1840                                     

Ein schwerer Hagelschlag ging nieder 1.1).

 

Gründung der Sparkasse Eppingen als Städt. Sparkasse Eppingen.  

Was Behörden für die Entwicklung der allgemeinen Wohlfahrt zu leisten vermögen, zeigte sich, als Oberamtmann Ortallo die Gründung der Städtischen Sparkasse betrieb und an der Spitze dieses Ausschusses, in der außer ihm Amtsarzt Dr. Wilhelm, Amtsrevisor Scholderer und Assessor Ruth gewählt wurden.

Die erste Geldeinlage überbrachte am 21. Juni Antoinette Körner aus Landshausen.  

Die Leiter der Sparkasse in Folge 1840 – 1932:

Scholderer, Niebergall, J. Bickel, G. Weigand, Heinr. Müller, Phil. Schmid).        

Weiterführung als Städtische Sparkasse ab 1891, Umwandlung in Bezirkssparkasse Eppingen am 1.1.1935.

Als Anstalt des öffentlichen Rechts haften für die Verbindlichkeiten der Sparkasse neben ihrem eigenen Vermögen die Stadt Eppingen  sowie die Gemeinden Gemmingen, Ittlingen, Kirchardt und Sulzfeld.

Errichtung eines Hauptstellengebäudes an der Kaiserstraße 1955 1.1).

 

 

Die bekannten Mühlbacher Sandsteinbrüche

waren um 1840 noch an Eppinger Handwerker verpachtet.

Mühlbach gehörte 1372/1546-1810 zum Eppinger Territorium.

Rund sechshundertfünfzig Erwerbstätige aus den umliegenden Dörfern und Mühlbach selbst arbeiteten in den Steinbrüchen.

Man darf sie daher mit Recht als den ältesten Industriezweig ansehen.

Auf einer Fläche von 2 Hektar 67 Ar 43 Quadratmetern übten in den beiden älteren Brüchen zehn,

im Jahr 1864 begonnenen neuen Steinbruch übten weitere  acht Steinhauermeister ihr Gewerbe aus 1.2).

 

1842                                     

Fachwerkhaus Adelshofen, Hilsbacherstraße 13

wurde 1842 in zwei Vollgeschossen massiv gemauert und darauf ein zweigeschossiges Dachgeschoss (Speicher) in Fachwerk gesetzt. 1.8).

 

1843                                    

Gründung des Gesangvereines Eintracht 1.1).

 

1845                                     

Evangelische Kirche Richen wird eingeweiht 12.)

 

Dekan und Stadtpfarrer Karl Mann

(1859-1869) ist Mitbegründer des Diakonissenmutterhauses Nonnenweier. 20).

 

Gründung des Krankenpflegevereines Eppingen. 1.7).

 

Die Gründung der damaligen  Sanitätsabteilung  fand im Gasthaus „Krokodil“

am 17. Februar durch den Kriegerverein statt.

Sie war bald als freiwillige Sanitätskolonne Eppingen selbständig tätig.

Heute nennt sich dieser Verein „Deutsches Rotes Kreuz, Ortsverein Eppingen“ 1.7).

 

1846                                     

Der Gasthof „Krone-Post“ wird erbaut.

Hierüber existiert ein Steindruck von J. Lohmüller.

Von hier betrieb Posthalter Wittmer, Landtagsabgeordneter, Hauptmann und Feuerwehrkommandant die Eppinger Postlinien, auch auf dem Steindruck zu sehen.

Die „Krone-Post“ stellte ein Prominentenhotel dar.

Hier stiegen der Großherzog, Prinzessinnen und hohe Offiziere ab.

Vierzehn Fensterachsen lang, besaß das klassizistische Gebäude eine ungewöhnliche Größe.

Es gehört zu den während der Jahrhundertwende für Eppingen typischen Modellhäusern, von denen hier drei als Geschäftshäuser aneinander gereiht sind.

Das ganze Gebäude wurde 1973 abgerissen, die Brauerei Palmbräu hatte ab dort sein Hauptbüro,

Läden und eine Penthouse-Wohnung eingerichtet 1.1)., 4).

 

Älteste Landwirtschaftsschule Badens

wird in Heidelberg eingerichtet und später,

nach längerem Tauziehen,

1869 nach Eppingen verlegt 1.1)., 4).

 

Die Grenze zwischen Eppingen und Mühlbach

wurde beim Plattenweg 1846 festgelegt, womit die Brüche endgültig an Mühlbach fielen 1.1).

 

Große Brandkatastrophe am 27.9.1846 in der Vorstadt,

dabei werden 31 Gebäude zerstört und es sind 3 Tote zu beklagen.  1.7).

 

Eine Lesegesellschaft wird gegründet,

sie existiert bis 1914 1.6).

 

1846/47                              

Große Hungersnot 1).

 

1847                                     

Großbrand des Hoftheaters am 28.2.1847 in Karlsruhe 1.7).

 

Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Eppingen,

die zweitälteste Wehr im nördlichen Baden.

Anlass dazu waren mit Sicherheit die Brandkatastrophe in Eppingen am 27.9.1846, bei dem 31 Gebäude zerstört wurden und 3 Tote zu beklagen waren sowie der grässliche Brand des Hoftheaters in Karlsruhe am 28.2.1847.

Erste Regelungen in Eppingen über Feuerlöschzwecke kennen wir aus dem Jahre 1566.

1841 wurde die erste Feuerwehr Deutschlands in Meißen gegründet.

Die älteste Wehr im westlichen Deutschland ist Durlach (1846), und mit dem Gründungsjahr 1847 besitzt Eppingen die zweitälteste Feuerwehr Badens 1.7).

 

Zu den verdienstvollen Persönlichkeiten der Stadt

gehören die beiden national-liberalen Abgeordneten der Zweiten Kammer des Großherzoglich-Badischen Landtags Wittmer, Vater und Sohn, Posthalter und Krone-Post-Wirte, bei denen gekrönte und ungekrönte Häupter abstiegen. 

Heinrich-August Wittmer, geb. 24.8.1847, gest. 29.10.1896, verheiratet mit Anna E. Stoll aus Meckesheim, mit der er sechs Kinder hatte.

Nach Annas Tod heiratete er ihre Schwester Eva.

Als Leutnant des Grenadier-Regiments 109 im Siebziger-Krieg leicht verwundet, wurde er zum Ritter des Zähringer Löwen-Ordens I. und II. Klasse ernannt.

Seit 1873 im Bürgerausschuss,

seit 1881 Kreisabgeordneter,

Hauptmann d. Res., 1876-1879,

 Kommandant der Eppinger Feuerwehr,

Mitglied des Badischen und des Deutschen Landwirtschaftsrates,

1883-1896 im Landtag, stieg er zum Präsidenten der II. Kammer auf.

(der bescheidene Titel damals lautete Sekretär).

In Eppingen Freund des Großherzogs genannt, stritt er im Landtag in über siebzig Anträgen für Reformen, wie Aufwerten der Landwirtschaft,

Kreditkassen,

Unfall- und Krankenversicherung,

Zoll- und Steuerfragen,

Straßen- und Eisenbahnwesen

und Verbesserungen für Minderbemittelte. 20).

 

1847/48                              

Große Wirtschaftskrise 1.1).

 

1848                                     

Als Folge der Februarrevolution in Paris 1848

fand in Mannheim noch im gleichen Monat eine stürmische  Bürgerversammlung statt.

Im März setzte eine Volksversammlung in Offenburg einen revolutionären Landesausschuß ein.

Der bewaffnete Zug der Aufständischen unter Führung der Abgeordneten Hecker und Struwe wurden im April und im September 1848 in Südbaden geschlagen 1.1)

 

Märzrevolution

in Deutschland und Österreich. 33).

 

Auch in Sulzfeld geschah ein Volksaufstand.

Eine Abhandlung hierüber findet sich im Band 2 „Rund um den Ottilienberg“, Seiten 160-173  1.2).

 

Deutsche Nationalversammlung in Frankfurt/Main 33).

 

Kommunistisches Mannifest (Marx und Engels) 33).

 

1849                                     

Am 4.5.1849 übernahm die badische Regierung die in der Frankfurter Paulskirche verabschiedete Reichsverfassung.

 

Wiederum in Offenburg haben am 12./13, Mai eine Volksversammlung und ein Kongress der republikanischen Volksvereine das Zeichen zur Revolution gegeben.

 

Auch in Eppingen gab es einen Volksverein,

dem Ratsschreiber Wilhelm August Kirsch vorstand.

 

Am 13. Mai brachen in Karlsruhe Unruhen aus, und der Großherzog musste fliehen.

Am 10. Juli wählte eine verfassungsgebende Versammlung eine neue badische republikanische Regierung.

Die Enttäuschung über die Ergebnisse des Wiener Kongresses, die Folgen der deutschen Kleinstaaterei, die im Südwesten besonders deutlich zu Tage traten, wachsende Bevölkerung und mangelnde Arbeitsplätze, Naturkatastrophen, Hungersnöte und wirtschaftliche Schwierigkeiten, Verschuldung, die Folgen der Ablösung des Zehnten und der Fronlasten, all das führte dazu, dass bei den Liberalen die Radikalen die Oberhand bekamen und der Volkszorn überkochte.

 

Im Amtsbezirk Eppingen bekam Ratsschreiber Wilhelm August Kirsch als Zivilkommissar die Vollzugsgewalt

übertragen, Julius Niebergall, erster Spritzenmeister der Feuerwehr und Hauptmann der Bürgerwehr, wurde am 23. Mai als Bürgermeister-Amtsverweser eingesetzt.

 

Wilhelm Kirsch suchte im Bezirk die Vereidigung auf die neue Reichsverfassung durchzusetzen und ließ die großherzoglichen Beamten des Bezirksamtes, welche dies verweigerten, festsetzen und ordnete an, dass der Dienstverkehr der umliegenden Bürgermeisterämter mit staatlichen Stellen nunmehr über ihn zu laufen hatte.

Außerdem betrieb er die Organisation und Mobilmachung des ersten Aufgebotes der Bürgerwehr und wollte zusammen mit Niebergall der Heilbronner Bürgerwehr zu Hilfe kommen, nach Anforderung von Verstärkung Heilbronn besetzen, um die Revolution in Württemberg ausbreiten zu können.

Niebergall konnte zwar noch den Kaufmann L. Hochstetter verhaften lassen, weil dieser in der „Post“ den Aushang des Treffens bei Waghäusel erzählte.

Aber nach der Niederlage der Aufständischen am 21./21.6.1849 bei Waghäusel – woher der berühmte Spruch : „Sulzfelder mir nach!“ stammt – zogen in der Frühe des 24. Juni die Freischärler ab, und die preußischen Regierungstruppen marschierten ein.

Sie kamen in Rohrbach bei Eppingen gerade recht zur Prozession.

Das Revolutionsliedchen „Hecker, Struve, Zitz und Blum, komm und bring‘ die Preußen um“ wurde dort einem Scherenschleifer beinahe zum Verhängnis.

Dieser aber behauptete, er habe gesungen: „Komm‘ und dreh‘ mein Schleifstein rum“, worauf ihn die Preußen lachend laufen ließen.

 

Am 23.7. kapitulierte die Festung Rastatt,

und am 18.8.1849 kehrte Leopold I. nach Karlsruhe zurück.

 

Die Revolution war aus,

die Verpflegung der Freischärler und das Biwakieren der preußischen Regierungstruppen hatten dem verarmten Land neue Lasten aufgebürdet, und nun kam die Verfolgung der Revolutionäre wegen Hochverrats.

 

Das Großherzoglich Badische Hofgericht des Mittelrheinkreises erkannte 1850 gegen den geflohenen Wilhelm A. Kirsch wegen verübter und erwiesener hochverräterischer Unternehmungen auf eine gemeine Zuchthausstrafe von 8 Jahren oder 5 Jahren und 4 Monaten Einzelhaft.

Der ebenfalls flüchtige Julius Niebergall sollte eine gemeine Zuchthausstrafe von 2 Jahren oder 16 Monaten Einzelhaft erhalten; beide wurden außerdem zum Ersatz des entstandenen Schadens und der Kosten verurteilt.

Das Gerichtsurteil mit seiner Beweisführung und Begründung umfasst zwölf eng beschriebene Seiten.

In Eppingen musste der Gemeinderat über weitere an der Revolution beteiligte 28 Personen berichten, wobei bezeichnenderweise das Vermögen gleich mit angegeben werden musste.

Revolutionsliedchen oder Spottverse auf die Revolution waren durch fliegende Blätter und Bilderbogen weit verbreitet und noch lange im Volk bekannt.

Besonders volkstümlich wurde der Aufständischenführer Friedrich Hecker, wenn auch mitunter mit der Person seines Kollegen Gustav von Struwe vermengt;

beide sind heute noch als „Hecker-Struwe“ ein geflügelter Begriff 1.1).

 

Ab 1849 erschien für das Amt Bretten und Eppingen

der „Kraichgaubote“ (gedruckt und verlegt bei C. Macklot, Karlsruhe).

F. Reuter (Druckerei und Verlag in Eppingen) gab seit 1866 den „Eppinger Volksboten“ heraus, der schließlich 1911 in der 1867 gegründeten „Eppinger Zeitung“ (Verlag und Druckerei Heinrich Luz, Eppingen) aufging. 1.1).

 

Telegraphische Verbindung von Berlin nach Frankfurt Main 33).

 

1850                                     

Im Jahre 1850 bestand bereits ein Sparbuch eines Gewerbevereines, der 1849 gegründet wurde. 

Gründer waren Schlossermeister  Franz Mayer als 1. Vorstand und  Schreinermeister Franz Kupper als 2. Vorstand, den Bürgermeister als Schriftführer und einen Kaufmann als Kassier ausweist.

„Sämtliche hiesige Gewerbetreibende“ sind 1897 dabei.

Als Vorstände wechselten einander ab:

1897 Konrad Wirth, Gerbermeister,

1899 Stadtrechner August Stroh,

1901  Malermeister August Engelhardt,  

ein Zimmermeister, ein Buchbindermeister

und am längsten 1904  Blechnermeister Franz Ihle

und 1920  Sattlermeister Karl Stroh sen.

Mit einem Regierungsbaumeister als Gewerbeschuldirektor und der Lehrerschaft dieser Schule zur Seite, packte der Verein große Aufgaben an.

Trotz Inflation und Auflösung des Bezirksamtes veranstaltete er 1925 die große Elsenz-Gewerbe-Schau als „Eppinger Woche“ und half im Baugebiet „Rot“ die Bautätigkeit anzukurbeln 1.1).

 

1851-1938                          

Als geschätzter Landschaftsmaler tat sich Rudolf Hoffmann 1851- 1938, hervor. 

 

Der Maler aus Leidenschaft hinterließ einen großen Schatz wertvoller Skizzen, Zeichnungen und Aquarelle von Landschaften, Baudenkmälern, Städtebildern aber auch von kleinen Kunstwerken am Wegesrand aus der gesamten oberbadischen Heimat.

Er kam am 19. November 1851 als Sohn des damaligen Forstbeamten Ludwig Hermann Hoffmann zur Welt.

Nach dem Studium der Architektur leitete er von 1894 bis 1919 als Oberbaurat das staatliche Hochbauamt in Offenburg.

Neben dieser Tätigkeit galt seine ganze Liebe der Denkmalpflege und der Malerei, so daß sein Werk heute eine wertvolle Quelle der Volkskunst und Kunstgeschichte darstellt.

Er starb im hohen Alter von 87 Jahren am 7. November in Karlsruhe.  31).

 

1852                              

Großherzog Friedrich I.

übernimmt am 15. September  die Regentschaft für seinen erkrankten Bruder (bis 1907).

Seine Jahreseckpunkte sind wie folgt:  Geb. 1826, gestorben 1897, 71-jährig.

Erst Prinzregent, dann Großherzog.

Er heiratet 14 Tage später die Prinzessin Luise von Preußen, die Tochter des späteren deutschen Kaisers Wilhelm I.

Friedrich I. war später an der deutschen Einigung wesentlich beteiligt und war zusammen mit Großherzogin Luise vielen älteren Eppingern bekannt und in guter Erinnerung.

 

Er ruft 1871 in Versailles den preußischen König zum deutschen Kaiser Wilhelm I. aus.    1.1). 20).

 

Eine Kleinkinderbewahranstalt wird am 15. Mai 1852 eröffnet.

Es ist im Haus des Kirchengemeinderates Schmiedemeister Johannes Ebert in der Bahnhofstraße 2.

Die Kindergartenschwestern stellt das Diakonissenmutterhaus Nonnenweier. 20).

 

1853                                     

Der Kirchenkampf bricht in Baden aus.

Er wurde 1860 mit der gesetzlichen Regelung des Verhältnisses der Kirche zum Staat beigelegt. 1.3).

 

1853-1944                          

Gustav Rupp

– ein Pionier auf dem Gebiet der Lebensmittelchemie aus Rohrbach gehört zu den bedeutendsten Gestalten, die Rohrbach a.G. hervorgebracht hat      1.2).

 

1854                                     

Erst allmählich erholte sich das Land im Verlauf des 18. Jahrhunderts.

 

Wachsender Bevölkerungsdruck infolge höherer Geburtenrate bei sinkender Kindersterblichkeit und wirtschaftlicher Not der meist kleinbäuerlichen Familien zwangen damals viele Bewohner, als Auswanderer ihr Glück in Nordamerika, in den von den Türken zurückeroberten Donaugebieten oder in Südrußland zu suchen.  25).

 

Die Auswanderung erschien vielen im Notstand wegen Armut und Hungersnot vor, während und nach der Revolution, ein Rettungsanker zu sein.

Sie hatten das Paradies in den Köpfen, obwohl die Ausreise eine Fahrt ins Ungewisse bedeutete.

 

Auf dem Höhepunkt der Auswanderungsbewegung im Sommer 1854 übernahm die Stadt Eppingen für „150 Personen jedes Alters und Geschlechts“ die Kosten der Beförderung von Antwerpen nach New Orleans.   

 

Auch die Witwe des 1851 verstorbenen Kürschnermeisters Leopold Kobold, Elisabeth geb. Frey, verließ in diesem Jahr zusammen mit ihrem Sohn Leopold ihre Heimatstadt für immer.

Sie folgte damit ihrem ältesten Sohn Johannes, der schon früher ausgewandert war.

Allerdings waren diese Auswanderer „wohlhabend“, sie fuhren auf eigene Kosten nach Amerika, nachdem sie in Eppingen alle Grundstücke und ihr Haus in der Altstadtstraße verkauft hatten.

Sie reisten damals weiter nach Winnipeg in Kanada, Leopold Kobold gründete dort eine Fleischfabrik.

In der Mitte Kanadas boomte es damals regelrecht, da gerade der Bau der Eisenbahnlinie vom Osten Kanadas nach Westen, die Stadt Winnipeg tangentierte.

Leopold war einer der zehn berühmtesten Bürger Winnipegs.

Er war der erste Präsident des dort neu, auch mit seiner Hilfe, gegründeten „Rotary-Club“ und einer der zehn angesehensten Bürger Winnipegs.

Ihre Nachfahren leben heute noch in Kanada und pflegen die Kontakte zu den in Eppingen lebenden Verwandten Jürgen und Edith Kobold sowie Gerlinde Kobold-Berenbold und ihrer Familie in Ravensburg.  

Im September 2011 wurde die im Besitz der Auswanderer befindliche, inzwischen 215 Jahre alte, Familienbibel nach 157 Jahren in das Heimatmuseum in der „Alten Universität“ zum ständigen Verbleib verbracht.

Dies tat die Urenkelin des Auswanderers Leopold Kobold, Lynne Kobold-Palser aus Winnipeg, inzwischen  inVictoria,  Vancouver Island lebend.

Inzwischen ist eine „Auswanderungsecke“ in der "Alten Universität"  eingerichtet 1.4) 7) JK).   

 

J. Lohmüller erstellt eine Litographie von Eppingen,

diese ähnelt dem Merian-Stich von 1645 sehr 1.1).

 

1856                                     

Zylinderhof wird erbaut; ältestes Eppinger Frabrikgebäude,

(Zuckerrübensammelstelle, dann Cichoriendarre) 

       

Die Schwarzwaldbahn mit 40 Tunnels wird fertig 33).

 

1856-1933                          

Konrad Metzger

(1856-1933) war Küfer und Bierbrauer und hatte eine Weinhandlung.

Von 1891 bis 1897 gehörte ihm das „Lamm“.

Im Aufsichtsrat des Vorschußvereins, der heutigen Volksbank, saß er seit 1896, später wurde Metzger Direktor des Bankinstituts. Dieses Amt hatte er bis 1928 inne.  30).

 

1857                                     

Rudolf Hoffmann wird geboren,

später Bad. Baurat und Denkmalpfleger 20).

 

1857/1858                         

Das glücklichste Jahr für die Steuerzahler war 1857/58,

die 673 Gemeindebürger brauchten keine Umlage an die Stadtkasse zahlen. 20).

 

1858                                     

Ein Blitzschlag setzt die Altstädter Kirche in Brand,

die neu installierte Feuerwehr kann sich gut bewähren 1.1).

 

1859                                     

Amtsgefängnis erbaut,

darin ist heute Feuerwehrgerätehaus 1.1).

 

Frauenverein im Juni in Eppingen gegründet 1.7).