11. Jahrhundert  ( 1 000 – 1 099)


Um 900 – 1200:

Adelsfamilien der Salier, Welfen und Zähringer kämpfen um die Macht.

 

Um 1000 bis1100

Deutsche Klosterreform (Cluny), viele Klostergründungen.

 

1078  – 1218

Herzogliche Linie der Zähringer

 

1079                  

Fürsten, Städte,  Bettelorden 

 

1000                                     

Der Sohn Erik des Roten, Leif Eriksson entdeckt um 1000 die Nordküste von Nord-Amerika (Vinland).

Beider Leben und Schicksale behandelt die „Eiriks sagarauda“ Ende des 13. Jahrhunderts.  26).

 

1002 – 1024    

Heinrich II. 

Er ist der Enkel eines Bruders Ottos des Großen (Heinrich von Bayern) und selbst Herzog von Bayern.

Letzter König der sächsischen Dynastie, festigt wieder die Macht des Reiches und kämpft erfolgreich in Unteritalien gegen die Byzantiner.

Der Osten ist verloren.

Polen wird ein großes Reich, Ungarn ist selbständiges Königreich.

Nach seinem Tode wird Heinrich in seiner Lieblingsstiftung, dem „Bamberger Dom“ beigesetzt.

Später werden er und seine Gattin Kunigunde heiliggesprochen.  26).

 

Abendländischer Kulturbeginn

In dieser Zeit der Kämpfe und Kriege ist das Wirken der Mönche als über den Horizont hinausschauend zu bezeichnen. 

Sie predigen nicht nur an der hohen Warte aus, sondern sie leben mit den Menschen und nehmen sich ihrer Unterrichtung und Bildung an.

Die Mönche überzeugen die streitbare Umwelt durch ihre Lebensführung in Arbeit und Gebet.

Sie roden die Wälder und bebauen das Land.

Sie werden praktisch zu Facharbeitern auf allen Gebieten.

In den mittelalterlichen Handschriften blüht die Buchmalerei, sie zeigt uns in ihren Emblemen, mit was sich die Mönche allumfassend beschäftigt haben.

Besonders die Initialien werden mit den Vorstellungen des geistlichen und weltlichen Lebens reichlich verziert.

Sie retten das antike Geisteserbe durch das finstere Mittelalter.

Klosterschulen  entstehen in St. Gallen, Reichenau, fulda und Corvey.

Domschulen werden gegründet in Mainz, Münster, Paderborn, Magdeburg, Osnabrück und Hildesheim, das wie Gernrode einen Höhepunkt ottonischer Baukunst repräsentiert. 

In Männer- und Frauenklöstern lehren Äbte und Äbtissinen, wie z.B. Hildegard von Bingen und Roswitha von Gandersheim,  das christliche Leben.    26).

 

1013 – 1042

Die Dänenkönige beherrschen ganz England, auch ein Teil von Irland (Dublin) ist in ihrem Besitz. .   26).

 

1024-1039 

Kaiser Konrad II. (Salier).

Aufstieg des Rittertums.

Sohn des Herzogs von Franken, wird von der Mehrheit der deutschen Stammesfürsten unter Zustimmung des versammelten Volkes in der Rheinebene bei Kamba gegenüber von Oppenheim gewählt.

Er erbt 1032 das Königreich Burgund.

Das Reich besteht nun aus 3 Teilen: Deutschland, Italien und Burgund. 26).

Wasser- und Höhenburgen.

Wappen, Turniere, Minnesang, Verehrung der Frau, „Ritterlichkeit“ und Marienkult.

Baukunst: Romanik.  28).

 

1030 – 1061 

Der Dom zu Speyer wird gebaut,

eine romanische Basilika, der erste der drei großen Kaiserdome (Speyer, Worms, Mainz).

Er wird die Grablege der Salier. 26).

 

1039 - 1056 

Heinrich III.  

Der Sohn Konrads hält Kirche und Staat mit starker Hand zusammen.

Er ist der Vorkämpfer der cluniazensischen Kirchenreform.

Cluny, ein Kloster in Burgund, wendet sich gegen Pristerehe, geistlichen Ämterkauf und Besetzung geistlicher Ämter durch Laien. 26).

 

1056 – 1106

Heinrich IV.  Sohn Heinrichs III.

Die große Auseinandersetzung um die Einsetzung (Investitur) der Bischöfe bricht aus.

Bisher von den Kaisern vorgenommen, jetzt von Papst Gregor VII. beansprucht:

Heinrich wird von Gregor in Bann getan.

Um seine Krone zu retten, muss er sich im demütigen Gang nach Canossa 1077 unterwerfen.

Aber schon 1081 belagert Heinrich den Papst in Rom, der von den Normannen Süditaliens gerettet wird.

In Deutschland steht Heinrich im Bürgerkrieg gegen den Gegenkönig Rudolf von Schwaben.

Heinrich IV. stirbt während des Krieges mit seinem aufständischen Sohn Heinrich V.

Er wird nach seinem Tod vom Kirchenbann erlöst (1111) und kann nun im Dom von Speyer begraben werden. 26).

 

1066  

Von der Normandie aus unterwirft Wilhelm  der Eroberer 1066 England (in der Schlacht bei Hastings Sieg über den Engländer Harold II.) 

In Bayeux gibt es noch heute neben dem „Calvados“ den um die 50 Meter langen, gestickten, kostbaren Teppich aus dem 11. Jahrhundert, der die Eroberung Englands zeigt.

Zur gleichen Zeit gründen französische Normannen das Reich Neapel – Sizilien.

Diese Normannenreiche sind die am straffsten durchgebildeten Staatswesen ihrer Zeit.   26).    

                    

1 079 – 1105

Herzog Friedrich I. von Schwaben (Staufer). 28).

 

ab 1081 

Grafen von Württemberg. Bürgerliche Reformbewegung. Bettelorden.   28).

 

ab 1096 

Kreuzzüge in das Heilige Land. Erweiterung des Horizonts.

Blüte der Dichtung.   28).

 

1098

Gründung des Zisterzienserordens

Strenge Klosterzucht.

Klostergründungen.

Die neuen Klöster der Zisterzienser, Prämonstratenser und Augustiner werden zu Keimzellen der Kultur.

Klösterliche landwirtschaft. Weinau.

Baukunst: Gotik     28).