Stadtgeschichte kompakt

Basisdaten der Stadt Eppingen vom 31. Dezember 2013, gemäß Web-Seite der Stadt Eppingen:

 

Bundesland: Baden Württemberg

Regierungsbezirk: Stuttgart

Landkreis: Heilbronn

Höhe: 199 m ü.NHN

Fläche 88,59 qkm

Einwohner 20.919 (31.12.13, Volkszählung)

Bevölkerungsdichte 236 Einwohner je qkm

Postleitzahl 75031

Vorwahlen 07262, 07260, 07138

Kfz-Kennzeichen HN

Gemeindeschlüssel 08 1 25 026

Stadtgliederung: Kernstadt und 6 Stadtteile

Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 1, 75031 Eppingen

Webpräsenz: www.eppingen.de (http://www.eppingen.de/);

Oberbürgermeister: Klaus Holaschke (parteilos)

 

Eppingen liegt an der Elsenz, einem linken Nebenfluß des Neckars, und am dort in sie mündenden Hilsbach.

 

Die Eppinger Gemarkung teilt sich in zwei unterschiedliche naturräumliche Einheiten:

im Nordwesten das lössbedeckte, flachgewellte Hügelland des Eppinger Gäus und im Südosten das plateauartige Waldgebiet der Eppinger Hardt.

Das Eppinger Gäu ist eine Untereinheit des Lein-Elsenz-Hügellandes, das dem Naturraum Kraichgau zugerechnet wird.

 

Es ist im Nordwesten vom Rücken des Eichelberges begrenzt, im Südosten hebt sich mit einer deutlichen Stufe die Eppinger Hardt, zugehörig zum Naturraum Strom- und Heuchelberg, ab.

 

Im Westen und Osten fehlt eine klare Grenze.

 

Die Gäu-Landschaft wird als fruchtbares, lössbedecktes Muschelkalk-Keuper-Gebiet charakterisiert.

Es wird überwiegend agrarisch genutzt, ist waldarm und gehört zum Altsiedelland.

 

Nachbargemeinden:

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Eppingen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten):

Ittlingen

Kirchardt

Gemmingen

Schwaigern

Brackenheim

Güglingen

Pfaffenhofen und Zaberfeld

(alle Landkreis Heilbronn)

Sulzfeld,

Kraichtal und Östringen

(alle Landkreis Karlsruhe)

sowie Sinsheim

(Rhein-Neckar-Kreis).

Mit den Gemeinden Gemmingen und Ittlingen ist Eppingen die Verwaltungsgemeinschaft Eppingen-Gemmingen eingegangen.

 

Stadtgliederung:

Das Stadtgebiet Eppingens besteht aus der Kernstadt Eppingen und den Stadtteilen Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach, Richen und Rohrbach.

Stadtteil     Eingemeindung     Einwohner  Fläche

Eppingen                                           10.609             32,95 qkm

Adelshofen     1. Juli 1971                 1.469              6,89 qkm

Elsenz              1. Dez. 1971                1.909             11,52 qkm

Kleingartach  1. Dez. 1971                1.820             11,23 qkm

Mühlbach       1. Nov. 1972               2.081              6,14 qkm

Richen              1. Dez. 1971                1.610             11,09 qkm

Rohrbach        1. Dez. 1971                1.794              8,76 qkm

 

Zu Eppingen selbst gehörende Höfe: Raußmühle und Rosalienhof sowie die Wohnplätze Odenberg-Wolfmüller und Ottilienberg.

Zu Adelshofen der Dammhof und der Wohnplatz Adelshofen (Mühle),

zu Kleingartach der Hof Kirschenhof und die Ortsteile Eichbühlhöfe, Hemmichhof und Rosbachhof.  

Abgegangene, heute nicht mehr bestehende Orte sind Berenbach auf Markung Elsenz und Luneburg auf Markung Kleingartach.

 

Geschichte

Die Lage Eppingens an der Einmündung des Hilsbachs in die Elsenz begünstigte eine frühe Besiedlung an jener Stelle.

Die ältesten Siedlungsspuren sind Fundstücke im Gewann Vogelsberg aus der Zeit der Bandkeramik um 5.000 v. Chr., außerdem sind auf Eppinger Gemarkung rund zehn Siedlungsstellen aus der Zeit der Jungsteinzeit bekannt.

Funde aus späteren Epochen (Bronzezeit, Eisenzeit, La-Tène-Zeit, Hallstattzeit) legen eine durchgängige Besiedlung des uralten Siedlungsplatzes nahe.

Zur Zeit der Römer befand sich eine Villa rustica im Gewann Risselberg nahe der Römerstraße von Stettfeld zum Kastell Böckingen.

 

Die Namens-Endung –ingen lässt auf die Gründung des heutigen Ortes zur Zeit der Völkerwanderung schließen, wohl während der alemannischen oder fränkischen Landnahme im frühen Mittelalter.

Frühmittelalterliche Siedlungsspuren im Bereich des heutigen Friedhofs sowie der Fund fränkischer Reihengräber beim Pfaffenberg belegen eine Siedlung zwischen dem 6. Und 8. Jahrhundert.

 

Die erste urkundliche Erwähnung von Eppingen erfolgte 985, als Besitz in Epbingon durch Otto III. dem Bistum Worms geschenkt wurde.

Im 11. Jahrhundert war Eppingen im salischen, im 12. Jahrhundert im staufischen Besitz.

Im Jahr 1188 wurde Eppingen als befestigter Ort (burgum) erwähnt.

 

Vermutlich erfolgte im Jahr 1192 die Erhebung zur Stadt durch Heinrich VI., die erste schriftliche Erwähnung als civitas (Stadt) datiert auf 1234 und das älteste Stadtrechtsprivileg, mit dem der Stadt Eppingen durch Albrecht I. die Rechte der Stadt Heilbronn verliehen wurden, datiert auf 1303.

 

Die Stadt wurde durch Kaiser und Könige mehrfach verpfändet, so im Jahr 1219 durch Friedrich II. an Markgraf Hermann V. von Baden, das Stadtrecht blieb hierbei stets unangetastet.

 

Ein Ortsadel von Eppingen wird zwar im 12. Und 13. Jahrhundert erwähnt, spielte aber in Eppingen selbst keine bedeutende Rolle, sondern wird vielmehr im Zusammenhang mit dem Deutschen Orden in Ost- und Westpreußen genannt.

 

Zwischen 1295 und 1314 war Eppingen Witwensitz der Adelheid von Ochsenstein, der Witwe des Markgrafen Rudolf II., die zu jener Zeit auch die Ortsherrschaft hatte.

 

1364 und 1413 wird von einer Burg oder einem Schloss in Eppingen berichtet, aus späterer Zeit fehlen jedoch Nachrichten über diesen Herrensitz.

 

Die Stadt Eppingen konnte 1365 den  Nachbarort Nieder-Mühlbach und 1372 Ober-Mühlbach erwerben.

 

1421 wurde erstmals eine Lateinschule erwähnt.

 

1435 war die Grundsteinlegung einer neuen, größeren Pfarrkirche. 

 

Im Jahr 1462 fiel die Stadt Eppingen nach dem Sieg der Kurpfalz über die Markgrafschaft Baden in der Schlacht bei Seckenheim an die Kurpfalz, wo die Stadt dem Oberamt Bretten zugeteilt wurde.

 

Von 1469/70 war die Stadt an Hans dem Reichen und seine Schwester Metz von Gemmingen verpfändet, die 1473 die Kapelle auf dem Ottilienberg stifteten.

 

Die Herren von Gemmingen blieben bis etwa 1520 im Besitz des Pfands.

Beginnend mit dieser Zeit erlebte die Stadt eine Blüte, von der heute noch stattliche Gebäude künden.

 

1564/65 war die Alte Universität Ausweichquartier der Universität Heidelberg während der dortigen Pestzeit.

 

Obwohl sich historischer Baubestand in Eppingen erhalten hat, hatte die Stadt durchaus unter den Kriegen des 16. Bis 18. Jahrhunderts zu leiden.

 

Im Bauernkrieg wurde die Stadt von Truppen des Schwäbischen Bundes gebrandschatzt, weil von Eppingen die Zerstörung der Burg Steinsberg unter Anton Eisenhut ausgegangen war.

 

Im Dreißigjährigen Krieg ereignete sich neben verschiedenen Truppendurchzügen und Plünderungen 1645 die Schlacht bei Eppingen, nach der die Stadt von bayerischen Truppen besetzt wurde.

 

 Ab 1693 befand sich zwischen Eppingen und Stebbach das Hauptquartier der deutschen Reichsarmee im Pfälzischen Erbfolgekrieg.

 

Dieses stand unter dem Befehl des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden.

 

Von 1695 bis 1697 erfolgte die Errichtung der Eppinger Linien zur Abwehr der Franzoseneinfälle.  

 

Der älteste Siedlungskern der Stadt ist die Altstadt um Altstadtstraße und Kirchgasse, die nach Osten hin vom Bogen der Elsenz begrenzt wurde und bereits im Mittelalter untermauert war.

 

Bis ins 17. Jahrhundert war bereits die sich nach Südwesten hin längs der Brettener Straße erstreckende Vorstadt entstanden, die ebenfalls von einer mit Türmen und Toren bewehrten Mauer umgeben war.

 

Wichtige Zugänge zur Stadt waren die nahe beieinander liegenden Tore Obertor und Stadttor im Bereich des heutigen Rathauses und des nahen Pfeifferturms.

 

Der nördliche Teil der Altstadt ist das Linsenviertel, eine ärmliche Tagelöhnersiedlung mit Spitalbau.

 

Im Jahr 1803 fiel Eppingen an das Land Baden, wo es 1813 Sitz des Bezirksamtes Eppingen wurde.

 

Die Stadt erhielt dadurch eine wichtige Zentralfunktion für die umliegenden Orte.

 

Die nachfolgende Zeit war eine Epoche des Städtebaus, die Eppingen über die Grenzen seiner Stadtmauern hinauswachsen ließ und bis heute prägt.

 

1823 entstand anstelle der Kelter am Obertor das Rathaus, wenig später die gleichartig großzügig gestalteten Modellhäuser an den drei Straßen nach Adelshofen, Bretten und Rappenau.

 

Ab 1859 erweiterte man die Stadt nach Nordwesten um das neoklassizistische Schul- und Behördenviertel längs der Kaiserstraße.

 

Die Stadt unterhielt mit der Landwirtschaftsschule Eppingen die zweitälteste Landwirtschaftsschule in Baden

 

Ende des 19. Jahrhunderts wurde Eppingen an das Eisenbahnnetz,

1879 Richtung Karlsruhe, 1880 Richtung Heilbronn, 1899 Richtung Heidelberg angeschlossen.

 

Im Rahmen einer Verwaltungsneuorganisation wurde 1924 das Bezirksamt Eppingen aufgelöst. Die Stadt wurde dem Bezirksamt Sinsheim zugeordnet.

Im Zweiten Weltkrieg erfolgten durch Beschuss und Fliegerangriffe erhebliche Gebäudeschäden, rund 100 Gebäude wurden total, 100 weitere mittel bis schwer beschädigt.

 

1971 und 1972 wurden insgesamt sechs umliegende Gemeinden (fünf Gemeinden des Landkreises Sinsheim und die Stadt Kleingartach, die bis dahin zum Landkreis Heilbronn gehört hatte) nach Eppingen eingegliedert.

 

Die vergößerte Stadt Eppingen gehörte zunächst noch weiterhin zum Landkreis Sinsheim, der dann aber im Rahmen der Kreisreform zum 1. Januar 1973 aufgelöst wurde.

 

Eppingen wurde dem Landkreis Heilbronn, der zum Regierungsbezirk Stuttgart gehört, zugeordnet.

 

Damit wird die ehemals badische Stadt Eppingen nunmehr vom württembergischen Stuttgart aus verwaltet.

 

Für die Zuordnung zum Beispiel der Kirchen und der Sportvereine hatte dies aber keine Auswirkung, da diese jeweils noch den „badischen“ Dachverbänden (Bistum, Landeskirche, Sportkreis) angehören.

 

Im Jahr 2000 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Eppingen die 20.000-Grenze.

 

2001 stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Baden-Württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 2002 beschloss.

 

Religionen  

Das Gebiet der Stadt Eppingen gehörte ab dem  11. Jahrhundert zum Bistum Speyer.

 

Als 1555 die Reformation in der Kurpfalz eingeführt wurde, konnte sich das lutherische Bekenntnis durchsetzen, doch wurde 1562 durch den Landesherrn das reformierte Bekenntnis eingeführt.

 

Danach war Eppingen längere Zeit überwiegend protestantisch, wechselte – je nach Landesherrn („cuius regio – eius religio“) – jedoch insgesamt elf mal das Bekenntnis.

 

Seit 1698 gab es jedoch wieder katholische Geistliche in Eppingen, nachdem es auch vorher vereinzelt Katholiken gegeben hatte, die jedoch von benachbarten Pfarrern betreut wurden.

 

1707 wurde die Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau“, die einzige Pfarrkirche der Stadt, geteilt.

Die Reformierten erhielten das Langhaus, die Katholiken den Chor.

 

Um 1750 gab es auch wieder Lutheraner, welche die Peterskapelle für ihre Gottesdienste nutzen konnten.

 

Beide protestantischen Gemeinden vereinigten sich nach dem Übergang an Baden 1821 zur evangelisch-protestantischen Gemeinde Eppingen, die Glied der Evangelischen Landeskirche in Baden wurde.

 

Eppingen wurde Sitz eines Dekanats, das später aufgelöst, dann als Kirchenbezirk Eppingen-Bad Rappenau wieder neu gegründet wurde.

 

Dieser fusionierte zum 1. Januar 2005 mit dem Kirchenbezirk Sinsheim zum Kirchenbezirk Kraichgau.

 

1878 erbaute sich die protestantische Gemeinde Eppingen die heutige neuromanische Kirche an der Kaiserstraße.

Seither gehört die Stadtkirche ganz den Katholiken.

 

Evangelische Kirchengemeinden und Kirchen gibt es auch in den Eppinger Stadtteilen Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach und Richen.

 

Die Kirchengemeinde im Stadtteil Kleingartach gehört als einzige im Eppinger Stadtgebiet zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg (Dekanat Brackenheim).

 

Ein freies Missionswerk innerhalb der Landeskirche ist die Kommunität Adelshofen mit dem Lebenszentrum Adelshofen und einem theologischen Seminar.

 

Die Katholiken Eppingens gehörten bis 1810 weiterhin zum Bistum Speyer und ab 1810 zum Generalvikariat Bruchsal, das für das gesamte rechtsrheinische Gebiet der ehemaligen Fürstbistümer Speyer, Mainz und Worms zuständig war.

 

1821 wurde dann das Erzbistum Freiburg als neues Bistum für das Großherzogtum Baden gegründet, und 1827 nahm der erste Erzbischof sein Amt auf.

Seither gehörte Eppingen mit seinem gesamten Umland zu diesem Erzbistum.

 

In Eppingen befand sich bis zum 31. Dezember 2007 der Sitz des Dekanat Bretten, zu dem 15 Pfarrgemeinden gehörten.

 

Seit 2008 gehört Eppingen zum Dekanat Kraichgau mit Sitz in Sinsheim.

 

Die Pfarrgemeinde „Unsere Liebe Frau“ Eppingen mit Filialgemeinde Maria Schmerzen Mühlbach bildet mit den Pfarrgemeinden St. Valentin Rohrbach, Mariä Geburt Richen und St. Marien Gemmingen/Stebbach die Seelsorgeeinheit Eppingen.

 

Die Pfarrgemeinde Dreifaltigkeit Elsenz bildet mit den Kraichtaler Pfarrgemeinden die Seelsorgeeinheit Kraichtal-Elsenz.

 

Seit 1901 gibt es in Eppingen eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, die (seit 1971) zum Gemeindebezirk

Eppingen/Sinsheim gehört.

 

Seit 1865 waren Prediger der damaligen Evangelischen Gemeinschaft zunächst vom Zabergäu, später von Bretten aus in Eppingen tätig gewesen.

 

1901 wurde in Mühlbach die erste Kapelle gebaut,

1903 folgte der Bau der Friedenskirche in Eppingen.

 

Als gemeinsame Kirche der evangelisch-methodistischen Christen in Eppingen, Adelshofen, Mühlbach und Ochsenburg entstand die 1985 eingeweihte Christuskirche.

 

Eine jüdische Gemeinde in Eppingen ist bereits im 14. Jahrhundert belegt. Eine größere Gemeinde bildete sich nach dem Dreißigjährigen Krieg und wuchs bis 1736 auf zehn Familien mit zusammen 54 Personen an.

 

1749 wird erstmals eine Judenschule genannt, die 1772 durch einen Neubau inder Küfergasse 2 (heutige Alte Synagoge) ersetzt wurde.

 

1818/19 wurde auf der Kuppe des Hellberges ein jüdischer Friedhof eingerichtet.

 

Die größte Ausdehnung hatte die jüdische Gemeinde im Jahr 1839 mit 222 Personen, sank dann aber durch Aus- und Abwanderung wieder stark ab.

Die Gemeinde war ab 1827 dem Rabbinat Sinsheim, ab 1877 dem Rabbinat Bretten zugeordnet.

 

1872/73 wurde eine neue Synagoge an der Kaiserstraße erbaut.

 

1875 wurden 147 Personen gezählt,

1900 waren es noch 124 Personen,

1925 noch 71 und

1933 noch 60.

 

Die neue Synagoge wurde 1938 niedergebrannt und 1940 abgerissen.

 

Bis 1940 waren die meisten Eppinger ausgewandert oder in größere Städte verzogen.

Die letzten vier Eppinger Juden fielen 1940/42 der Deportation deutscher Juden zum Opfer.

 

 Auch die Neuapostolische Kirche ist in Eppingen vertreten.

 

Seit einigen Jahren unterhält der Islamisch-Türkische Verein eine Moschee in der Stadt.

 

Eingemeindungen

 

Folgende Städte und Gemeinden wurden nach Eppingen eingegliedert.

1. Juli 1971 : Adelshofen

1. Dezember 1971: Elsenz, Richen, Rohrbach a.G., Stadt Kleingartach

1. November 1972: Mühlbach

 

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.

Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (1) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Der starke Anstieg der Einwohnerzahlen zwischen 1970 und 1975 erklärt sich durch die Eingemeindung von sechs vormals selbstständigen Städten und Gemeinden.

 

Jahr                                Einwohner

 

1778                                            1.570

1809                                           2.320

1825                                           2.750

1852                                           3.266

1. Dezember 1871                   3.337

1. Dezember 1880 (1)            3.621

1. Dezember 1890 (1)            3.546

1. Dezember 1990 (1)            3.467

1. Dezember 1910 (1)             3.402

8. Oktober 1919 (1)                 3.372

16. Juni 1925 (1)                       3.389

16. Juni 1933 (1)                       3.506

17. Mai 1939 (1)                        3.416

31. Dezember 1945 (1)          3.863

13. September 1950 (1)         4.891

6. Juni 1961 (1)                          5.501

27. Mai 1970 (1)                       6.708

31. Dezember 1975               14.870

31. Dezember 1980              14.833

27. Mai 1987 (1)                     15.462

31. Dezember 1990              16.418

31. Dezember 1995              18.688

31. Dezember 2000             20.257

31. Dezember 2005              21.626

31. Dezember 2010              21.388

 

(1)   Volksählungsergebnis    

 

 

Politik

Gemeinderat und Ortschaftsräte

Der Gemeinderat der Stadt Eppingen hat seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 insgesamt 26 Mitglieder (-1),

die den Titel Stadträtin / Stadtrat führen.

 

Die Wahl führte zu folgendem Ergebnis:

 Partei/Liste    Stimmenant.    +/-     Sitze      +/-

 

CDU                 39,3 %            - 0,1     10          -1

SPD                 28,3 %             -0,5       8        +-0

FBW                20,8 %             -2,0       6        +-0

Grüne               11,6 %               +2,6     2         +-0

Gesamt           100  %                          26      

 

Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.

 

In jeder der Ortschaften Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach, Richen und Rohrbach gibt es einen bei jeder Kommunalwahl von der wahlberechtigten Bevölkerung zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher.

Ferner hat jeder Stadtteil eine Verwaltungsstelle als Außenstelle der Stadtverwaltung.

 

Bürgermeister    

An der Spitze der Stadt Eppingen stand zunächst der Schultheiß, der vom Landesherrn eingesetzt wurde.

Daneben gab es einen von der Bevölkerung gewählten Bürgermeister.

Ferner gab es einen Rat, der im 18. Jahrhundert aus einem Stadt- und einem Anwaltschultheißen sowie sechs Ratsverwandten  und einem Stadtschreiber bestand.

Im 19. Und 20. Jahrhundert leitete der Bürgermeister die Stadtverwaltung.

 

Seit der Erhebung zur großen Kreisstadt zum 1. Januar 2002 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister.

Ihm steht ein Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister zur Seite.

 

Stadtoberhäupter seit 1903

1903-1933      Albert Wirth (Bürgermeister)

1933-1937      Karl Doll (Bürgermeister)

1937-1945      Karl Zutavern (Bürgermeister)

1945-1948      Jakob Dörr (Bürgermeister)

1948-1966      Karl Thomä (Bürgermeister)

1966-1980      Rüdiger Peuckert (Bürgermeister)

1980-2004     Erich Pretz (Bürgermeister, ab 1. Januar 2002 Oberbürgermeister)

Seit 2004        Klaus Holaschke (Oberbürgermeister)

 

Wappen und Flagge

Die Blasonierung des Eppinger Wappens lautet:

In gespaltenem Schild vorne in Gold ein roter Schrägbalken, hinten in Schwarz ein rot bewehrter und rot bezungter goldener Adler.

Die Stadtflagge ist Rot-Gelb.

 

Der Schrägbalken des Wappen Badens, ist schon in einem Eppinger Siegel von 1454 nachweisbar und war bis ins 19. Jahrhundert trotz Zugehörigkeit zur Kurpfalz das alleinige Wappen Eppingens.

Nur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte Eppingen kurze Zeit ein anderes Siegelbild.

Zur Unterscheidung wurde später der Reichsadler als Symbol des ehemaligen Reichsdorfs Eppingen in umgekehrten Reichsfarben in die hintere Schildhälfte des Wappens aufgenommen.

Dieses Wappen und die Flagge wurden der Stadt Eppingen am 14. Februar 1958 vom Baden-Württembergischen Innen ministerium verliehen.

 

Städtepartnerschaften

Eppingen unterhält Städtepartnerschaften mit:

Wassy in Frankreich seit 1967

Epping in England seit 1981 

Szigetvár in Ungarn seit 1992.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eppingen liegt an der südlichsten der neun Routen der Deutschen Fachwerkstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

 

Bauwerke

 

Im historischen Stadtkern von Eppingen, der seit 1983 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz steht, sind zahlreiche Baudenkmäler erhalten.

Die Liste der Baudenkmale in Eppingen nennt rund 240 Objekte im Stadtgebiet.

 

Der Pfeifferturm aus dem 13. Jahrhundert gilt als Wahrzeichen der Stadt.

Der auf einer quadratischen Grundfläche von 6,90 m Kantenlänge erbaute 22 m hohe Turm steht auf 2 m starken Fundamentmauern, die sich bis nach oben auf 60 cm verdünnen.

Der Turm war von 1829 bis 1859 Amtsgefängnis.

 

Katholische Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau“, erbaut am höchsten Punkt der Altstadt, enthält Wandmalereien um 1320 in der Turmkapelle.

Das Langhaus der Kirche stammt aus dem Jahr 1435.

Das Bauwerk wurde am 4. April 1945 durch Bombenabwurf schwer beschädigt und nach dem Krieg wiederhergestellt,

1969 bis 1974 um ein Querschiff erweitert.

 

Die Katharinenkapelle wurde 1450 neben der Stadtkirche errichtet.

Das Gebäude wurde säkularisiert und dient lange Zeit als Schule, weist aber noch ein spätgotisches Kreuzgewölbe auf.

Seit 1991 schmückt die der Kirche zugewandte Fassade der ehemaligen Kapelle die 10 Meter breite Darstellung eines Totentanzes.

 

Ein weiteres historisches Kirchengebäude am Rande der Altstadt ist das alte Diakonat, das auf eine um 1520 erbaute Peterskapelle zurückgeht und nach wechselhafter Verwendung u.a. als Stall, lutherische Kirche, Schule, Kindergarten und Bürogebäude in ein Wohn- und Geschäftshaus umgebaut wurde.

 

Die Alte Universität aus dem 15. Jahrhundert diente zunächst als spätmittelalterliches Kaufhaus mit Fleischhalle, Amtssaal, Getreidespeicher und Weinkeller.

In den Pestjahren 1564/65 beherbergte es als Ausweichsquartier einer Fakultät der Universität Heidelberg.

Später war das Gebäude Wohnhaus, zeitweilig im 18. Jahrhundert vielleicht aus Judenschule, zumindest hat sich auch dieser Begriff für das Gebäude erhalten.

Die Stadt Eppingen hat das Gebäude von den Besitzern zwischen 1965 und 1973 erworben und 1984 bis 1987 umfassend saniert.

Heute ist dort das Heimat- und Fachwerkmuseum der Stadt Eppingen eingerichtet.

 Das Eppinger Rathaus am Marktplatz wurde 1824/25 nach Plänen des badischen Baurats Karl August Schwarz durch den Eppinger Werkmeister Franz Auchter im Weinbrennerstil errichtet.

Südwestlich an das Gebäude schließt sich heute ein moderner Erweiterungsbau an.

 

Das Schul- und Behördenviertel entstand 1859 bis 1910 in neoklassizistischem Stil.

Das Ensemble aus Schulgebäuden, ehemaligen Amtsgericht und anderen öffentlichen Einrichtungen ist in Süddeutschland in dieser neoklassizistischen Form einmalig.

 

Die benachbarte, von 1876 bis 1878 nach Plänen des Karlsruher Bauinspektors Ludwig Diemer entstandene Evangelische Stadtkirche rundet das Ensemble ab.

 

Unterhalb der Kirche befand sich bis 1940 auch die Neue Synagoge der jüdischen Gemeinde, an die heute dort nur noch Gedenktafeln erinnern.

 

Viele weitere Fachwerkhäuser unterschiedlicher Epochen prägen die romantische Altstadt Eppingens.

 

Das Baumannsche Haus wurde im Jahr 1582 errichtet und wird wegen seiner kunstfertigen Fachwerkbauweise gerühmt.

 

Das Schwebegiebelhaus um 1500 weist eine seltene alemannische Fachwerkkonstruktion auf.

 

Die Ratsschänke und das Bäckerhaus aus dem 15. Jahrhundert zählen zu den ältesten Fachwerkhäusern im Kraichgau.

 

Weiter markante Fachwerkhäuser sind die 1772 erbaute Alte Synagoge der jüdischen Gemeinde mit markantem Hochzeitsstein und das Leiningsche Schlössle bei der Katholischen Stadtkirche.

 

An der Drei-Stil-Ecke Zunfthausgasse/Kettengasse treffen alemannisches, fränkisches und barockzeitliches Fachwerk aufeinander.

Die bäuerlichen Modellhöfe in der Adelshofener, Brettener und Rappenauer Straße entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und galten aufgrund ihrer Größe, Bauweise und Gebäudeanordnung als mustergültig für die Siedlungsneugestaltung im ländlichen Raum in Baden um 1830.

Einige der Bauten sind nach Kriegszerstörung 1945 erfolgte Rekonstruktionen aus den Jahren 1947 bis 1952.

 

Das Linsenviertel ist eine ehemalige Tagelöhnersiedlung um die gleichnamige Gasse nördlich der Stadtkirche, deren ärmliche Häuser und enge Gassen weitgehend erhalten sind.

Hier befindet sich auch das im 18. Jahrhundert errichtete Alte Spital, das später Armenhaus war und heute als Wohnhaus genutzt wird.

 

Das Sudhaus und die weiteren Gebäude der Brauerei Palmbräu nahe dem Rathaus bilden ein markantes innerstädtisches Quartier der jüngeren Vergangenheit.

Eine verglaste Vorderfront erlaubt von der Rappenauer Straße aus einen Blick auf die kupfernen Sudkessel.

 

Der Eppinger Bahnhof wurde 1879 erbaut.

Das historische Gebäude wurde bis in die jünste Vergangenheit zu seinem ursprünglichen Zweck genutzt, dann 2012 zum Verkauf ausgeschrieben und zum 1. Januar 2013 von der Stadt Eppingen erworben.

 

Die Moschee im Gewerbegebiet ist in den letzten Jahren entstanden und ist eine neue Landmarke am südwestlichen Stadtrand.

 

Auf dem Ottilienberg befinden sich eine erneuerte Wallfahrtskirche aus dem 15. Jahrhundert und Reste weiterer historischer Gebäude.   35).

 

Theater

Die Badische Landesbühne veranstaltet regelmäßig einmal im Monat ein Gastspiel in der Stadthalle.

 

Vor Ort ansässig sind das  Babuschka-Theater, das Figurentheater, und (im Stadtteil Elsenz) das Papata Marionetten-Varieté-Theater.

 

Museen und Gedenkstätten

Die Alte Universität beherbergt heute das Stadt- und Fachwerkmuseum.

 

Der Pfeifferturm ist ebenso eine Außenstelle des Museums, wie das Steinhauermuseum in Mühlbach, das Bauernmuseum in Richen, die Weinbaustube in Kleingartach und das Tabakmuseum in Elsenz.

 

In Elsenz, Mühlbach und Rohrbach sind darüber hinaus Heimatstuben eingerichtet.

 

In der Raußmühle wird eine private volkskundliche Sammlung mit Schwerpunkt Volksmagie und Volksglaube gezeigt.

 

Das Privatmuseum Sack in der Eichgasse  verfügt in drei Häusern über eine reichhaltige Sammlung historischer Alltagsgegenstände sowie Einrichtungen aus Handel und Handwerk.

 

Gedenktafeln am Standort der ehemaligen Synagoge in der Kaiserstraße 6/Ecke Ludwig-Zorn-Straße erinnern an die Zerstörung des Gotteshauses beim Novemberprognom 1938 und an die jüdischen Familien der Stadt, die der Shoa zum Opfer fielen.

 

Denkmale

Im Hardtwald sind noch Überreste des Bodendenkmals Eppinger Linien aus dem 17. Jahrhundert zu sehen.

                                              

Sport

Der Sport spielt in Eppingen eine große Rolle, was sich in einem regen Vereinsleben bemerkbar macht.

 

Das Angebot an Breitensport ist vielfältig, immer wieder aber werden auch von Eppinger Sportlern gute Leistungen auf nationaler und auch internationaler Ebene erreicht.

Dazu gehört die 1. Mannschaft des Schachclubs SC Eppingen, die in der 1. Schachbundesliga spielt.

 

Bundesweit bekannt wurde auch der örtliche Fußballverein VfB Eppingen, der am 26. Oktober 1974 in der 1. Amatuerliga Nordbaden spielend, den damaligen Tabellenführer der Fußball-Bundesliga, den Hamburger SV, im DFB-Pokal überraschend mit 2:1 schlug.

In der Saison 1980/81 spielte der Club ein Jahr in der 2. Bundesliga Süd.

 

Der Rad- und Rollschuhverein Eppingen ist seit vielen Jahren vor allem im Rollkunstlauf aktiv und hat viele nationale Erfolge zu verzeichnen.

Auch zu internationalen Wettbewerben wie Europameisterschaften und Europacup konnte der RRV schon mehrfach Sportler entsenden.

Im Breitensport aktiv ist der Turnverein 1865 Eppingen, der mit seinen über 1700 Mitgliedern der größte Sportverein am Ort ist und über ein eigenes Turnerheim im Kraichgaustadion verfügt.

Der TV Eppingen richtet neben dem Ottilienberglauf auch jährlich ein Sprungmeeting für Hochsprung und Dreisprung, mit internationaler Besetzung, aus.

 

Regelmäßige Veranstaltungen

Unter dem Namen „Halbe nach Fünf“ werden regelmäßig 90-minütige themenbezogene Führungen der Heimatfreunde Eppingen über Eppingen und seine Geschichte angeboten.

 

Im Juli findet alle zwei Jahre das Altstadtfest statt,

jährlich im Dezember, seit 1985 der Weihnachtsmarkt in der Altstadtstraße.

 

Alle 10 Jahre (zuletzt im Jahr 2010) finden die Eppinger Heimattage statt.

 

Sie wurden 1938 zum ersten Mal abgehalten.

 

Seit 1999 findet jedes Jahr im Spätsommer der Eppinger Kartoffelmarkt statt. Rund um den Marktplatz bieten Eppinger Gastronomen eine Vielzahl an Kartoffelgerichten an.

 

Jährlich zur Faschingszeit findet seit 2003 der sogenannte Nachtumzug statt, bei dem einige Dutzend Vereine und Gruppen,

(2011= 71) mit hunderten Mitziehenden (2009 ca. 1.700) teilnehmen und zu dem mehrere tausende Besucher (2011 geschätzt 15.000 bis 20.000) nach Eppingen strömen.

Immer beliebter wurde auch der Leiergassenumzug an Fastnachtssonntag.

                                              

Wirtschaft und Struktur

 

Verkehr

Eppingen ist über die Bundesautobahn  6,  Mannheim-Heilbronn,  Anschlussstellen  Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau zu erreichen.

Die B 293 Karlsruhe-Heilbronn führt seit 1996 als Umgehungsstraße nördlich um die Kernstadt herum.

 

Den öffentlichen Personennahverkehr bedient vor allem die am 1. Juni 1997 eröffnete Linie S4 der Stadtbahn Karlsruhe Karlsruhe-Bretten-Eppingen auf der Kraichgaubahn, mit den Haltestellen Eppingen West und Bahnhof.

 

Am 26. September 1999 wurde die Linie als Teil der Stadtbahn Heilbronn bis zum Hauptbahnhof Heilbronn verlängert und 2004 bis in die Heilbronner Innenstadt.

 

Eine Verlängerung bis nach Öhringen wurde im Dezember 2005 eröffnet.

 

Nach Eppingen führt auch die Bahnstrecke Steinsfurt-Eppingen, die in Richen über einen Haltepunkt verfügt.

 

Diese ist 2009 in die S-Bahn Rhein-Neckar integriert worden und wird nun von der Linie S5 bedient, welche bis Heidelberg geht.

 

In der Stadtbahn S4 gelten die Tarife des Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehrs (H3HNV) und des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV).

 

Die Strecke von Sinsheim-Steinsfurt ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert.

 

Die Eppinger Stadtteile sind durch ein Busliniennetz erschlossen.

 

Ansässige Unternehmen

In Eppingen ist die 1835 gegründete Traditionsbrauerei Palmbräu ansässig.

 

Das 1873 gegründete, international tätige Maschinenbauunternehmen Dieffenbacher stellt Pressensysteme und Produktionsanlagen für die Industrie her. Es beschäftigt derzeit 1800 Mitarbeiter.

 

Das Unternehmen Vöroka hat sich auf Überdachungen spezialisiert.

                                              

Medien

Über das lokale Geschehen in Eppingen berichtet die Tageszeitung „Kraichgau Stimme“, die im Verlag der „Heilbronner Stimme“ erscheint.

Vorgängerin der „Kraichgau Stimme“ war die Eppinger Zeitung.

 

Darüber hinaus berichtet die „Rhein-Neckar-Zeitung“ (RNZ) aus Heidelberg mit Lokalredaktion in Sinsheim ausführlich über das lokale Geschehen in Eppingen und im Kraichgau.

 

Der „Stadtanzeiger der Stadt Eppingen“ erscheint wöchentlich als amtliches Blatt und auch als Mitteilungsblatt über regionale Ereignisse.

 

Behörden und Einrichtungen

Eppingen ist Sitz eines Notariats.

Das Polizeirevier Eppingen ist zuständig für die Verwaltungsgemeinschaft Eppingen, die Stadt Bad Rappenau und die Gemeinde Kirchardt.

 

Das frühere Städtische Krankenhaus wurde 2004 geschlossen, das Gebäude beherbergt seit 2006 ein Gesundheitszentrum.

                                              

Bildung
In Eppingen gibt es das Hartmanni-Gymnasium,

die Selma-Rosenfeld-Realschule,

die Hellbergschule,

eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule,

sowie die Grundschule im Rot.

Im Stadtteil Elsenz gibt es die Förderschule Kraichgauschule.

Weitere Grundschulen gibt es in den Stadtteilen Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach, Richen (Burgbergschule) und Rohrbach.

Die private Christian-Heinrich-Zeller-Schule für Erziehungshilfe des Kleingartacher e.V. sowie die Arnold-Dannemann-Akademie, ein Institut für Bildung und Ausbildungsgänge des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland mit einer Fachschule für Sozialpädagogik runden das schulische Angebot in Eppingen ab.

 

Das Theologische Seminar im Stadtteil Adelshofen bietet ein Masterstudium in Praktischer Theologie an.

                                              

Die Stadtbücherei Eppingen verfügt über einen Bestand von 18.000 Medien.  35).

                                              

Persönlichkeiten

 

Ehrenbürger

Die Stadt Eppingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

1933  Adolf Hitler        (1946 zurückgenommen)

1933  Walter Köhler   (1946 zurückgenommen)

1933  Robert Wagner (1946 zurückgenommen)

1994  Otto Bachmann

1995  Heinz Faller

1995  Alois Frank

1999  Reinhold Maier

2004 Erwin Keller

2009 Klaus Kirchgessner

Daneben vergibt die Stadt an Personen, die sich verdient gemacht haben, in unregelmäßigen Abständen Wappenteller.

 

Bekannte Söhne und Töchter der Stadt

Nach Geburtsjahr geordnet:
Hartmannus Hartmanni, (ca 1472-1510), Kanoniker an der Heidelberger Heiliggeistkirche und Stifter eines bis 1949 bestehenden Stipendiums

Konrad Költer, Rektor der Heilbronner Lateinschule von 1492-1527

Anton Eisenhut, Pfarrer und Theologe, 1525 verhaftet und enthauptet

Leonhard Engelhart, (1550-1562), Rektor der Lateinschule Eppingens

Johan Maurits Mohr, (1716-1775), deutsch-niederländischer Geistlicher und Astronom

Johann Matthias Schember, (1762-1806), lutherischer Pfarrer in Eppingen

Christian Wilhelm Köster, (1766-1803), amtierte als lutherischer Pfarrer in Eppingen

Phlipp Nikolaus Müller, war Diakon in Eppingen von 1778 an

Karl Mann, (1806-1869), Geistlicher und Dekan

Jakob Wittmer, (1817-1891), Landtagsabgeordneter von 1879-1882

Dr. Carl August Wilhelm, Geheimer Hofrat, ab 1829 Arzt in Eppingen, wurde 1843 zum Physikus ernannt

Leopold Regensburger, (1834-1900), Rechtsanwalt

Hillel Sondheimer, (1840-1899), Rabbiner und Autor

Heinrich August Wittmer, (1847-1896), Landtagspräsident der II. Kammer

Rudolf Hoffmann, (1851-1938), Landschaftsmaler

Konrad Metzger, (1856-1933), Küfer und Bierbrauer, war im Aufsichtsrat d. Vorschußvereins, später Direktor der Volksbank

Rudolf Hoffmann, (*1857), später Badischer Baurat und Denkmalpfleger

Jakob Renz, (1866-1951), Heimatkundler, Bürgermeister und Ehrenbürger von Mosbach

Ludwig Zorn, (1869-1934), ragt aus der Brauerfamilie Zorn besonders heraus. Er gehörte auch dem Gemeinderat an

Karl Vielhauer, (*1870), Tierarzt, Schlachthofdirektor in Hamburg

Heinrich Luz, (1871-1926), eröffnete 1897 am Marktplatz eine Druckerei

Hermann Emil Kuenzer, (1872-1946), Reichskommissar, er war an verschiedenen Orten Staatsanwalt und ein Jahr nach dem Ersten Weltkrieg Reorganisator der Badischen Gendarmerie

Albert Wirth, (1875-1957), Bürgermeister von 1903-1933, er stirbt im Dezember 1957

Otto Vielhauer, (1875-1958), Politiker, Landtagsabgeordneter

Hermann Gebhard, (1878-1928), Landwirt und Politiker, Landtagsabgeordneter, Kämpfer für die Landwirtschaft, Präsident der Badischen Landwirtschaftskammer, Vorsitzender des Bad. Landbundes

Johannes Kleinheins, (1879-1938), Heimatdichter

Dr. Adolf Vielhauer, (1880-1959), Missionar und Pfarrer,  Übersetzer der Bibel in die Balisprache

Jakob Dörr, (1884-1971), Bürgermeister in Knielingen

Philipp Vielhauer, (1886-1962), Direktor der Volksbank Eppingen

Emil Thoma, (1889-1957), katholischer Stadtpfarrer in Eppingen und Mühlbach, Gründer der „Neuen Heimat“

Selma Rosenfeld, (1892-1984), Lehrerin und Professorin

Willy Schmelcher, (1894-1974), Höherer SS- und Polizeiführer

Fritz Luz, (1905-1987), Geschäftsführer und Schriftleiter der „Eppinger Zeitung“

Karl Doll, *1905, Bürgermeister in Schönau, Oberkirch

Max Bravmann, (1909-1977), Hochschullehrer für Semitische Philologie

Albert Dieffenbacher, (1919-2014), langjähriger Stadtrat, Geschäftsführer in der 3. Generation der Maschinenfabrik Dieffenbacher (früher „JDS“)

Gerhard Dieffenbacher, (1922-2011), langjähriger Vorstand des Tennisclubs Eppingen, Geschäftsführer in der 3. Generation der Maschinenfabrik Dieffenbacher (früher“JDS“)

Joachim Pöltl, (*1953), Hornist und Professor

Rosemarie Wenner, (*1955), Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche für Deutschland

 

Sonstige mit der Stadt in Verbindung stehende bekannte  Personen

Matthias Quad, (1557-1613), Schriftsteller und Kupferstecher, war ab 1612 Hilfslehrer in Eppingen

Klaus Zapf, (1952-2014), Deutschlands größter Umzugsspediteur   35).