Zuvor waren schon die Bände „Vaterländische Zeitbilder 1812/13“ und „Gott mit uns. 1914“ herausgegeben worden, die großen Anklang gefunden hatten. 15.)

 

Ein Denkmal im Wald am Schillerplatz auf dem Hornbuckel wurde am 29. April 1923 vom Turnverein 1865 Eppingen und dem Männergesangverein Eintracht Eppingen erstellt.

Es ist ein Granitfindling.

Darin ist eine Namenstafel mit den Namen der im 1. Weltkrieg gefallenen Vereinsmitglieder eingelassen.

Das Denkmal wurde am 30. Mai 1953 durch einen zweiten, kleineren Findling erweitert.

Davor steht eine Granitplatte, auf der die Namen der im 2. Weltkrieg gefallenen Kameraden eingehauen sind.

Einen weiteren Findling mit vorgestellter Tafel ließ der nach der Fusion entstandene Gesangverein Frohsinn 1961 rechts davon aufstellen. Jährlich, am Volkstrauertag, nach der Gedenkfeier am Friedhof durch die Stadt, finden an dieser Stätte Gedenken statt. Im jährlichen Wechsel gedenken die Vorstände der beiden Vereine der Toten, genmeinsam wird das Lied vom guten Kameraden gesungen und ein Kranz niedergelegt. 27).

 

Ruhrbesetzung durch Frankreich;

Inflation  33).

1924                                     

Amtsbezirk Eppingen wird aufgelöst 1.1).

Die Auflösung des Bezirksamtes mit allen ihren nachteiligen Folgen sorgte für weitere Rückschläge.

Doch manches gute alte Haus überdauerte die Stürme der Zeiten, und bis heute hat sich die alte Fachwerkstadt, in der es sich gut leben lässt, auf sieben Hügel ausgebreitet. 3).     

Nachteiliger als der allgemeine Niedergang der Wirtschaft nach dem 1. Weltkrieg mit der Inflation 1923 und der Weltwirtschaftskrise 1929-33 wirkte sich die Auflösung des Bezirksamtes 1924 auf die weitere Entwicklung der Stadt aus.

Die meisten der betroffenen Gemeinden wurden dem Landkreis Sinsheim zugeordnet (Mühlbach war 1924-34 vorübergehend beim Bezirksamt Bretten, Elsenz 1924-38 beim Bezirksamt Bruchsal). 25).

 

Motorsportverein gegründet.

Naturgemäß war der Motorsport spät dran.

Ein Foto von 1924 zeigt vor dem Haus Brettener Straße 53 (Preusch) ein NSU-Auto, dessen Besitzer die ADAC-Mitgliedsnummer 17 650 inne hatte, heute eine niedrige Nummer, dann ist noch ein Motorrad NSU-Pony zu sehen 1 .1).

 

Einführung der Rentenmark Ende des Jahres 1).

 

Erstmals glückt es Eppinger Buben, mit Kopfhörer und Detektor etwas Musik zu empfangen.

Weitere Verbreitung des Radios findet erst ab 1930 statt, nachdem der Großrundfunksender in Mühlacker seinen Betrieb aufnimmt. 1.1).

 

Die „Goldenen Zwanzigerbrechen an, Reparationszahlungen lasten jedoch schwer auf der deutschen Wirtschaft und dem Staatshaushalt.

Die badische Regierung reagiert mit Notgesetzen und Sparmaßnahmen. 1.1).

 

Flug des Luftschiffes ZR 3, es überquert im Oktober 1924 den Atlantik und muss jedoch als Reparationsleistung in den USA abgeliefert werden 1.1).

 

Es exisiterte bereit ein Schachclub und ein Hausbesitzerverein   in Eppingen 20).

 

1925                                     

Eppinger Woche, vom 30. Mai bis 22. Juni;  

große Elsenz-Gewerbe-Schau (Handels-, Landwirtschafts- und Industrieausstellung, Sportwoche, Freilichtspiele) wird abgehalten.

Veranstalter ist der Gewerbeverein 1.1).

 

Gründung des Reitervereines, unter der Leitung des Tierarztes Dr. Fritz Hecker.

Sein Vereinslokal war die „Altdeutsche Wein- und Bierstube zum Krokodil“, dort waren auch die Trophäen des Vereins untergebracht 1.1).

 

1926                                     

Mord in Eppingen!

In der Nacht vom 17. Auf 18. Januar 1926  wurde die 16jährige Landwirtstochter Frieda Hecker aus der Rappenauer Straße mit einem Stich in die Herzgegend an der Hilsbachbrücke beim „Eisernen Kreuz“, unweit ihres Elternhauses, tot aufgefunden.

Als Mörder konnte  ein 25 jähriger Gärtner aus Mannheim, früherer Fürsorgezögling der Erziehungsanstalt Flehingen, ermittelt werden.

Die Ermittlung und Festsetzung gelang dem Eppinger Polizeichef, Karl Lohner, nach Schilderung seines Enkels.

Er beobachtete, wie ein Fremder eilig versuchte, mit der Bahn in Richtung Karlsruhe wegzufahren.

Mit einem Sprung über das Gitter der Fahrkartenkontrollstelle kam er schnell an den Bahnsteig heran und konnte den Täter, noch bevor er, in den bereits zur Abfahrt stehenden Zug einsteigen konnte, festnehmen.  

Der Mörder ist später zur Beobachtung seines Geisteszustandes in die Heil- und Pflegeanstalt Illenau eingeliefert worden.

Im Juni 1926 wurde bekannt, dass er als geistig normal und für seine ruchlose Tat verantwortlich erklärt, ins Untersuchungsgefängnis zurückverbracht wurde.

Dort machte er einen Fluchtversuch und gelangte nach einem Kampf mit dem Aufsichtspersonal in das dritte Stockwerk, wo er sich durch ein Fenster in den gepflasterten Hof stürzte, wo er tot liegen blieb und damit sich selbst gerichtet hat. 15.)   

       

Der Turnverein 1865 Eppingen nimmt mit seinen Turnerinnen erstmals an einem Wettkampf in Heidelsheim teil, am Frauenturnen des oberen und unteren Kraichturngaues.

Mit ihren Übungen an Reck, Barren und Pferd errangen sie gute Preise.

Die Turner nahmen in stattlicher Zahl am Landesturnen in Offenburg teil, wo die Besten aller Turngaue sich in friedlichem Wettkampf maßen.

Die Eppinger Turner belegten mit  die ersten Plätze.

1926 gründete der TV eine Wanderabteilung für die männliche Jugend über 14 Jahre. 15.)

 

Im Juli wurde neben dem VfB noch ein weiterer Verein zur Pflege des Fußballspiels gegründet, der FC Eppingen. 15.)

 

1927                                     

Karl Wieser, ein Eppinger Turner, erringt die Badische Meisterschaft im Stabhochsprung mit 3,20 Meter  1.1).

 

Eigenbauten von Segelflugzeugen werden in Eppingen angegangen 1.1).

 

Eine Gedenktafel in der Grund- und Hauptschule im Rot, aus rotem Sandstein wird im Treppenaufgang der früheren Realschule angebracht. 

Auf ihr sind die Namen der im 1. Weltkrieg gefallenen Lehrer und ehemaligen Schüler der höheren Bürgerschule eingemeißelt.

Sie wurde 1927 von Fritz Schmidt hergestellt. 27).

 

1928                                     

Gründung Autohaus Otto Preusch in der Brettenerstraße/Leiergasse;

1975 Umsiedlung in die neue Werkstätte an die Carl-Benz-Straße 1.1).

 

Bereits 1928 wollten einige Eppinger Auto-Rennen fahren.

Fluglehrer Eugen Wieser kaufte Karl Maurer dessen Taxi Opel C 25 ab und baute ihn, unterstützt von seinen Freunden Herbert Hecker (zuletzt Polizeibeamter) und Karl Blösch (zuletzt Chabeso), zu einem Rennwagen um.

Freund Richard Zorn hatte die Garage unter seinen „Rössle-Lichspielen“ als Werkstatt zur Verfügung gestellt, weshalb sie ihm für den Film „Rivalen der Lüfte“ Reklame fuhren.  

 

Derweil drehte Karl Zutavern („Ugges“) als Wetterflieger von München aus seine Runden. 20).

 

Gründung Kepnerdruck 1928, erst am Marktplatz in der „Alten Post“  tätig.

Eugen Kepner war der Gründer, man druckte Zeitungen, wie den „Eppinger General Anzeiger“, später dann Drucksachen, Prospekte usw. Umsiedlung an die Robert-Bosch-Str. 5 erfolgte 1994 1.1).

 

Mit großen Dreschmaschinen wurde, meistens bei den Landwirten direkt vor Ort ihr Getreide gedroschen.

Sie machten die mühsame Arbeit mit dem Dreschflegel überflüssig.

Die Maschinen wurden noch mit Dampf angetrieben, weshalb es oft den Kindern oblag, Brennholz und Briketts herbeizubringen.

Es gab verschiedene Arbeitsstellen an der Maschine.

Die Garben wurden mit der Gabel auf die Bühne ganz oben gegeben, dort standen die „Einleger“ und nahmen die Garben entgegen. Sie entfernten die Garbenstricke und brachten das Dreschgut geordnet in die Dreschmaschine ein.

Gutes Essen und Vesper war der Lohn der anstrengenden Arbeit, das nächste Mal half man ja bei einem beteiligten Kollegen, und bei dem vielen Staub war der Mostkrug unentbehrlich.

Die Arbeiter erhielten zusätzlich fünf bis sechs Mark pro Tag.

Schwerarbeit war auch das maßgenaue Hieven der großen Maschinen durch die Rundbogentore.

Mit vier Pferden wurden sie an ihren Einsatzort gezogen.

War die Hofreit zu klein oder waren keine da, wurde davor, auf der Straße, gedroschen.

Ein mittlerer Landwirt brauchte mit zwölf Helfern zum Maschinendrusch einen Tag, ein großer Bauer mit 14-16 Helfern zwei bis drei Tage.

In der Stadt liefen drei Dreschzüge,  zwei von Adolf Veith alt und einer von Emil und Richard Wirth. 20)., 38).

 

1929                                     

Verkehrsverein gegründet.

Dies veranlaßten Sattlermeister Karl Stroh alt und Kaufmann Nathan Marx.

Zu dessen 1. Vorsitzen wurde Reinhold Zorn, zum 2. Vorsitzenden Nathan Marx gewählt.   1.1). 20).

 

Gründung des Brieftaubenvereins „Heimkehr“ 1.1).

 

Gründung des Landfrauenvereines Ende der 20iger Jahre 1.1).

 

Die Palmbräu kauft einen neuen Stahltank mit 250 hl Inhalt  und bringt diesen in den Keller ein.

Er ist für die Fertigung von Stangeneis notwendig.

Die Gefriermaschinen standen auf dem Dach, das Wasser aus dem Tank rieselte an Kühlschlangen herunter und wurde schließlich zu Stangen geformt, mit den rechteckigen Maßen ca. 1,20 m x 30 x 15 cm.

Das Eis wurde  den Wirten für den Eisschrank und Kühlen des Fasses im Anstich geliefert.

Zu jener Zeit gab es noch kaum Kühlschränke und keine großen Gefrieranlagen.

Vorher mußte im Winter in den Eisweihern oberhalb und unterhalb der Stadt „geeist“ und die Eisbrocken in Kellern für den Sommer aufbewahrt werden.

Daher bestanden an der Wilhelmstraße (sogenannte Lamm, Eichbaum- und Rösslekeller) und oben an der Kaiserstraße die großen gewölbten Keller. 20).

 

Die Brettenerstraße wird erstmals  geteert.

 

Das zweite Radio in Eppingen ertönt in der Stadt.   20).

 

Der Viehhandel wird in Eppingen stark betrieben durch Leopold Dreifuss, Sally Kirchheimer, Alfred Schlesinger, und Max Schulheimer;

mit Kleinvieh befasste sich Herr Rosenfeld,

mit Fellen Julius Sternweiler;

mit Pferden handelten max Weil und Landwirt Wilhelm Dieffenbacher. 20).

 

Neuerrichtung des Landkapitels Bretten der Katholischen Kirche, zu dem jetzt auch Eppingen zählt. 33).

 

Die Rößle-Lichtspiele am Pfeifferturm werden durch den Besitzer Franz Zorn gegründet.

Das Kino schließt am 25.11.2008.

Die gesamte Geschichte über alle Eppingen Kinos findet man im Band 9 „Rund um den Ottilienberg“, Seite 141-148.  10.)

1930                                     

Die Einwohnerzahl

Eppingens beträgt 3.506 Einwohner. 20).

 

Zusammenschluss von Badefreunden durch den Verkehrsverein zum Schwimmbadverein .

Reinhold Zorn betrieb die Gründung und wurde dessen immerwährender Vorsitzender. 1). 20).

 

Badener Heimattage werden vom 11. Juli bis 13. Juli in Karlsruhe abgehalten. 1.1).

 

1931 

 

Die Eppinger Ziegelei brennt am 15. Mai 1931 nieder 1.1).

 

Die Berliner Notverordnung

vom 5.6.1931 beabsichtigte den Gemeinden etwas Reichshilfe zu geben.

Da dies durch das badische Notgesetz vom 9.7.31 wieder gegenstandslos gemacht werden sollte, sah die die Stadt Eppingen gezwungen, zusammen mit anderen Städten gegen den Freistaat Baden zu klagen. 1.1).

 

1931/1932                         

Schwimmbadverein baut Freibad,

In Rekordzeit schaffte der Verein Vorbereitung, Finanzierung und Bau des „Frei- Luft-und Sonnenbades“ am Hilsbachufer bei der oberen Mühle (Siffring), das am 16. Mai 1931 erstmals geöffnet war.

Im ersten Schwimmfest am 21. August 1932 fand die Freude über das gelungene Werk ihren Ausdruck.

Fertigstellung und endgültige  Inbetriebnahme ist 1936 1.1).

 

1932                                     

Der Kleintierzuchtverein C 273 Eppingen e.V. wird am 2. September gegründet.

Während der Kriegsjahre kam der Verein zum Erliegen und wurde im Juli 1946 wieder neu gegründet.

1959 konnte an der Waldstraße, in von der Stadt und der Fa. Dieffenbacher zur Verfügung gestellten RAD-Baracken, ein Züchterheim in Betrieb genommen werden 1).

 

Am 2. Juni 1932 wird die Kraichgau-Flugvereinigung,

Sitz Eppingen, gegründet und leistete Pionierarbeit im Segelflugzeugsport 1.1).

 

Hochwasser im Hilsbachtal.

Nach  einer drückenden Schwüle setzte am 12. Juli um 4 Uhr nachmittags ein heftiger, langanhaltender Gewitterregen ein.

Der Hilsbach führte so große Wassermassen mit sich, dass bald das ganze Wiesental einem großen See glich.

Die Wassermassen stiegen immer mehr an, und die geminderte Abflussmöglichkeit der Elsenz durch das Hochwasser in Richen und Ittlingen machten die Situation immer bedenklicher.

Das Gebiet um den Karlsplatz stand unter Wasser, die Altstadtstraße fast bis zum Baumannschen Haus, ebenso die Badgasse und die Kettengasse. Ställe und niedrige Wohnungen mussten geräumt werden.

Auch der Dammhof, Richen und Ittlingen wurden von den Wassermassen in Mitleidenschaft gezogen. 15.)

 

Gründung der Ortsgruppe des ADAC.

Gutspächter Jakob Gebhard wurde zum Vorsitzenden gewählt.  1.1). 20).

 

Erste vierspurige Landesstraße (Vorläufer der Autobahn)

von Köln nach Bonn wird eröffnet.

Bei dem dreijährigen Bau waren 5 500 Arbeitslose beschäftigt worden. 1.1).

 

Erste Fernsehübertragung im UK-Bereich aus Berlin am 19. August 1932. 1.1).

 

Eppingen hat 3.506 Einwohner 1.1).

 

Das Luftschiff „Graf Zeppelin“

tauchte, sehr geräuscharm, mehrmals am Himmel von Eppingen auf. 15.)

 

Neue Preise für Brot und Brötchen

werden Anfang 1932 von der Freien Bäcker Innung Eppingen und Umgebung bekanntgegeben:

1500 gr. Mischbrot (halbweiß) 60 Pfennige, 750 gr. 30 Pfennige, ein Doppelweck 90 bid 95 gr. (vorher 80 bis 85) 8 Pfennige, Milchbrot, Hörnchen, Mohnbrötchen, Bretzel und Mürbe 45 bis 48gr. (bisher 40 gr.) fünf Pfennige.

Für Brotbacken wurden zwei Pfennige für das Pfund verlangt, für Kuchenbacken (rundes Blech) zehn Pfennige, langes Blech 15 Pfennige. 15.)

 

Neue Preise für Postkarten und Briefe

ab dem 15. Januar.

Postkarten mussten mit sechs, Briefe mit zwölf Pfennigen frankiert werden. 15.)

 

Der Turnverein 1865 hielt seinen Familienabend am 9. Januar ab.

Darüber war in der Zeitung zu lesen, dass im Verein Stimmen laut geworden seien, ob die Abhaltung einer solchen Veranstaltung in der gegenwärtigen Notzeit noch berechtigt sei.

Die Antwort darauf lautete:

„Gerade die Schwere der Zeit und die dunkle Zukunft haben den Turnverein veranlasst, diesen Familienabend zu veranstalten, um damit den Mitgliedern , Freunden und Gönnern den Beweis zu liefern, dass die heranwachsende Turnjugend die Hoffnung auf eine bessere Zukunft nicht verloren hat und unbeirrt an den Hochzielen der deutschen Turnerschaft festhält“.

Einige Vereine verzichteten allerdings in diesen Wintermonaten auf einen Familienabend und veranstalteten nur gemütliche Zusammenkünfte. 15.)

 

In der Mälzerei zum „Lamm“

der Brauerei Zorn Söhne war Malzkaffee im Umtausch gegen Gerste täglich zu haben.

Der Bohnenkaffee dominierte damals noch nicht in den Haushaltungen 15.)

 

Die Waldstraße

wurde, entsprechend einer ortspolizeilichen Vorschrift vom 21. März vom Beginn bis zum Waldeingang für Kraftfahrzeuge (Kraftwagen und Krafträder) an Sonn- und Feiertagen vom 1. April bis zum 31. Oktober gesperrt.

Grund: die große Staubbelästigung. 15.)

 

Die Boxabteilung des VfB Eppingen

veranstaltete am 3. April ihre ersten nationalen Boxkämpfe.

Gegner waren sieben Kämpfer des Athletik-Sportvereins Germania Bruchsal.

Ausgetragen wurden zwei Jugendkämpfe, ein Kampf für Anfänger, ein Sparringskampf und sieben Hauptkämpfe.

Die Vereinskapelle des VfB sorgte für musikalische Unterhaltung.

Beim nächsten Mannschafts-Boxkampf trafen die Eppinger auf Union Böckingen. 15.)

 

Gustav Mühling vom VfB Eppingen

wurde in Ulm a.d.D. unter 63 Teilnehmern süddeutscher Jugend-Waldlaufmeister.

Im Endspurt konnte er drei Meter Vorsprung gewinnen. 15.)

 

Dem VfB Eppingen

wurde vom Landesarbeitsamt Südwest die Genehmigung erteilt, seinen Sportplatz auszubessern und durch Anlage einer Aschenbahn auszubauen.

30 Arbeitslose unter Leitung von Fritz Kirchgeßner erledigten diese Arbeiten.

Zu dieser Zeit hatte sich in vielen Gemeinden des Arbeitsamtsbezirks der Gedanke des Freiwilligen Arbeitsdienstes durchgesetzt.

Auf diese Art und Weise ist es damals gelungen, zahlreichen jungen Arbeitslosen unter der Betreuung des Heimatwerkes Baden in Karlsruhe wieder eine Beschäftigung zu geben. 15.) 

Es existiert ein Bild, auf dem die Freiwilligen Arbeiter Sandsteine im  Steinbruch auf dem Hornbuckel brechen, als Rollierung (Unterbau), anstelle von Dränage und Kiesunterbau, für den Sportplatz.

Auf dem Bild sind zu sehen: v.l.n.r., hinten oben:

F. Schleihauf, E. Petri, E. Müller; davor H. Wolfmüller, Willi Kobold, W. Kuch (Leinz), mit erhobener Hacke Fr. Kirchgessner (Tempo), W. Häffner, K. Fetzner (sitzend), O. Häffner (breit stehend mit Schlegel), E. Heininger, O. Gern, L. Ries (mit Hand an der Felskante), A. Reinschmidt, G. Louis, O. Schmitt (am rechten Bildrand). Vorderste reihe: K. Vollweiler, B. Baumann, F. Trottmann, A. Friedrich.

Als ausgesteuerte Arbeitslose gab es für sie kein Stempelgeld mehr.

Für die Steinbrucharbeit wurde ihnen RM 11,75 in der Woche bezahlt, wovon sie wieder RM 2.00 dem VfB stifteten. 20).

 

Der Sommerfahrplan der Eisenbahn

hatte den Durchgangsverkehr von und nach Nürnberg über die Kraichgaubahn erfreulich verbessert. 

Der beschleunigte Personenzug Karlsruhe ab 7.10 Uhr, Eppingen ab 8.11 Uhr schloss in Nürnberg an den später gelegten und beschleunigten Personenzug München – Nürnberg – Leipzig – Berlin Anhalter Bahnhof an (Ankunft in Leipzig 20.18 Uhr, in Berlin 23.41 Uhr).

Damit konnte eine rasche Verbindung Karlsruhe – Leipzig – Berlin geschaffen werden, wie sie über Frankfurt noch nicht bestand. 15.

 

Der Autohersteller Auto-Union wird gegründet.

Es ist ein Zusammenschluss der bisherigen Auto-Firmen DKW, Horch, Audi und Wanderer. 20).

                                              

1933 

                                    

Die Weltwirtschaftskrise überschattet alles.

Die hohe Zahl der Arbeitslosen in Deutschland von 1,35 Millionen bis Mai 1929 war auf über 6 Millionen Anfang 1933 angestiegen.  Die NSDAP, die Arbeit und Brot und nationale Besinnung versprach, erhielt 1932 33,1 %, 1933 44,1 % der Stimmen, 1928 lag sie noch bei 2,6 %. 1.1). 

 

Der greise Reichspräsident Paul von Hindenburg ernennt Adolf Hitler am 30. Januar 1933 zum Reichskanzler.

Die Weimarer Republik war zu Ende, das sogenannte „Dritte Reich“ begann. 1.1).

 

1933 waren es 3.506 Einwohner. 1.1).

 

1933-1937  Bürgermeister ist Karl Doll 1.1).

 

1934 Paul von Hindenburg, ehemaliger Reichspräsident stirbt am 2.8.1934 1.1).

 

Das Ehrenmal für die Toten

der beiden Weltkriege steht vor dem Friedhof, südwestlich des Wassy-Platzes.

Es wurde 1934 nach den Plänen des Karlsruher Bildhauers Emil Sutor für die Gefallenen des 1. Weltkrieges erstellt.

Hauptblickpunkt war ein Standbild aus Muschelkalk eines Soldaten mit Stahlhelm und Gewehr.

Allerdings hatte der dargestellte Soldatenmantel den Mangel, dass die Knopfleiste an seinem Mantel falsch herum angebracht war.

Die Einweihung erfolgte am 14. Oktober 1934.

Während des 2. Weltkrieges hatte es bereits bei Jabo-Angriffen zahlreiche Einschuss-Schäden abbekommen.

Nach dem Kriege missfiel dieses Relikt aus der Nazi-Zeit;

es wurde von Unbekannten in der Nacht vom 21. auf den 22. Februar 1946 gesprengt.

An der Stelle des Soldaten hat man nun ein Kreuz errichtet.

Der Umbau erfolgte im Jahre 1954.  

Das jetzige Aussehen und die Ergänzung des Ehrenmals mit den Namen aller im 1. und 2. Weltkrieg gefallenen Soldaten,  auf sieben Bronzetafeln, erhielt die Anlage 2008.  27).

 

Die gesamten Toten aus Eppingen in den beiden Weltkriegen sind, gemäß Gedenktafel im Ortssippenbuch, 2. Verbesserte und ergänzte Auflage 1998, ab Seite 17:

 

Erster Weltkrieg:

Abel, Ludwig, 1. WK;  Andreas, Philipp 1898-1917; Auchter, Franz 1890-1918;  Barth, Eugen 1896-1916; Barth, Heinrich 1886-1914; Bauer, Adolf 1900-1917; Bauer, Ludwig 1894-1915; Bauer, Heinrich 1895-1917; Baumann, Ludwig 1879-1917; Bentz, Alexander 1894-1915; Betz, Philipp 1897-1917; Betz, Heinrich 1889-1918; Billigheimer, Kurt Julius 1897-f.t.e.; Blösch, Hermann 1892-1915; Blösch, Friedrich 1893-1915; Blösch, Heinrich 1881-1914; Bregler, Karl 1886-1916; Bregler, Frdr. Jakob 1877-1916; Diefenbacher, Karl 1893-1914; Dieffenbacher, Karl 1896-1917; Diefenbacher, Friedrich 1899-1918; Ehehalt, Friedrich 1881-1915; Fleischer, Abraham 1882-1915; Freudenthaler, Wilhelm 1883-1918; Frey, Adolf 1902-1917; Gauer, Karl, im 1. Weltkrieg; Gebhard, Hermann, 1885-2926; Gebhard, Carl Heinrich 1877-1914; Gebhard, Joh. Heinrich 1877-1918; Gebhard, Heinrich 1886-1915; Gebhard, Eugen Heinrich 18925-1914; Gebhard, Jakob Heinrich 1888-1918; Geiger, Kalr August 1885-1914; Geiger, Wilhelm 1878-1915; Geiger, Karl 1888-1914; Gern, Philipp 1890-1915; Glesing, Eugen Konrad 1895-1916; Götz, Konrad 1892-1918; Hassinger, Eugen 1894-1915; Hecker, Karl Otto 1890-1914; Hecker, Joh. Heinrich 1879-1917; Hertle, Jakob 1892-1914; Herdle, Friedrich 1886-1917; Herzog, Hugo 1887-1915; Hinkel, Hermann 1897-1917; Hohl, Ludwig 1892-?; Hohl, August 1886-1914; Jahn, Julius 1896-1918; Kauzmann, Andreas Wilhelm 1898-1918; Knäbel, Franz 1885-1917; Knäbel, Heinrich 1897-1917; Kobold, Heinrich 1878-1916; Kuch, Arthur 1. Weltkrieg; Lang, Friedrich 1887-1917; Lang, Wilhelm 1885-1918; Maier, Karl 1895-1918; Müller, Hermann Adam 1899-1918; Oppenheimer, Max 1887-1916; Oppenheimer, Moritz 1889-1915; Ottenheimer, Max 1897-1918; Pfau, Otto 1891-1916; Roedel, Friedrich Wilhelm 1887-1918; Rüdinger, Heinrich 1893-1914; Rüdinger, Karl 1896-1916; Rüdinger, Karl 1878-1918; Rüdinger, Johann 1898 –vermißt; Sartorius, Ludwig 1894-1915; Sauter, Karl; Schellenschmidt, Wilhelm 1892-?; Schmitt, Josef 1892-1918; Seitz, Karl, 1. Weltkrieg; Staub, Philipp 1899-1918; Thomä, Heinrich Otto 1896-1918; Ullmann, Otto 1896-1917; Walter, Hermann, 1. Weltkrieg; Weickgenannt, Franz Josef 1891-1915; Welde, August 1892-1916; Wertheimer, Max 1888-1915; Wieser, Ludwig 1895-1917; Wirth, Otto Heinrich 1890-1914; Wirth, Eugen August, 1. Weltkrieg; Wittmer, Walter Friedrich 1889-1914; Wittmer, Kurt Heinrich 1896-1914; Würzburger, Max 1887-1918; Zaiß, Emil Adolf 1892-1915; Zimmermann, Heinrich, 1. Weltkrieg; Zimmermann, Georg 1883 + 1. Weltkrieg; Zorn, Hermann 1884-1917; 33).

Zweiter Weltkrieg:

Andreas, Philipp 1919-194); Andreas, Richard 1913-1944;  Auer, Franz 1919-1941; Baas, Wilhelm 1902-1944; Bachmann, Martha 1904-1944; Barth, Wilhelm 1907- vermißt; Barth, Wendelin 1923-vermißt; Barth, Gerhard 1928-1945; Baumann, Franz 1925-1945; Baumann, Anton Leonhard 1909-1944; Bayer, 1911-1943; Bergold, Heinrich 1894-1943; Bergold, Karl Heinrich 1922-1943; Bernecker, Karl 1927-1944; Beysel, Herbert 1925-1945; Biehler, Wilhelm 1910-1942; Billigheimer, Irma 1901-1942; Billigheimer, Ingrid 1928-verschollen; Billigheimer, Hannelore 1929-verschollen; Blösch, Willi 1924-1943; Blösch, Willi Alfred 1924-1943; Blösch, Erich Karl Ludwig 1919-1940; Blösch, Berthold 1918-1943; Blösch, Friedrich 1925-1945; Blösch, Erwin 1922-1953; Blösch, Friedrich 1919-1944; Böhringer, Heinrich 1915-1948; Bravmann, Julius 1894-1942; Bravmann, Elka 1892-1942; Bregler, Fritz 1904-1945; Bregler, Wilhelm 1912-1943; Brenkmann, Otto 1907-1945; Brenkmann, Berthold 1924-1943; Brenneisen, Erwin 1919-1938; Brunner, Helmut 1914-1942; Buwing, Paul 1914-1942; Deiber, Willi 1916-1945; Denkinger, Gabriel 1912-1946; Dieffenbacher, Herm Philipp 1888-1945; Dieffenbacher, Wilhelm 1911-1946; Diefenbacher, Edwin 1917-1944; Dörr, Eugen 1904-1942; Doll, Wilhelm 1875-1945; Doll, Albert Johann 1915-1944; Doll, Friedrich 1920-1943; Doll, Albert 1912-1944; Doll, Otto 1921-1941; Doll, Wilhelm 1910-1942; Doll Karl 1905-1945; Doll, Heinrich 1908-1944; Dorsche, Albert 1916-1941; Dorsche, Karl Heinrich 1920-1942; Dotterer, Otto Julius 1912-1944; Dreifus, Elsa ?-1942; Dreifuß, Alfred 1911-1945; Dubowy, Erich 1910-1942; Eble, Willi 1919-1942; Edelmann, Heinrich 1901-1945; Ehrenberger, Karl 1919-1945; Eppsteiner, Betty 1882-1940; Erker, Walter 1920-1945; Falk, Friedrich 1908-1946; Fick, Julius 1905-1944; Fischer, Walter 1910-1941; Fleisch, Richard; Förnsel, Karl 1909-vermisst; Förnsel, Heinrich Wilhelm 1911-vermisst; Förster, Werner 1912-1945; Förster, Jakob 1917-1942; Frank, Otto Heinrich 1913-1943; Frank, Karl 1925-vermißt; Frank, Karl 1921-1944; Frank, Otto 1924-1944; Frank, August 1911-1944; Frank, Kurt Karl 1921-1944; Frey, Karl Eugen 1920-1943; Frey, Emil 1908-1944; Frick, Hans Wolfgang 1912-1945; Frietsch, Alois 1902-1943; Gauderer, Kurt 1920-1941; Gebert, Oskar 1904-1944; Gebhard, Albert Otto 1921-1941; Geier, Wilhelm 1921-1941; Geiger, Hermann 1900-1940; Gern, Helmut 1908-1944; Gern, Richard 1913-1944; Gerstenberg, Heinrich 1920-1944; Gesell, Willi Hermann 1919-1942; Gesell, Heinrich 1908-1945; Gesell, Oskar 1913-1945; Glesing, Emil 1912-1944; Glesing, Hans 1924-1945; Glesing, Albert 1907-1944; Glesing, Karl 1916-1944; Götz, Eugen 1908-?; Götz, Richard 1914-1941; Goll, Hermann 1912-1944; Grau, Karl 1900-1940; Guggolz, Ernst 1909-1943; Gutt, Anton 1906-1943; Gutt, Alfred 1926-1944; Haas, Karl Anton 1923-1944; Häffner, Guido Josef 1925-1944; Häffner, Albert Heinrich Philipp 1917-1941; Hagenbuch, Paul 1902-1944; Hagenbuch, Herbert Emil 1928-1945; Hallbauer, Ernst 1924-1944; Hallbauer, Walter 1925-1945; Hallbauer, Wilhelm 1922-1943; Hasselbach, Heinrich 1907-1942; Hassinger, Ernst 1923-1943; Hauke, Alfred 1913-1941; Hauke, Rudolf 1915-1939; Hauke, Karl 1918-1945; Hauke, Josef 1924-1943; Hecker, Willi 1925-1945; Hecker, August 1913-vermißt; Hecker, Theodor 1921-1942; Hecker, Erwin Friedrich 1919-1941; Hecker, Richard 1920-1942; Hecker, Otto 1920-1944; Hecker, Kurt Wilhelm 1920-1941; Hecker, Emil 1902-1944; Hecker, Ernst 1907-1943; Hecker, Wilhelm 1907-1943; Hecker, Otto 1914-1940; Hecker, Albert Jakob Wilhelm 1915-1943; Hecker, Ewald 1923-1943; Heinle, Wilhelm 1915-1944; Heinlein, Peter 1911-1940; Heinzmann, Walter 1920-1944; Heinzmann, Günther 1927-1945; Heinzmann, Kurt 1916-1941; Henninger, Otto 1906-1946; Hildenbrand, Karl 1915-1944; Hinkel, Philipp Heinrich 1908-1944; Hochherr, Moritz 1867-1941; Hofer, Oskar 1921-1945; Hofmann, Heinrich 1902-1945; Hofmann, Emil 1902-1945; Hofstetter, Gerhard Ludwig 1925-1944; Hohl, Wilhelm 1916-1941; Holz, Justus 1914-1942; Holtz, Helmut 1919-1941; Holzwarth, Hugo 1914-1938; Jergl, Karl 1923-1943; Jeschke, Friedrich 1908-1945; Kamm, Oskar 1915-1944; Kasthel, Josef 1905-1942; Katt, Josef 1901-1945; Keil, Walter 1922-1941; Keller, Anton 1921-1944; Kepner, Albert 1909-1941; Kesel, Kurt 1912-1941; Kirchheimer, Sally 1878-1943; Klein, Erwin 1919-1944; Kobold, Otto 1916-1944; Kobold, Otto Ludwig Wilhelm 1913-1944; Kögel, Karl Adolf 1922-1942; Kögel, Eugen 1913-1943; Kögel, Wilhelm Adolf 1905-1945; Kolb, Heinz 1914-1945; Krauth, Dr. Otto 1896-1942; Krebs, Karl Waltger 1923-1944; Krist, Josef 1883-1945; Krüger, Otto 1921-1941; Krüger, Helmut 1922-1943; Kuch, Albert, Hans 1911-1943; Künzle, Karl Eduard 1921-1941; Kußmaul, Karl 1909-1944; Lacroix, Walter 1904-1943; Lampert, Helmut 1922-1943; Lang, Emil Karl Heinrich 1913-1942; Lang, Walter 1917-1939; Lang, Werner Hermann Ludwig 1925-1944; Lang, Hans Eberhard 1927-1945; Lang, Adolf 1907-1945; Lansche, Konrad Edwin 1915-1942; Leh, Heinrich 1914-1943; Leibbrand, Walter 1914-1942; Lorenz, Bruno 1925-1945; Maas, Ernst 1917-1945; Männel, Franz 1911-1943; Mayer, Karl 1920-1941; Mayer, Richard 1924-1944; Mayer, Gustav Adolf 1890-1944; Mayer, Erich 1920-1943; Mayer, Gustav 1894-1944; Mannherz, Oskar, 2. Weltkrieg; Marouscheck, Johann 1904-1943; Martin, Herbert 1920-1945; ;athes, Adam 1902-1944; Merz, Robert 1898-1945; Mertz, Alfred 1926-1944; Messerle, Otto 1924-1943; Mößner, Hermann Karl 1908-1943; Mühling, Gustav 1913-1941; Mühling, Friedrich Georg 1908-1942; Müller, Karl Heinrich 1920-1943; Müller, Gerhard 1900-1945; Nagel, Albert 1917-1941; Olscher, Friedrich 1911-1943; Petersohn, Helmut 1913-1943; Petri, Albert 1913-1943; Pfründer, Otto 1912-1942; Pölzer, Hans 1925-1945; Pohlmann, Karl Friedrich 1906-1945; Potyoldy, Josef 1919-1944; Prauschke, Josef 1909-1944; Preusch, Anna 1868-1945; Quenzer, Ernst 1901-1945; Reimold, Ernst 1909-1943; Reiss, Hilda 1898-1942; Reith, Kaspar 1923-1942; Rempp, Helmut 1905-1945; Richter, Anton 1916-1944; Richter, Franz 1920-1944; Ries, Alois 2. Weltkrieg; Ries, Hermann 1906-1943; Reinhard, Margaretha 1909-1945; Röther, Richard Josef 1910-1945; Röther, Lothar August 1922-1943;  Scheppe, Erwin 1907-1943; Schmelcher, Karl Heinrich 1908-1942; Schmelcher, Gustav 1908-1943; Schmidt, Friedrich 1868-1945; Schmitt, Hermann 1909-1944; Schmidt, Fritz 1908-1944; Schmidt, Helmut 1926-1944; Schneider, Karl 1925-1945; Schneider, Heinrich 1905-1943; Schneider, Franz 1902-1943; Schön, Anton 1927-1945; Schulheimer, Max 1891-1944; Schusser, Heinz 1925-1945; Seidl, Rudolf 1912-1943; Seitz, Otto 1910-1942; Semek, Josef 1920-1943; Siegel, Simon 1866-1940; Siegel, Bertha 1873-1941; Sinn, Alfred 1912-1945; Spahn, Heinrich 1919-1945; Spiegel, Ludwig 1890-1945; Spiegel, Ludwig 1914-1942; Spieß, Richard 1914-1945; Staub, Willi im Wehrdienst +; Staub Otto; Stecher, Herbert 1925-1945; Stefan, Valentin 1915-1945; Steibing, Georg 1916-1944; Steiner, Heinz 1927-1945; Stelter, Wilfried 1917-1943; Sternweiler, Jakob 1869-1942; Sternweiler, Liesel 1891-1941; Stier, Heinrich 1907-1945; Stocker, Katharina 1919-1946; Stocker, Martin 1909-1942; Stocker, Martin 1912-1945; Störzinger, Karl 1928-1945; Thomä, Karl Friedrich 1909-1943; Thomä, Friedrich Wilhelm 1909-1945; Tuischer, Johannes, 1912-1947; Ueckert, Reinhard 1913-1941; Veith, Albrecht Richard 1921-1942; Vetter, Gerhard 1914-1944; Vielhauer, Klaus Martin 1919-1940; Vielhauer, Fritz Wilhelm 1927-1945; Vielhauer, Hermann Friedrich 1906-1942; Vollweiler, Heinrich 1919-1944; Vollweiler, Karl 1923-1944; Wächter, Wilhelm 1904-1945; Waidler, Hermann 1919-1945; Waidler, Karl 1911-1944; Wlter, Erwin 1915-1944; Walter, Otto 1925-1944; Walter, Albert 1912-1944; Walz, Willi Emil 1910-1945; Weber, Johann 1923-1943; Weber, Josef 1925-1945; Weigel, Hans 1922-1945; Wenner, Willi 1904-1944; Werner, Hans 1919-1944;  Wickenhäuser, Emil 1921-1941; Wiedemann, August 1909-1943; Wirth, Werner 1915-1940; Wirth, Fritz 1916-1945; Wirth, Kurt 1914-1944; Wölfle, Jakob Eugen 1917-1943; Wölfle, Wilhelm 1909-1945; Zaiß, Friedrich Otto 1902-1945; Zaiß, Berthold Hermann 1915-1943; Zaiß, Lothar 1924-1943; Zaiß, Rolf 1927-1945; Zaiß, Otto 1907-1944; Zaiß, Emil 1908-1945; Zaiß, Emil 1909-1944; Zaiß, Heinrich 1906-1944; Zaiß, Werner 1919-1945; Zimmermann, Erich Adolf, 1914-1941; Zimmermann, Heinz 1928-1942; Zimmermann, Karl 1921-1942; Zimmermann, Heinrich Wilhelm 1921-1944; Zimmermann, Hugo 1908-1943; Zorn, Werner Fritz 1927-1945 33).

 

1935                                     

Katholischer Kindergarten

wird eröffnet 1.1).

 

Die katholische Kirchengemeinde

feiert den 500. Geburtstag ihrer Pfarrkirche v. 20.-22. Juli 1935. 1.1).

 

Heimatmuseum im Pfeifferturm

eröffnet 1.1).

 

Richard Blösch,

Eppinger 5000-m-Läufer, (auch Olympia-Blösch genannt) wird 2. Deutscher Meister und verfehlt die Teilnahme an der Olympiade nur knapp.  Seine Badische Bestleistung in dieser Disziplin bestand bis 1955.  1.1). 20).

 

1936                                     

Olympiade findet in Berlin statt, Winterolympiade in Garmisch Partenkirchen  1.1).

 

Funkausstellung in Berlin 1.1).

 

Besichtigung der „Alten Universität“

durch Festgäste der Universität Heidelberg infolge der 550-Jahr-Feier der Universität Heidelberg 1.1).

 

Eppingen kommt zum neuen Kreis Sinsheim 33).

 

1937-1945 

Bürgermeister ist Karl Zutavern 1.1).

 

1938  

Erster Eppinger Heimattag 6. – 14. August  mit Leistungsschau des Handwerks, Handels und Gewerbes  und Landwirtschaftsschau 1.1). 14)

 

Bis 1938 war Eppingen Sitz eines evangelischen Dekanats 1.1).

 

Die Reichsprogromnacht findet am 9. November 1938 statt.

In ganz Deutschland werden durch die Nationalsozialisten jüdische Bücher und Einrichtungen verbrannt.

Auch die Eppinger Synagoge an der Kaiserstraße. 10).

 

Volksbücherei

wird gegründet am 10. März 1938 1.1.)

 

1939                                     

Der Zweite Weltkrieg beginnt am 1.9.1939 und dauert bis  zum 8. Mai 1945.  

Er stellt bislang den größten militärischen Konflikt in der Geschichte der Menschheit dar.

60 Staaten waren direkt oder indirekt beteiligt.

Über 110 Millionen Menschen standen unter Waffen.

Die Zahl der Kriegstoten liegt zwischen 60 und 70 Millionen Menschen.

Aus Eppingen sterben 294 Soldaten,

aus Adelshofen 62,

aus Elsenz 115,

aus Kleingartach 69,

aus Mühlbach 104,

aus Richen 69

und aus Rohrbach 86. 12.) 27).

 

Eppingen hat 3.416 Einwohner 12.)

Sinsheim hat 3.900 Einwohner  33).