18. Jahrhundert 1700 – 1799


1700                                     

Fachwerkhaus Brettenerstraße 15  erbaut.

Es ist das Haus Zutavern.

Nach dem zweiten Weltkrieg wurde es abgerissen und ein modernes Geschäftshaus erstellt.

Wertvolle Fachwerkteile befinden sich im Fachwerkmuseum „Alte Universität“ 1.8)

 

1701                                     

Spanischer Erbfolgekrieg  33).

 

1705                                     

Religionsdeklaration

durch Kurfürst Johann-Philipp (Nebeneinander von Reformierten, Lutheranern und Katholiken. 33).

 

1707                                     

Fachwerkhaus Brettenerstraße 22  

(wurde 1707 erbaut).

Es ist das Haus Hagenbuch. 1.8)

 

Den Reformierten in Eppingen

wird das Langhaus in der Altstadtkirche zugewiesen, den Katholiken der Chor;

Turm und Glocken sind gemeinsam.

Zwischen Langhaus und Chor wird eine Mauer errichtet (ähnlich wie in der Heiliggeistkirche in Heidelberg). 33).

 

1708                                     

Fachwerkhaus Elsenz, Sinsheimerstraße 1,

wurde 1708, in der Barockzeit,  erbaut.

am Kopf des südöstlichen Eckpfostens wurde diese Jahreszahl und das Signum „H. W. H.“ bestätigt.  1.8).

 

1712                                     

Fachwerkaus Zunfthausgasse 1, Anwaltshaus,

erbaut durch Anwalt Peter Wanemann und Zimmermeister Jacob Gugenmus. 1.8)

 

1715                                     

Fachwerkhaus Metzgergasse 5. 

Von Gugenmus erbautes einfaches Fachwerkhaus mit Spruchband   1.8)

 

Tod von Ludwig dem XIV., dem Sonnenkönig 33).

 

1719                                     

Fachwerkhaus Altstadtstraße 24

wird 1719 erbaut durch Joh. Michael Raußmüller.  

Zu dessen Familie gehörten der spätere Bürgermeister Raußmüller und der Heimatdichter Johannes Kleinheins.

Damals wurde in dem Anwesen, wie in noch sechs anderen Eppinger Wirtschaften, eine kleine Brauerei betrieben.

Heute befindet sich die Gaststätte „Zum Eichbaum“ darin. 1.4).  21)., 4).

 

1720                                     

Kurfürst Karl Philipp verlegt die pfälzische Residenz von Heidelberg nach Mannheim. 33).

 

1725                                     

Fachwerkhaus Kettengasse 2 erbaut. 1.8)

 

1729                                     

Ein Gemarkungs-Grenz-Atlas  aus dem Jahr 1729

existiert und zeigt das alte markgräflich-badische Wappen aus der Zeit vor 1462.

Im übrigen zeigt der Atlas auf 67 Bildern den genauen Grenzverlauf aus dem Jahre 1729.

Die Grenzziehung umfaßt nach damaliger Rechnung 6.504 Ruthen und 12 Schuhe.

In der figurierten Grenzbescheibung der Gemarkung Eppingen ist auch ein Blatt enthalten, das die Zusammensetzung des „Stadtregimentes“ von Eppingen, die „Churpfälzischen Bedienten“ aus damaliger Zeit wiedergibt.  1.1).

 

1730                                     

Fluchtversuch des späteren Königs von Preußen, Friedrich der II. in Steinsfurt (Lerchennest) 33).

 

1731                                     

Alte Synagoge, Küfergasse wird als Fachwerkhaus erbaut,

und diente spätestens seit 1772 bis 1873 der jüdischen Gemeinde als Synagoge.

Kostbare Überbleibsel aus der jüdischen Geschichte dieses Hauses sind der sichtbare Mesusaschlitz am rechten Türpfosten, und als Kleinod der wunderbare Hochzeitsstein.

Im Keller befindet sich eine „Mikwe“, Jordanbad genannt, ein jüdisches rituelles Bad aus dem 16. Jahrhundert. 1.8). 29).

 

1742 

Posthalterpatent für eine Poststation wird am 3. Juli 1742 durch Alexander Ferdinand, Reichsfürst von Thurn und Taxis, dem Ochsenwirt Johann Jakob Raußmüller in Eppingen erteilt. 1.8)

 

1743                                     

Carl Theodor wird Kurfürst von der Pfalz, bis 1799 33).

 

1744-1811                          

Johann Christian Kuhmann, „der Französische Reichsbaron“

wurde am 14.5.1744 in Rohrbach a.G. geboren.

Er trat 1764 in das Infanterieregiment Elsaß der französischen Armee ein und kämpfte erfolgreich und hoch dekoriert an verschiedenen Kriegsschauplätzen.

Er wurde am 15.8.1810 von Napoleon zum französischen Reichsbaron ernannt.

Er starb am 18. Januar 1811 hochdekoriert 1.2).

 

1748                                     

Erbauung eines giebelständigen Fachwerkhauses

mit einem schön gegliederten Torbogen in der heutigen Brettenerstraße 32.

Darin befand sich in den 1950er-Jahren bis Ende 1990 eine Schmiede (Emmerich), dann Umbau der unteren Etage zu einem Ladengeschäft, darin war bis 2012 ein Buchhandel angesiedelt.

Heute befindet sich das Büro der Stadtwerke Eppingen in diesem Gebäude. 3), 1.8), 10).

 

Fachwerkhaus Brettener Straße 8

wird 1748 erbaut (Haus Girr).

Es ist noch nicht freigelegt.  1.8)

 

1750                                     

Fachwerkhaus Altstadtstraße 16

es ist zweigeschossig und erheblich jünger als sein Nachbarhaus Nr. 14.  

Sein Fachwerkgiebel stammt vom Wiederaufbau nach einem Brand. Es wurde zeitweise von einer Kobold-Familie bewohnt. 1.4). 1.8)

 

Fachwerkhaus Altstadtstraße 17,

das „Kleine Baumann’sche Haus“, wird im 18. Jahrhundert erbaut.

Hinter der Universität, duckt sich dieses Haus in einfacherem Fachwerk mit Kantenschnitten an der Stockschwelle.

Die Familie Baumann kommt aus dem großen „Baumann’schen Haus“, das seit 1913 der Stadt Eppingen gehört.

Es ist heute auch das „Kleine Museum“.  21).  1.4), 1.8). 1.3).

 

Fachwerkhaus Altstadtstraße 18,

wird im 18. Jahrhundert erbaut.

Früher ein landwirtschaftliches Anwesen, jetzt ein Handwerkerbetrieb neben der Einfahrt, im Obergeschoss zwei Wohnungen.

Die Dachform mit einem schönen massiven Bohlengesims deutet auf das 18. Jahrhundert, das darunter liegende Holzwerk stammt jedoch noch aus älteren Zeiten.

Als Kuriosum ist an der Hofecke der Einfahrt ein großer Pfosten mit Bug – als Bug bezeichnet der Zimmermann das Kopfband am oberen Ende des Pfostens zur Versteifund mit dem darüberliegenden Balken – in einem Stück aus dem Stamm gehauen zu sehen. Eine gedrechselte Holzsäule des Obergeschosses ist inzwischen in die „Heimatstube“ gewandert. 18).

 

Fachwerkhaus Altstadtstraße 19

wird im 18. Jahrhundert erbaut.

Es hat im oberen Teil drei runde farbige Scheiben mit Schnitzereien.

Das Haus wurde durch die Heimatfreunde Eppingen in den 90-er-Jahren freigelegt und komplett renoviert.

 Rechts davon, nach der Kurve, befindet sich ein Seitenanbau eines großen, 1591 errichteten Hauses.

Es hat einen geschnitzten, reich verzierten Eckpfosten.      1.4). . 18).

 

Fachwerkhaus Linsenviertel 3, Altes Spital wird erbaut.

Später als Armenhaus Verwendung.

Jetzt als Mehrfamilienhaus Verwendung. 29).

 

Fachwerkhaus Badgasse 16,

Wohnstallscheunenhaus aus dem 18. Jahrhundert.

Wurde 1979 abgerissen.  1.8)

 

Die Bürger, die im 18. Jahrhundert dem Stadtgericht angehörten, beschafften sich wohl alle ein „Bürgersiegel“.

Sie wurden öfters bei Errichtung von Testamenten als Zeugen berufen und drückten neben ihrer Unterschrift ihr Siegel in schwarzen oder roten Siegellack. 1.1).

 

Der Eppinger Marktplatzbrunnen,

ein Rohrbrunnen,  ist um 1750 „eingegangen“.

Als der Marktplatz 2009 neu renoviert der Bevölkerung übergeben wurde, wurde auch der Brunnen zuvor gefunden und rekonstruiert  1.2).

 

1751                                     

Das Heidelberger Faß wird gebaut;

das Holz stammt aus dem Eppinger Wald. 33)., 1.2).     

 

1752                                     

Hofgerichtsordnung eingeführt  

für Baden durch Markgraf Carl Friedrich von Baden (seit 1746) 1.1).

 

Philipp Nikolaus Müller (1752 bis 1829)

war von 1778 an Diakon in Eppingen, dann Pfarrer in Mühlbach und zugleich Rektor der Lateinschule Eppingen.

1807 reformierter Geistlicher im Zentralort und ab 1808 auch Dekan des Kirchenbezirks Bretten und Kirchenrat.

1819 wurde er als religionspädagogischer Fachmann zusammen mit drei anderen Dekanen beauftragt, ein gemeinsames Lehrbuch (Kathechismus) zu erarbeiten.

Müller war auch Mitglied der Provinzial-Synode in Sinsheim, die 1820 die Einführung der Union in Baden beschloß.

Es ist überhaupt bemerkenswert, daß entscheidende Impulse zur Vereinigung der evangelischen Kirchen aus der Pfarrerschaft des Kraichgaus kamen. 30).

 

Fachwerkhaus Ittlingen, Hauptstraße 184,

das Schwalbenhaus wurde 1752 erbaut.

Im Sturz der Haustüre sind die Initialen MR und die Jahreszahl angebracht.

Es ist zwar nicht das älteste Haus im älteren Teil des schon 774 als Uckelingen in den Urkunden erscheinenden Dorfes, aber nun das schönste. 1.8).

 

1755                                     

Fachwerkhaus Elsenz, Eppinger Straße 7,

wurde 1755 erbaut.

Das Mansardendach der Scheune ist einmalig, die Rauten und K-Streben im Fachwerk können das Entstehen 1755 im Barock nicht verleugnen.  1.8).

 

Fachwerkhaus Gemmingen, Stettener Straße 1,

wird um die Barockzeit (17559 erbaut.

Es ist das als Schafstall und Zehntscheuer des Freiherrn von Gemmingen erbaute Haus. 

Die beiden eingemauerten Brunnenfratzen wurden ersetzt durch Repliken, die Originale wurden dem Fachwerkmuseum Eppingen gestiftet.  1.8).

 

Fachwerkhaus Stebbach, Schulstraße 4,

das ehemalige Rathaus von Stebbach, von den Alten noch „Buhl’sches Haus“ genannt, wurde 1755 erbaut.

Inschriften:

„Baumeister Johan Christoph Feihl von Stetten, Anno 1755“. Ist dieses Rathaus Erbaut zu der Zeit ist Schultheiß gewesen Johan Jacob Lortz. Die Gemein ist zu 60. Bürger bestanden“, Wappen und „BM. JACOB. BRIAN.“

Sie bezeugen eindeutig das Entstehen und den ehemaligen Verwendungszweck dieses Hauses und künden von Stebbachern Geschlechtern.

Es ist eines der wenigen Kulturdenkmale des Ortes, die dem Abbruch im Zuge der Mustersanierung entgangen sind.  1.8).

 

Ein Erdbeben zerstört Lissabon 33).

 

1756                                     

Der Siebenjährige Krieg beginnt.  33).

 

1758                                     

Brandversicherungsanstalt eingeführt für Baden

durch Markgraf Carl Friedrich von Baden (seit 1746) ) 1.2).

 

1762                                     

Johann Matthias Schember (1762-1806) 

ist lutherischer Pfarrer in Eppingen seit 1799, setzte sich ebenfalls in einer Schrift „Über Vereinigung der beiden protestantischen Konfessionen in den badischen Gesamtlanden“ (1803) für die Kirchenunion ein.

Diese wurde 1821 verwirklicht. 30).

 

1765     

Wahrscheinliches Gründungsjahr der Raußmühle,

zumindest ist diese Jahreszahl am Mühleneingang angebracht 1.3).             

Die einzigartig erhaltene historische Raußmühle, die erstmals 1334 erwähnt wurde und deren heutige U-förmige Mühlenanlage aus der Barockzeit stammt, stellt die Verbindung mit ihrer Lage in der Landschaft bei Eppingen ein erstklassiges Kulturdenkmal dar. 25). 

Sie trägt das Prädikat „Europäisches Kulturerbe“.        

In der Mühle wurde bis 1964 noch gemahlen und Mehl erzeugt, durch den Müller Jandl.

 1968 endeten die Wasserrechte.  25).     

Der heutige Besitzer,  Frank Dähling ist Ethnologe.

Seit 1975 erhält und bewirtschaftet er die Hofanlage aus dem 14. Jahrhundert und hat Ausstellungen entwickelt.

Die bäuerliche Alltagskultur dem Vergessen zu entreißen ohne sie zu verklären ist sein Ziel.

Alte Ackergeräte, eine mittelalterliche Rauchküche aber auch Gegenstände, denen eine gewaltige Magie zugeschrieben wurde, spiegeln eine fremd gewordene Gesellschaft wider.

Schmalzbrot und Most gibt es nach seinen Führungen durchs Museum und über das Gelände. 24).

 

1766-1803                          

Christian Wilhelm Koester

amtierte von 1794 bis zu seinem Tode als lutherischer Pfarrer in Eppingen.

Neben einigen weiteren theologischen Schriften und einem posthum herausgegebenen Gedichtband schrieb er 1798 „Briefe über die projektierte Religionsvereinigung der beiden protestantischen Parteien in der Unterpfalz“, in denen er mit großem Weitblick die Union der evangelischen Kirchen forderte.  30).

 

1767                                     

Abschaffung der Folter

durch Markgraf Carl Friedrich von Baden (seit 1746) 3).

 

1768                                     

Erstes Lehrerseminar

eingeführt  für Baden durch Markgraf Carl Friedrich von Baden (seit 1746) 3).

 

1770                                     

Fachwerkhaus Altstadtstraße 28 erbaut.  

An der Ecke eines Gässchens zur Kettengasse stehend.

Das zweigeschossige Wohnhaus verfügt über ein massives Erdgeschoss, auf dem das Fachwerkgeschoss sitzt, über dem ohne Vorkragung das Speicherfachwerk und ein Halbwalm kommen.

Zum Gässchen hin befindet sich eine rundbogige, zweiflügelige Kellertüre.

Im Erdgeschoss  links war früher ein Molkereigeschäft untergebracht  1.8).

 

Fachwerkhaus Altstadtstraße 28a.

Es ist die Scheune zum Haus 28 und wurde im selben Jahr erbaut.

 

1772                                     

Fachwerkhaus Kettengasse 5

wird 1772 in barocker Bauweise errichtet.

Es steht in der sogenannten „Dreistilecke“, weil dort mit Haus Kettengasse 6 und 9 Häuser im alemannischen und fränkischen Stil erbaut wurden.  29).

 

1777                                     

James Watt baut die erste Dampfmaschine in England.

Es ist am Beginn des Industriezeitalters. 33).

 

Carl Theodor wird auch Kurfürst von Bayern und verlegt seine Residenz von Mannheim nach München. 33).

 

1778                                     

Fachwerkhaus, Sulzfeld, Hauptstraße 35,

wird erbaut.

Im Türsturz ist die Jahreszahl 1778 eingehauen.

Die Fenster sind in barocken Fesnsterumrahmungen aus Sandstein, das Haus hat eine sehr schöne Rokoko-Haustüre.   1.8)

 

Erbauung des „Schwånewärts Wengerthaisle“

im Gewann „Behälter“ (Bienhälde)  im schmucken Barock mit Werkstein,  Eck-Pilastern und –Gesims, Zeltdach, Innenschriftstein, gewölbter Keller.

An den Eck-Pilastern sind nach Süden hin 2 Schweinsköpfe angebracht, an der Südseite sind die Insignien eines Schreiners und die Inschrift 1778 zu sehen.

Es soll der Sage nach, unter dem Häuschen ein unterirdischer Gang zur Ravensburg und zum Ottilienberg beginnen.

Heute ist lediglich im Keller ein ehemaliger Ausgang nach Norden zu sehen, der evtl. zu einem, in den Berg getriebenen Keller führte, im Erdreich sind dicke Wurzeln der nahestehenden Bäume zu erkennen.

Es ist nicht bekannt, wer das Häuschen erbaut hat, evtl. ein Schreinermeister wegen der Insignien,  der vielleicht später an den „Schwanenwirt“ (welchen) das Häuschen verkauft hat.

Dieser hat evtl. die Schweinsköpfe, als Zeichen seiner Zunft (Metzger), an den südlichen Eck-Pilastern anbringen lassen.

Ein Bild von 1971 zeigt, daß an der Südseite ein Ausgang aus dem Keller ins Freie war, der jedoch später mit einer Betonwand, evtl. zur Sicherung des inzwischen marode gewordenen Gebäudes, verschlossen wurde.

Auch wurde das Häuschen nach 1971 mit einem Rauhputz versehen.

Über der Eingangstür ist evtl. ein Wappen gewesen, das durch Meiselarbeit vermutlich unkenntlich gemacht wurde.

Vermutlich gehörte zu dem Häuschen damals eine sehr große Weinbergfläche (heute nur noch 22 ar),

was auch auf einen gewissen Reichtum des Erbauers schließen lässt.   4)., 12.)

 

1779                                     

Gründung eines Haushalts- und Baustoffgeschäftes

in der Altstadtstraße gegenüber dem Pfeifferturm.

Früher hieß der Inhaber Heinsheimer, dann Hiltwein, später Hochstetter, dann wurde das Geschäft 1973 als solches geschlossen und eine Gastwirtschaft (Turmschenke)  darin untergebracht 3).

 

Das Fachwerkhaus Cafe Schäfer

wird erbaut.

Es steht rechts vom Rathaus am Marktplatz und läßt mit seinem ganz anders geratenen Äußeren die wuchtige Größe des Rathauses erst richtig in Erscheinung treten.

Das Dach ist als Mansarddach, mitunter auch französicher Dachstuhl genannt, ausgeführt. 21).

 

1780                                     

Tod der österreichischen Kaiserin Maria Theresia            33).

 

1781/1784                         

Erbauung des Amtshauses in der Brettener Straße 57

durch den Hofkammerrat und Stadtschultheiß Erkenbrecht im Barockstil, unmittelbar vor dem Vorstädter Tor.

Von ihm ging es 1812 an Pfarrer und Lateinschulrektor Ziegler über.

Die Stadt erwarb es im Jahre 1814, um dem Staat hier das Einrichten des Großherzoglich Badischen Bezirksamtes zu ermöglichen. Hier residierten nacheinander zweiundzwanzig Oberamtmänner bis zum Jahre 1924, danach als Forstamt.  

Sieht man von den 1848er Revolutionären Engelwirt Franz L. Bitterich, Schreiner Chr. Wieser und Ratsschreiber August W. Kirsch (der als Zivilkommissar zu den führenden Köpfen der Revolution aufstieg) ab, wird der Oberamtmann ein angenehmes Regieren gehabt haben.

Wir erfahren, dass die Bewohner des Bezirks ordentlich waren: Wein, Obstwein und Bier als gewöhnliche Getränke hatten, und Branntwein weniger gebraucht wurde.

Die Meinung eines Bauern zur Revolution lautete:

„Doo bin iih  aa defoor, wånn numme unserm Großherzog nix bassiert“.

Heute befindet sich das Landespolizeirevier in dem Gebäude.  3). , 29)., 4).

 

1783                                     

Die Leibeigenschaft in Baden wird aufgehoben

durch Markgraf Carl Friedrich von Baden (seit 1746).

In Württemberg geschah dies erst 1818,

in Frankreich 1789,

in Preußen ab 1799,

in Österreich 1781 1.8).

 

England erkennt die Unabhängigkeit der Vereinigten Staaten von Amerika an. 33).

 

Fachwerkhaus Brettener Straße 38 erbaut.

Ein Landwirt und ein Schmied bauen ihr Doppelhaus in der Brettener Straße 38  vor das Vorstädter Tor 3).

Es ist das älteste Modellhaus in der Stadt (Barock).

Es ist noch nicht freigelegt.  1.8), 4).

 

1784                                     

Fachwerkhaus Rappenauerstraße 13,

erbaut, am Färberbuckel.

Auf der verwaschenen Putzfassade schien noch schwach die Inschrift „Färberei Heinrich Gebhard“ durch.

Er hatte dort eine Färberei betrieben.  1.8).    

  

1785                                     

Fackwerkhaus Adelshofenerstr. 2

wird 1785 erbaut. 1.4)., 1.8).

Es war eine nächste Baulichkeit, die außerhalb der Stadtmauern entstand mit dem Anwesen Adelshofer Straße 2 /Rappenauerstraße, Fachwerkhaus Petri  3).

Es war eine ehemalige Färberei am „Färberbuckel“, durch Heinrich Gebhard betrieben, 1928 kaufte es Bäckermeister Petri und siedelte seine Bäckerei dort an. 1.8).

 

Fachwerkhaus Adelshofenerstraße 8,

erbaut 1785, einst Wohnhaus des Bürgermeisters Ph. Vielhauer (1894-1903) und Geburtshaus des Missionars und Übersetzers der Bali-Bibel Adolf Vielhauer (1880-1961).

1997/98 wurde durch den Besitzer Klaus Doll,  aus dem Bauernhof ein Wohnhof durch Umbau geschaffen.

 Fachwerk ist nur im Hinteren, ehemaligen Scheunenteil zu sehen.  1.8).

 

1786                                     

Tod des preußischen Königs Friedrich der II.  33).

 

1787                                                 

Eine Apotheke gegenüber dem Amtshaus

und ein barocker Modellhaushof (1798), Rappenauerstraße 11 (abgerissen in den 70er Jahren zugunsten der Brauerei Zorn) entstehen v o r den Stadtmauern 1.3).

 

1789                                     

Die Leibeigenschaft in Frankreich wird aufgehoben 33).

 

Beginn der Französischen Revolution „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“. 33).

1789/90 

                             

Katholische Pfarrkirche St. Valentin in Rohrbach wird erbaut 12.

 

1792                                     

Kanonade von Valmy (Goethe), die Revoutionsheere siegen; die Zvilehe wird in Frankreich eingeführt. 33).