B


Babuschka Theater

Wird durch Barbara Scheel am 9.3.1990 gegründet, es schließt nach 23 Jahren 2009

1990/2009

Bachwegle

Ging entlang des Elsenzkanals, der früher breit und wasserreich war und auch "Gewerbe- oder Mühlkanal" genannt wurde. Bild siehe "Alt Eppingen in Bildern" v. E. Dörr, Seite 61

Bachhopferles

Sprung mit einer meist geklauten Stange über einen Bach    10.)

Badeanstalt

Eine solche gab es schon 1878. Die Gebrüder Ihle richteten eine solche an der Elsenzbach ein.

1878

Für die Frauen ("Mädlesbadheisle") und für die Buben ("Buwebadheisle") stehen zur Verfügung

1914

Badener Heimattage

Vom 11.7. - 13.7. 1930 in Karlsruhe

1930

Baden-Württemberg

       Bildergebnis für eppingen wappen

                 

Das Land Baden-Württemberg entsteht

1953

Badestube

In der Badgasse eingerichtet im Jahr 1565

1565

Badische Landesbühne Bruchsal

Wird gegründet von Franz Mosthav aus Oedheim

1951

Badische Landeskirche

Wird durch den Zusammenschluß von Reformierten und Lutheranern im Lande Baden gegründet

1821

Badische Meile

Das Längenmaß der Badischen Meile  - eben 8,88889 Kilometer - ist schon etwas abstrus. Markgraf Carl Friedrich von Baden soll es um 1800 gewesen sein, der das Längenmaß hat einführen lassen.

Die Grundlage dafür soll ein Sonntagsspaziergang durch den Hardtwald gewesen sein, bei dem Carl Friedrich besagte Länge zurücklegte. Für ihn könnte das möglicherweise ein "Sonntags-Spaziergangslauf-Rekord" gewesen sein. Daraus wurde dann per Dekret die Badische Meile.

1800

Zum Gedenken an dieses badische Maß wird seit 1990 die erste Laufveranstaltung mit der  Bezeichnung "Badische Meile" durchgeführt. Zu den Anfangsveranstaltungen waren rund 1.000 Teilnehmer am Start.

1990

Im Jahr 2017 starten insgesamt 6.000 Teilnehmer bei der 28. Badischen Meile.

Die Strecke verläuft von der Hermann-Veit-Straße über die Brauerstraße, Kriegsstraße, Beiertheimer Allee, Hohenzollernstraße zum Carl-Kaufmann Stadion, neben der Europahalle.

Bei den Männern liegen die Spitzenzeiten um die 26 Minuten, die Topzeiten der Frauen liegen um 30 Minuten.

Der Ausrichter ist die LGR Karlsruhe (Leichtathletik-Gemeinschaft Region Karlsruhe). Sie ist ein Zusammenschluss von derzeit zwölf Vereinen.  Zu den Mitgliedsvereinen gehören unter anderemTuS Rüppur, TSV Daxlanden,  TV Malsch.

Rund 250, zumeist ehrenamtlich Helfer sorgen dafür, dass die Meile reibungslos über die Bühne geht.

Laut LGR investiert der Verein gut 125.000 Euro in das Komplettpaket Badische Meile. Mit dem Veranstaltungserlös - eine wichtige Rolle spielen dabei auch Sponsoren - wird der Leichtathletikbetrieb der LG finanziert.

Das Leistungssportkonzept der LGR besteht aus vier Bereichen: der Sichtung und Einstufung von Talenten, der Optimierung des schulischen und beruflichen Umfeldes, dem Training und der medizinischen Unterstützung sowie der finanziellen Hilfe durch Sponsoren und den Fördervereinen.

So erlaubt etwa das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Partnerhochschule des Spitzensports, das Studium mit dem Training zu verknüpfen.

2017

 

Badische Verfassung

Wird verkündet durch Karl Ludwig.

1818

Badische Wahlreform

Erfolgt 1904

1904

Badischer Frauenverein

Gegründet 1859 durch Großherzoging Luise,

auch in Eppingen wird im Juni 1859 ein Frauenverein gegründet

1859

Badischer Landtag

Wird am 22.4.1819 konstituiert

1819

Badnerlied

 

Bildergebnis für Eppinger Heimatlied

Bäckerhaus

 

            Eppingen-altstadt34.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart

Altstadtstraße 36, das älteste Fachwerkhaus im Kraichgau, 1412 erbaut

1412

Bäredregg

Lakritze, Bärendreck

Bärichers

Ungesalzenes dünnes Weißbrot der Juden, war früher nur an Samstagen bei einigen Bäckern zu bekommen.    10).

Bärlauchfest

 

Bildergebnis für eppingen marktplatz  Bild: Eppingen org.

                  

Wird alljährlich im April oder Mai, wenn der Bärlauch reif ist, auf dem Marktplatz gefeiert.

Hierbei bieten Eppinger Wirte und Bäcker Speisen in vielfältiger Form an, in allen ist Bärlauch verarbeitet

Bahnfahrten mit S4 und S5

Mit der S4 in Westlicher Richtung nach Karlsruhe, Schwarzwald, Pfalz, Pirmasens, Elsass, in östlicher Richtung nach Heilbronn, Öhringen, Schwäbisch Hall. Mit der S5 in Nordwestliche Richtung nach Sinsheim, Heidelberg, Mannheim, Ludwigshafen, bis in die Pfalz sind möglich

 

Bahnhof Eppingen

Wird 1879 im Stil der italienischen Neo-Renaissance nach den Plänen des  Architekten Diemer aus Karlsruhe erbaut 4).

1879

Erhält im Juli neue moderne Bahnsteige, im selben Jahr erfolgt die 100-Jahr-Feier

1979

Mietvertrag für den Bahnhof Eppingen abgeschlossen.

Am 7. Oktober 2013  haben die beiden Vorstände der Diakonischen

 

 

Bild: Heimatfreunde Eppingen

Jugendhilfe Heilbronn (DJHN), Siegfried Gruhler und Roland Zeides, den Mietvertrag zur Überlassung des Bahnhofsgebäudes in Eppingen unterzeichnet.

Der Mietvertrag läuft über 20 Jahre und beträgt, nach dem Umbau für das komplette Gebäude, monatlich 6.000 Euro.

Eine mobile Trennwand wird künftig den öffentlichen Bereich im Mittelteil des Bahnhofs von den Geschäftsräumen der DJHN abtrennen.

Damit enstehen rund 100 Quadratmeter, die beispielsweise als Wartehalle oder Treffpunkt für Stadtführungen, auch außerhalb der Bürozeiten der DJHN, zugänglich bleiben können und von der Stadt bewirtschaftet werden.

Der auf der Südseite angehängte Wintergarten wird abgebaut.

Die Kosten für die Sanierung des Gebäudes betragen 2,3 Millionen Euro.

Die Bauzeit wird mit zwei Jahren angenommen, sodass eine Übergabe des komplett sanierten Bahnhofsgebäudes an die DJHN im Frühsommer 2015 sein soll.

Ein Bezuschussung  des Landes in Höhe von 900.000 Euro ist vorgesehen.

Die DJHN ist ein Zusammenschluss der beiden zuvor selbständigen Diakonischen Einrichtungen Kleingartacher e.V. und der Jugendwerkstätten Heilbronn e.V. Mit 35 Mitarbeitern in der Verwaltung und rund 580 Mitarbeitern.

Iinsgesamt ist die DJHN einer der größten Dienstleistungsanbieter im sozialen Sektor in der Region.

Mit ausschlaggebend für den Standort war, dass sich  der zukünftige Standort an der Bahnlinie befindet, um für die Mitarbeiter eine gute Erreichbarkeit zu garantieren. 18).

2013

Er wird ab 2015 Domizil der Diakonischen Jugendhilfe Heilbronn (DJHN).

Hierzu wurde der Bahnhof ab  2013 durch die Stadt Eppingen komplett saniert und umgebaut, Mietvertrag wird 2013 abgeschlossen.

Im November 2015 wird die Einweihung des sanierten Eppinger Bahnhofs mit einem Festakt und anschließendem Tag der offenen Tür vorgenommen.

Die projektierten Sanierungskosten von 2,3 Millionen Euro erhöhten sich auf zuletzt 2,7 Millionen Euro, weil die Sanierung im Bestand mit dem Hausschwamm, den maroden Bodenplatten und der aufwändigen Restaurierung der Sandsteinfassade einige Überraschungen in sich barg.

Der wieder belebte Bahnhof wird zusammen mit dem zur Gartenschau neu gestalteten Bürgerpark Bahnhofswiesen frische Impulse in die Stadt bringen.    18.)

2015

 

Bahnhof Richen

Beschaulich und verträumt steht der Bahnhof von Richen an der Bahnstrecke Eppingen-Sinsheim  25).

 

Bahnhofstraße und Ludwigsplatzes in Eppingen werden neu gestaltet.

Mit einem Baggerbiss hat OB Holaschke am 12. Oktober 2013 den Startschuss für die Umgestaltung der Bahnhofstraße und des Ludwigsplatzes gegeben.

Sechs Monate soll die Sanierung für das 1,6 Millionen Euro teure Vorhaben dauern.

Während der Bauzeit bleiben die Geschäfte – wenn auch mit Einschänkungen – erreichbar.

Das Projekt präsentiert sich nach der Fertigstellung, die im April 2014 sein soll, in einem neuen Bild mit Granitpflasterflächen, ähnlich der Brettener Straße und dem Marktplatz.

Der Ludwigsplatz ist dann kein angehängter Platz mehr, sondern ein offener Stadtraum, der näher an die Geschäfte rückt.

Dazu wird der Platz geebnet und in Abstufungen an die bestehenden  Einzelhandelsgeschäfte herangeführt, das starke Gefälle entfällt.

Zur Aufenthaltsqualität sollen Sitzbänke, Baumquartiere mit Lichtinszenierungen sowie fließendes Wasser, das in die Brunnentröge des vorhandenen Denkmals eingespeist werden wird, beitragen.

Insgesamt wird die Umbaumaßnahme, in deren Zuge die Zwingergasse zukünftig in Fahrtrichtung Altstadtstraße und die Kettengasse als Einbahnstraße ausgewiesen wird, 1,6 Millionen Euro kosten.

240.000 Euro beträgt die Sanierungsförderung des Landes. 18).

2013

Bahnhofswiesen

Park, nördlich vom Bahnhof und zwischen Elsenz  gelegen. Wird von einer Bürgerinitiative gepflegt und bepflanzt 10).

2007

Bahnschlitten

Pfeilförmiges Gestell aus Holz, im Winter durch Pferde gezogen, zum Schneeräumen verwendet

Bahnunterführung

Der Gemeinderat lehnt alle vorgelegten Planungen ab

1981

Bahnwärderskuuh

Kuh oder Geißen des Bahnwärters. Meistens war um das Häuschen eine kleine Weide,. Die Tiere fraßen das Gras ab. er sparte dadurch das Mähen    10).

Balig

Balg, umgedrehtes, abgezogenes Fell des Hasen, zum Trocknen aufgehängt    10).

Bandkeramiker

In Eppingen und Kleingartach etwa 4 000 - 3 000 v. Chr.

4000 v. Chr.

Bankenkrise

Die Lehmann-Pleite der USA-Bank greift auf Europa über.

2008

Bankert

Abwertend für ein Kind, das auf einer Parkbank gezeugt wurde. 10).

Bankhäuser

1921 eröffnen insgesamt weitere 5 Bankhäuser, neben der Sparkasse und Volksbank, Filialen in Eppingen

1921

Banküberfall

In der Volksbank-Zweigstelle in der Rappenauerstraße im März

1987

Baragge

Baracke, Behelfshaus aus Holz    10).

Barfußpfad

Wurde 2007 anläßlich der Heimattage Baden-Württemberg  von der BUND Ortsverein Eppingen erstellt in der Nähe des Jägersees

2007

Barichert

Starker Stoff aus Leinen und Baumwolle gewirkt für das Bettzeug, hielt Generationen aus !    10).

Barschel, Uwe,

ehemaliger Ministerpräsident von Schleswig-Holstein stirbt am 11. Oktober 1987 unter ungeklärten Umständen in einem Genfer Hotelzimmer.     19).

1987 

Bartholomäusmarkt

Findet jährlich am 24. August in der Altstadtstraße statt

Bartholomäusnacht

In Frankreich

1572

 

Basisdaten der Stadt Eppingen

am 31. Dezember 2013, lt. Web-Seite der Stadt Eppingen:

 

Bundesland: Baden Württemberg

Regierungsbezirk: Stuttgart

Landkreis: Heilbronn

Höhe: 199 m ü.NN

Fläche 88,59 qkm

Einwohner 20 919 (31.12.13 Volkszählung)

Bevölkerungsdichte 236 Einwohner je qkm

Postleitzahl 75031

Vorwahlen 07272, 07260, 07138

Kfz-Kennzeichen HN

Gemeindeschlüssel 08 1 25 026

Stadtgliederung: Kernstadt und 6 Stadtteile

Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 1, 75031 Eppingen

Webpräsenz: www.eppingen.de (http://www.eppingen.de/)

Oberbürgermeister: Klaus Holaschke (parteilos)

 

Eppingen liegt an der Elsenz, einem linken Nebenfluß des Neckars, und am dort in sie mündenden Hilsbach.

Die Eppinger Gemarkung teilt sich in zwei unterschiedliche naturräumliche Einheiten:

im Nordwesten das lössbedeckte, flachgewellte Hügelland des Eppinger Gäus und im Südosten das plateauartige Waldgebiet der Eppinger Hardt.

Das Eppinger Gäu ist eine Untereinheit des Lein-Elsenz-Hügellandes, das dem Naturraum Kraichgau zugerechnet wird.

Es ist im Nordwesten vom Rücken des Eichelberges begrenzt, im Südosten hebt sich mit einer deutlichen Stufe die Eppinger Hardt, zugehörig zum Naturraum Strom- und Heuchelberg, ab.

Im Westen und Osten fehlt eine klare Grenze.

Die Gäu-Landschaft wird als fruchtbares, lössbedecktes Muschelkalk-Keuper-Gebiet charakterisiert.

Es wird überwiegend agrarisch genutzt, ist waldarm und gehört zum Altsiedelland.

Nachbargemeinden:

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Eppingen (im Uhrzeigersinn, beginnend im Nordosten):

Ittlingen, Kirchardt, Gemmingen, Schwaigern, Brackenheim, Güglingen, Pfaffenhofen und Zaberfeld (alle Landkreis Heilbronn), Sulzfeld, Kraichtal und Östringen (alle Landkreis Karlsruhe)

sowie Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis).

Mit den Gemeinden Gemmingen und Ittlingen ist Eppingen die Verwaltungsgemeinschaft Eppingen-Gemmingen eingegangen.

Stadtgliederung:

Das Stadtgebiet Eppingens besteht aus der Kernstadt Eppingen und den Stadtteilen Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach, Richen und Rohrbach.

 

Stadtteil     Eingemeindung am     Einwohner        Fläche

Eppingen                                                 10 609                32,95 qkm

Adelshofen     1. Juli 1971                       1 469                  6,89 qkm

Elsenz              1. Dez. 1971                     1 909                  11,52 qkm

Kleingartach  1. Dez. 1971                     1 820                  11,23 qkm

Mühlbach       1. Nov. 1972                    2 081                    6,14 qkm

Richen              1. Dez. 1971                     1 610                   11,09 qkm

Rohrbach        1. Dez. 1971                     1 794                    8,76 qkm

 

Zu Eppingen selbst gehören die Höfe Raußmühle und Rosalienhof sowie die Wohnplätze Odenberg-Wolfmüller und Ottilienberg.

Zu Adelshofen der Dammhof und der Wohnplatz Adelshofen (Mühle),

zu Kleingartach der Hof Kirschenhof und die Ortsteile Eichbühlhöfe, Hemmichhof und Rosbachhof.  

Abgegangene, heute nicht mehr bestehende Orte sind Berenbach auf Markung Elsenz und Luneburg auf Markung Kleingartach.

 

Geschichte

Die Lage Eppingens an der Einmündung des Hilsbachs in die Elsenz begünstigte eine frühe Besiedlung an jener Stelle.

Die ältesten Siedlunsspuren sind Fundstücke im Gewann Vogelsberg aus der Zeit der Bandkeramik um 5 000 v. Chr., außerdem sind auf Eppinger Gemarkung rund zehn Siedlungsstellen aus der Zeit der Jungsteinzeit bekannt.

Funde aus späteren Epochen (Bronzezeit, Eisenzeit, La-Tène-Zeit, Hallstattzeit) legen eine durchgängige Besiedlung des uralten Siedlungsplatzes nahe.

Zur Zeit der Römer befand sich eine Villa rustica im Gewann Risselberg nahe der Römerstraße von Stettfeld zum Kastell Böckingen.

- Die Namens-Endung –ingen lässt auf die Gründung des heutigen Ortes zur Zeit der Völkerwanderung schließen, wohl während der alemannischen oder fränkischen Landnahme im frühen Mittelalter.

Frühmittelalterliche Siedlungsspuren im Bereich des heutigen Friedhofs sowie der Fund fränkischer Reihengräber beim Pfaffenberg belegen eine Siedlung zwischen dem 6. Und 8. Jahrhundert.

 

Die erste urkundliche Erwähnung von Eppingen erfolgte 985, als Besitz in Epbingon durch Otto III. dem Bistum Worms geschenkt wurde.

Im 11. Jahrhundert war Eppingen im salischen, im 12. Jahrhundert im staufischen Besitz.

Im Jahr 1188 wurde Eppingen als befestigter Ort (burgum) erwähnt.

Vermutlich erfolgte im Jahr 1192 die Erhebung zur Stadt durch Heinrich VI., die erste schriftliche Erwähnung als civitas (Stadt) datiert auf 1234 und das älteste Stadtrechtsprivileg, mit dem der Stadt Eppingen durch Albrecht I. die Rechte der Stadt Heilbronn verliehen wurden, datiert auf 1303.

Die Stadt wurde durch Kaiser und Könige mehrfach verpfändet, so im Jahr 1219 durch Friedrich II. an Markgraf Hermann V. von Baden, das Stadtrecht blieb hierbei stets unangetastet.

Ein Ortsadel von Eppingen wird zwar im 12. Und 13. Jahrhundert erwähnt, spielte aber in Eppingen selbst keine bedeutende Rolle, sondern wird vielmehr im Zusammenhang mit dem Deutschen Orden in Ost- und Westpreußen genannt.

Zwischen 1295 und 1314 war Eppingen Witwensitz der Adelheid von Ochsenstein, der Witwe des Markgrafen Rudolf II., die zu jener Zeit auch die Ortsherrschaft hatte.

1364 und 1413 wird von einer Burg oder einem Schloss in Eppingen berichtet, aus späterer Zeit fehlen jedoch Nachrichten über diesen Herrensitz.

Die Stadt Eppingen konnte 1365 den  Nachbarort Nieder-Mühlbach und 1372 Ober-Mühlbach erwerben.

1421 wurde erstmals eine Lateinschule erwähnt.

1435 war die Grundsteinlkegung einer neuen, größeren Pfarrkirche.

Im Jahr 1462 fiel die Stadt Eppingen nach dem Sieg der Kurpfalz über die Markgrafschaft Baden in der Schlacht bei Seckenheim an die Kurpfalz, wo die Stadt em Oberamt Bretten zugeteilt wurde.

Von 1469/70 war die Stadt an Hans dem Reichen und seine Schwester Metz von Gemmingen verpfändet, die 1473 die Kapelle auf dem Ottilienberg stifteten.

Die Herren von Gemmingen blieben bis etwa 1520 im Besitz des Pfands.

Beginnend mit dieser Zeit erlebte die Stadt eine Blüte, von der heute noch stattliche Gebäude künden.

1564/65 war die Alte Universität Ausweichquartier der Universität Heidelberg während der dortigen Pestzeit.

Obwohl sich historischer Baumbestand in Eppingen erhalten hat, hatte die Stadt durchaus unter den Kriegen des 16. Bis 18. Jahrhunderts zu leiden.

Im Bauernkrieg wurde die Stadt von Truppen des Schwäbischen Bundes gebrandschatzt, weil von Eppingen die Zerstörung der Burg Steinsberg unter Anton Eisenhut ausgegangen war.

Im Dreißigjährigen Krieg ereignete sich neben verschiedenen Truppendurchzügen und Plünderungen 1645 die Schlacht bei Eppingen, nach der die Stadt von bayerischen Truppen besetzt wurde.

Ab 1693 befand sich zwischen Eppingen und Stebbach das Hauptquartier der deutschen Reichsarmee im Pfälzischen Erbfolgekrieg.  

Dieses stand unter dem Befehl des Markgrafen Ludwig Wilhelm von Baden.

Von 1695 bis 1697 erfolgte die Errichtung der Eppinger Linien zur Abwehr der Franzoseneinfälle.   

Der älteste Siedlungskern der Stadt ist die Altstadt um Altstadtstraße und Kirchgasse, die nach Osten hin vom Bogen der Elsenz begrenzt wurde und bereits im Mittelalter untermauert war.

Bis ins 17. Jahrhundert war bereits die sich nach Südwesten hin längs der Brettener Straße erstreckende Vorstadt entstanden, die ebenfalls von einer mit Türmen und Toren bewehrten Mauer umgeben war.

Wichtige Zugänge zur Stadt waren die nahe beieinander liegenden Tore Obertor und Stadttor im Bereich des heutigen Rathauses und des nahen Pfeifferturms.

Der nördliche Teil der Altstadt ist das Linsenviertel, eine ärmliche Tagelöhnersiedlung mit Spitalbau.

Im Jahr 1803 fiel Eppingen an das Land Baden, wo es 1813 Sitz des Bezirksamtes Eppingen wurde.

Die Stadt erhielt dadurch eine wichtige Zentralfunktion für die umliegenden Orte.

Die nachfolgende Zeit war eine Epoche des Städtebaus, die Eppingen über die Grenzen seiner Stadtmauern hinauswachsen ließ und bis heute prägt.

1823 entstand anstelle der Kelter am Obertor das Rathaus, wenig später die gleichartig großzügig gestalteten Modellhäuser an den drei Straßen nach Adelshofen, Bretten und Rappenau.

Ab 1859 erweiterte man die Stadt nach Nordwesten um das neoklassizistische Schul- und Behördenviertel längs der Kaiserstraße.

Die Stadt unterhielt mit der Landwirtschaftsschule Eppingen die zweitälteste Landwirtschaftsschule in Baden. 

Ende des 19. Jahrhunderts wurde Eppingen an das Eisenbahnnetz (1879 Richtung Karlsruhe, 1880 Richtung Heilbronn, 1899 Richtung Heidelberg) angeschlossen.

Im Rahmen einer Verwaltungsneuorganisation wurde 1924 das Bezirksamt Eppingen aufgelöst.

Die Stadt wurde dem Bezirksamt Sinsheim zugeordnet.

Im Zweiten Weltkrieg erfolgten durch Beschuss und Fliegerangriffe erhebliche Gebäudeschäden, rund 100 Gebäude wurden total, 100 weitere mittel bis schwer beschädigt.

1971 und 1972 wurden insgesamt sechs umliegende Gemeinden (fünf Gemeinden des Landkreises Sinsheim und die Stadt Kleingartach, die bis dahin zum Landkreis Heilbronn gehört hatte) nach Eppingen eingegliedert.

Die vergößerte Stadt Eppingen gehörte zunächst noch weiterhin zum Landkreis Sinsheim, der dann aber im Rahmen der Kreisreform zum 1. Januar 1973 aufgelöst wurde.

Eppingen wurde dem Landkreis Heilbronn, der zum Regierungsbezirk Stuttgart gehört, zugeordnet.

Damit wird die ehemals badische Stadt Eppingen nunmehr vom württembergischen Stuttgart aus verwaltet.

Für die Zuordnung zum Beispiel der Kirchen und der Sportvereine hatte dies aber keine Auswirkung, da diese jeweils noch den „badischen“ Dachverbänden (Bistum, Landeskirche, Sportkreis) angehören.

Im Jahr 2000 überschritt die Einwohnerzahl der Stadt Eppingen die 20.000-Grenze.

2001 stellte die Stadtverwaltung den Antrag auf Erhebung zur Großen Kreisstadt, was die Baden-Württembergische Landesregierung dann mit Wirkung vom 1. Januar 2002 beschloss.

 

Religionen  

Das Gebiet der Stadt Eppingen gehörte ab dem  11. Jahrhundert zum Bistum Speyer.

Als 1555 die Reformation in der Kurpfalz eingeführt wurde, konnte sich das lutherische Bekenntnis durchsetzen, doch wurde 1562 durch den Landesherrn das reformierte Bekenntnis eingeführt.

Danach war Eppingen längere Zeit überwiegend protestantisch, wechselte – je nach Landesherrn („cuius regio – eius religio“) – jedoch insgesamt elf mal das Bekenntnis.

Seit 1698 gab es jedoch wieder katholische Geistliche in Eppingen, nachdem es auch vorher vereinzelt Katholiken gegeben hatte, die jedoch von benachbarten Pfarrern betreut wurden.

1707 wurde die Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau“, die einzige Pfarrkirche der Stadt, geteilt.

Die Reformierten erhielten das Langhaus, die Katholiken den Chor.

Um 1750 gab es auch wieder Lutheraner, welche die Peterskapelle für ihre Gottesdienste nutzen konnten.

Beide protestantischen Gemeinden vereinigten sich nach dem Übergang an Baden 1821 zur evangelisch-protestantischen Gemeinde Eppingen, die Glied der Evangelischen Landeskirche in Baden wurde.

Eppingen wurde Sitz eines Dekanats, das später aufgelöst, dann als Kirchenbezirk Eppingen-Bad Rappenau wieder neu gegründet wurde.

Dieser fusionierte zum 1. Januar 2005 mit dem Kirchenbezirk Sinsheim zum Kirchenbezirk Kraichgau.

1878 erbaute sich die protestantische Gemeinde Eppingen die heutige neuromanische Kirche an der Kaiserstraße.

Seither gehört die Stadtkirche ganz den Katholiken.

Evangelische Kirchengemeinden und Kirchen gibt es auch in den Eppinger Stadtteilen Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach und Richen.

Die Kirchengemeinde im Stadtteil Kleingartach gehört als einzige im Eppinger Stadtgebiet zur Evangelischen Landeskirche in Württemberg (Dekanat Brackenheim).

Ein freies Missionswerk innerhalb der Landeskirche ist die Kommunität Adelshofen mit dem Lebenszentrum Adelshofen und einem theologischen Seminar.

Die Katholiken Eppingens gehörten bis 1810 weiterhin zum Bistum Speyer und ab 1810 zum Generalvikariat Bruchsal, das für das gesamte rechtsrheinische Gebiet der ehemaligen Fürstbistümer Speyer, Mainz und Worms zuständig war.

1821 wurde dann das Erzbistum Freiburg als neues Bistum für das Großherzogtum Baden gegründet, und 1827 nahm der erste Erzbischof sein Amt auf.

Seither gehörte Eppingen mit seinem gesamten Umland zu diesem Erzbistum.

In Eppingen befand sich bis zum 31. Dezember 2007 der Sitz des Dekanat Bretten, zu dem 15 Pfarrgemeinden gehörten.

Seit 2008 gehört Eppingen zum Dekanat Kraichgau mit Sitz in Sinsheim.

Die Pfarrgemeinde „Unsere Liebe Frau“ Eppingen mit Filialgemeinde Maria Schmerzen Mühlbach bildet mit den Pfarrgemeinden St. Valentin Rohrbach, Mariä Geburt Richen und St. Marien Gemmingen/Stebbach die Seelsorgeeinheit Eppingen.

Die Pfarrgemeinde Dreifaltigkeit Elsenz bildet mit den Kraichtaler Pfarrgemeinden die Seelsorgeeinheit Kraichtal-Elsenz.

Seit 1901 gibt es in Eppingen eine Gemeinde der Evangelisch-methodistischen Kirche, die (seit 1971) zum Gemeindebezirk Eppingen/Sinsheim gehört.

Seit 1865 waren Prediger der damaligen Evangelischen Gemeinschaft zunächst vom Zabergäu, später von Bretten aus in Eppingen tätig gewesen.

1901 wurde in Mühlbach die erste Kapelle gebaut, 1903 folgte der Bau der Friedenskirche in Eppingen.

Als gemeinsame Kirche der evangelisch-methodistischen Christen in Eppingen, Adelshofen, Mühlbach und Ochsenburg entstand die 1985 eingeweihte Christuskirche.

Eine jüdische Gemeinde in Eppingen ist bereits im 14. Jahrhundert belegt.

Eine größere Gemeinde bildete sich nach dem Dreißigjährigen Krieg und wuchs bis 1736 auf zehn Familien mit zusammen 54 Personen an.

1749 wird erstmals eine Judenschule genannt, die 1772 durch einen Neubau in der Küfergasse 2 (heutige Alte Synagoge) ersetzt wurde.

1818/19 wurde auf der Kuppe des Hellberges ein jüdischer Friedhof eingerichtet.

Die größte Ausdehnung hatte die jüdische Gemeinde im Jahr 1839 mit 222 Personen, sank dann aber durch Aus- und Abwanderung wieder stark ab.

Die Gemeinde war ab 1827 dem Rabbinat Sinsheim, ab 1877 dem Rabbinat Bretten zugeordnet.

1872/73 wurde eine neue Synagoge an der Kaiserstraße erbaut.

1875 wurden 147 Personen gezählt, 1900 waren es noch 124 Personen, 1925 noch 71 und 1933 noch 60.

Die neue Synagoge wurde 1938 niedergebrannt und 1940 abgerissen.

Bis 1940 waren die meisten Eppinger ausgewandert oder in größere Städte verzogen.

Die letzten vier Eppinger Juden fielen 1940/42 der Deportation deutscher Juden zum Opfer.

 Auch die Neuapostolische Kirche ist in Eppingen vertreten.

Seit einigen Jahren unterhält der Islamisch-Türkische Verein eine Moschee in der Stadt.

 

Eingemeindungen

Folgende Städte und Gemeinden wurden nach Eppingen eingegliedert.

1. Juli 1971 : Adelshofen

1. Dezember 1971: Elsenz, Richen, Rohrbach a.G., Stadt Kleingartach

1. November 1972: Mühlbach

 

Einwohnerentwicklung

Einwohnerzahlen nach dem jeweiligen Gebietsstand.

Die Zahlen sind Schätzungen, Volkszählungsergebnisse (1) oder amtliche Fortschreibungen der jeweiligen Statistischen Ämter (nur Hauptwohnsitze).

Der starke Anstieg der Einwohnerzahlen zwischen 1970 und 1975 erklärt sich durch die Eingemeindung von sechs vormals selbstständigen Städten und Gemeinden.

 

Jahr                                Einwohner

 

1778                                            1.570

1809                                           2.320

1825                                           2.750

1852                                           3.266

1. Dezember 1871                   3.337

1. Dezember 1880 (1)            3.621

1. Dezember 1890 (1)            3.546

1. Dezember 1990 (1)            3.467

1. Dezember 1910 (1)             3.402

8. Oktober 1919 (1)                 3.372

16. Juni 1925 (1)                       3.389

16. Juni 1933 (1)                       3.506

17. Mai 1939 (1)                        3.416

31. Dezember 1945 (1)          3.863

13. September 1950 (1)         4.891

6. Juni 1961 (1)                          5.501

27. Mai 1970 (1)                       6.708

31. Dezember 1975               14.870

31. Dezember 1980              14.833

27. Mai 1987 (1)                     15.462

31. Dezember 1990              16.418

31. Dezember 1995              18.688

31. Dezember 2000             20.257

31. Dezember 2005              21.626

31. Dezember 2010              21.388

 

(1)   Volksählungsergebnis    

 

 

Politik

Gemeinderat und Ortschaftsräte

Der Gemeinderat der Stadt Eppingen hat seit der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 insgesamt 26 Mitglieder (-1), die den Titel Stadträtin / Stadtrat führen. Die Wahl führte zu folgendem Ergebnis:

 

Partei/Liste    Stimmenant.    +/-     Sitze      +/-

 

CDU                     39,3 %             - 0,1     10           -1

SPD                     28,3 %              -0,5       8        +-0

FBW                    20,8 %             -2,0        6        +-0

Grüne                  11,6 %              +2,6        2        +-0

Gesamt              100  %                                         26      

 

Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.

In jeder der Ortschaften Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach, Richen und Rohrbach gibt es einen bei jeder Kommunalwahl von der wahlberechtigten Bevölkerung zu wählenden Ortschaftsrat mit einem Ortsvorsteher.

Ferner hat jeder Stadtteil eine Verwaltungsstelle als Außenstelle der Stadtverwaltung.

 

Bürgermeister    

An der Spitze der Stadt Eppingen stand zunächst der Schultheiß, der vom Landesherrn eingesetzt wurde.

Daneben gab es einen von der Bevölkerung gewählten Bürgermeister.

Ferner gab es einen Rat, der im 18. Jahrhundert aus einem Stadt- und einem Anwaltschultheißen sowie sechs Ratsverwandten  und einem Stadtschreiber bestand.

Im 19. Und 20. Jahrhundert leitete der Bürgermeister die Stadtverwaltung.

Seit der Erhebung zur großen Kreisstadt zum 1. Januar 2002 trägt das Stadtoberhaupt die Amtsbezeichnung Oberbürgermeister. Ihm steht ein Beigeordneter mit der Amtsbezeichnung Bürgermeister zur Seite.

 

Stadtoberhäupter seit 1903

1903-1933      Albert Wirth (Bürgermeister)

1933-1937      Karl Doll (Bürgermeister)

1937-1945      Karl Zutavern (Bürgermeister)

1945-1948      Jakob Dörr (Bürgermeister)

1948-1966      Karl Thomä (Bürgermeister)

1966-1980      Rüdiger Peuckert (Bürgermeister)

1980-2004     Erich Pretz (Bürgermeister, ab 1. Januar 2002 Oberbürgermeister)

Seit 2004        Klaus Holaschke (Oberbürgermeister)

 

Wappen und Flagge

Die Blasonierung des Eppinger Wappens lautet:

In gespaltenem Schild vorne in Gold ein roter Schrägbalken, hinten in Schwarz ein rot bewehrter und rot bezungter goldener Adler. Die Stadtflagge ist Rot-Gelb.

Der Schrägbalken des Wappen Badens, ist schon in einem Eppinger Siegel von 1454 nachweisbar und war bis ins 19. Jahrhundert trotz Zugehörigkeit zur Kurpfalz das alleinige Wappen Eppingens.

Nur in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts führte Eppingen kurze Zeit ein anderes Siegelbild.

Zur Unterscheidung wurde später der Reichsadler als Symbol des ehemaligen Reichsdorfs Eppingen in umgekehrten Reichsfarben in die hintere Schildhälfte des Wappens aufgenommen.

Dieses Wappen und die Flagge wurden der Stadt Eppingen am 14. Februar 1958 vom Baden-Württembergischen Innen ministerium verliehen.

 

Städtepartnerschaften

Eppingen unterhält Städtepartnerschaften mit:

Wassy in Frankreich seit 1967

Epping in England seit 1981

Szigetvár in Ungarn seit 1992.

 

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Eppingen liegt an der südlichsten der neun Routen der Deutschen Fachwerkstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

 

Bauwerke

Im historischen Stadtkern von Eppingen, der seit 1983 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz steht, sind zahlreiche Baudenkmäler erhalten.

Die Liste der Baudenkmale in Eppingen nennt rund 240 Objekte im Stadtgebiet.

 

Der Pfeifferturm aus dem 13. Jahrhundert gilt als Wahrzeichen der Stadt und ist das älteste Gebäude der Stadt. 

Der auf einer quadratischen Grundfläche von 6,90 m Kantenlänge erbaute 22 m hohe Turm steht auf 2 m starken Fundamentmauern, die sich bis nach oben auf 60 cm verdünnen.

Der Turm war von 1829 bis 1859 Amtsgefängnis.

 

Katholische Pfarrkirche „Unsere Liebe Frau“, erbaut am höchsten Punkt der Altstadt, enthält Wandmalereien um 1320 in der Turmkapelle.

Das Langhaus der Kirche stammt aus dem Jahr 1435.

Das Bauwerk wurde am 4. April 1945 durch Bombenabwurf schwer beschädigt und nach dem Krieg wiederhergestellt, 1969 bis 1974 um ein Querschiff erweitert.

 

Die Katharinenkapelle wurde 1450 neben der Stadtkirche errichtet.

Das Gebäude wurde säkularisiert und dient lange Zeit als Schule, weist aber noch ein spätgotisches Kreuzgewölbe auf.

Seit 1991 schmückt die der Kirche zugewandte Fassade der ehemaligen Kapelle die 10 Meter breite Darstellung eines Totentanzes.

 

Ein weiteres historisches Kirchengebäude am Rande der Altstadt ist das alte Diakonat, das auf eine um 1520 erbaute Peterskapelle zurückgeht und nach wechselhafter Verwendung u.a. als Stall, lutherische Kirche, Schule, Kindergarten und Bürogebäude in ein Wohn- und Geschäftshaus umgebaut wurde.

 

Die Alte Universität aus dem 15. Jahrhundert diente zunächst als spätmittelalterliches Kaufhaus mit Fleischhalle, Amtssaal, Getreidespeicher und Weinkeller.

In den Pestjahren 1564/65 beherbergte es als Ausweichsquartier einer Fakultät der Universität Heidelberg.

Später war das Gebäude Wohnhaus, zeitweilig im 18. Jahrhundert vielleicht aus Judenschule, zumindest hat sich auch dieser Begriff für das Gebäude erhalten.

Die Stadt Eppingen hat das Gebäude von den Besitzern zwischen 1965 und 1973 erworben und 1984 bis 1987 umfassend saniert. Heute ist dort das Heimat- und Fachwerkmuseum der Stadt Eppingen eingerichtet.

 

Das Eppinger Rathaus am Marktplatz wurde 1824/25 nach Plänen des badischen Baurats Karl August Schwarz durch den Eppinger Werkmeister Franz Auchter im Weinbrennerstil errichtet.

Südwestlich an das Gebäude schließt sich heute ein moderner Erweiterungsbau an.

 

Das Schul- und Behördenviertel entstand 1859 bis 1910 in neoklassizistischem Stil.

Das Ensemble aus Schulgebäuden, ehemaligen Amtsgericht und anderen öffentlichen Einrichtungen ist in Süddeutschland in dieser neoklassizistischen Form einmalig.

 

Die benachbarte, von 1876 bis 1878 nach Plänen des Karlsruher Bauinspektors Ludwig Diemer entstandene Evangelische Stadtkirche rundet das Ensemble ab.

Unterhalb der Kirche befand sich bis 1940 auch die Neue Synagoge der jüdischen Gemeinde, an die heute dort nur noch Gedenktafeln erinnern.

 

Viele weitere Fachwerkhäuser unterschiedlicher Epochen prägen die romantische Altstadt Eppingens.

Das Baumannsche Haus wurde im Jahr 1582 errichtet und wird wegen seiner kunstfertigen Fachwerkbauweise gerühmt.

Das Schwebegiebelhaus um 1500 weist eine seltene alemannische Fachwerkkonstruktion auf.

Die Ratsschänke und das Bäckerhaus aus dem 15. Jahrhundert zählen zu den ältesten Fachwerkhäusern im Kraichgau.

Weiter markante Fachwerkhäuser sind die 1772 erbaute Alte Synagoge der jüdischen Gemeinde mit markantem Hochzeitsstein und das Leiningsche Schlössle bei der Katholischen Stadtkirche.

An der Drei-Stil-Ecke Zunfthausgasse/Kettengasse treffen alemannisches, fränkisches und barockzeitliches Fachwerk aufeinander.

Die bäuerlichen Modellhöfe in der Adelshofener, Brettener und Rappenauer Straße entstanden in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts und galten aufgrund ihrer Größe, Bauweise und Gebäudeanordnung als mustergültig für die Siedlungsneugestaltung im ländlichen Raum in Baden um 1830.

Einige der Bauten sind nach Kriegszerstörung 1945 erfolgte Rekonstruktionen aus den Jahren 1947 bis 1952.

Das Linsenviertel ist eine ehemalige Tagelöhnersiedlung um die gleichnamige Gasse nördlich der Stadtkirche, deren ärmliche Häuser und enge Gassen weitgehend erhalten sind.

Hier befindet sich auch das im 18. Jahrhundert errichtete Alte Spital, das später Armenhaus war und heute als Wohnhaus genutzt wird.

Das Sudhaus und die weiteren Gebäude der Brauerei Palmbräu nahe dem Rathaus bilden ein markantes innerstädtisches Quartier der jüngeren Vergangenheit.

Eine verglaste Vorderfront erlaubt von der Rappenauer Straße aus einen Blick auf die kupfernen Sudkessel.

Der Eppinger Bahnhof wurde 1879 erbaut.

Das historische Gebäude wurde bis in die jünste Vergangenheit zu seinem ursprünglichen Zweck genutzt, dann 2012 zum Verkauf ausgeschrieben und zum 1. Januar 2013 von der Stadt Eppingen erworben.

Die Moschee im Gewerbegebiet ist in den letzten Jahren entstanden und ist eine neue Landmarke am südwestlichen Stadtrand.

Auf dem Ottilienberg befinden sich eine erneuerte Wallfahrtskirche aus dem 15. Jahrhundert und Reste weiterer historischer Gebäude.   35).

 

Theater

Die Badische Landesbühne veranstaltet regelmäßig einmal im Monat ein Gastspiel in der Stadthalle.

Vor Ort ansässig sind das  Babuschka-Theater, das Figurentheater, und (im Stadtteil Elsenz) das Papata Marionetten-Varieté-Theater.

 

Museen und Gedenkstätten

Die Alte Universität beherbergt heute das Stadt- und Fachwerkmuseum.

Der Pfeifferturm ist ebenso eine Außenstelle des Museums wie das Steinhauermuseum in Mühlbach, das Bauernmuseum in Richen, die Weinbaustube in Kleingartach und das Tabakmuseum in Elsenz. In Elsenz, Mühlbach und Rohrbach sind darüber hinaus Heimatstuben eingerichtet.

In der Raußmühle wird eine private volkskundliche Sammlung mit Schwerpunkt Volksmagie und Volksglaube gezeigt.

Das Privatmuseum Sack in der Eichgasse  verfügt in drei Häusern über eine reichhaltige Sammlung historischer Alltagsgegenstände sowie Einrichtungen aus Handel und Handwerk.

Gedenktafeln am Standort der ehemaligen Synagoge in der Kaiserstraße 6/Ecke Ludwig-Zorn-Straße erinnern an die Zerstörung des Gotteshauses beim Novemberprognom 1938 und an die jüdischen Familien der Stadt, die der Shoa zum Opfer fielen.

 

Denkmale

Im Hardtwald sind noch Überreste des Bodendenkmals Eppinger Linien aus dem 17. Jahrhundert zu sehen.

                                              

Sport

Der Sport spielt in Eppingen eine große Rolle, was sich in einem regen Vereinsleben bemerkbar macht.

Das Angebot an Breitensport ist vielfältig, immer wieder aber werden auch von Eppinger Sportlern gute Leistungen auf nationaler und auch internationaler Ebene erreicht.

 

Dazu gehört die 1. Mannschaft des Schachclubs SC Eppingen, die in der 1. Schachbundesliga spielt.

 

Bundesweit bekannt wurde auch der örtliche Fußballverein VfB Eppingen, der am 26. Oktober 1974 in der 1. Amatuerliga Nordbaden spielend, den damaligen Tabellenführer der Fußball-Bundesliga, den Hamburger SV, im DFB-Pokal überraschend mit 2:1 schlug.

In der Saison 1980/81 spielte der Club ein Jahr in der 2. Bundesliga Süd.

 

Der Rad- und Rollschuhverein Eppingen ist seit vielen Jahren vor allem im Rollkunstlauf aktiv und hat viele nationale Erfolge zu verzeichnen.

Auch zu internationalen Wettbewerben wie Europameisterschaften und Europacup konnte der RRV schon mehrfach Sportler entsenden.

 

Im Breitensport aktiv ist der Turnverein 1865 Eppingen, der mit seinen über 1700 Mitgliedern der größte Sportverein am Ort ist und über ein eigenes Turnerheim im Kraichgaustadion verfügt.

Der TV Eppingen richtet neben dem Ottilienberglauf auch jährlich ein Sprungmeeting für Hochsprung und Dreisprung, mit internationaler Besetzung, aus.

 

Regelmäßige Veranstaltungen

 

Unter dem Namen „Halbe nach Fünf“ werden regelmäßig 90-minütige themenbezogene Führungen der Heimtafreunde Eppingen e.V. über Eppingen und seine Geschichte angeboten.

Im Juli findet alle zwei Jahre das Altstadtfest statt,

jährlich im Dezember, seit 1985,  der Weihnachtsmarkt in der Altstadtstraße.

Alle 10 Jahre (zuletzt im Jahr 2010) finden die Eppinger Heimattage statt. Sie wurden 1938 zum ersten Mal abgehalten.

Seit 1999 findet jedes Jahr im Spätsommer der Eppinger Kartoffelmarkt statt. Rund um den Marktplatz bieten Eppinger Gastronomen eine Vielzahl an Kartoffelgerichten.

Jährlich zur Faschingszeit findet seit 2003 der sogenannte Nachtumzug statt, bei dem einige dutzend Vereine und Gruppen (2011= 71) mit hunderten Mitziehenden (2009 ca. 1.700) teilnehmen und zu dem mehrere tausende Besucher (2011 geschätzt 15.000 bis   20. 000) nach Eppingen strömen. Immer beliebter wurde auch der Leiergassenumzug an Fastnachtssonntag.

                                              

Wirtschaft und Struktur

Verkehr

Eppingen ist über die Bundesautobahn  6,  Mannheim-Heilbronn,  Anschlussstellen  Sinsheim-Steinsfurt und Bad Rappenau zu erreichen.

Die B 293 Karlsruhe-Heilbronn führt seit 1996 als Umgehungsstraße nördlich um die Kernstadt herum.

Den öffentlichen Personennahverkehr bedient vor allem die am 1. Juni 1997 eröffnete Linie S4 der Stadtbahn Karlsruhe Karlsruhe-Bretten-Eppingen auf der Kraichgaubahn, mit den Haltestellen Eppingen West und Bahnhof.

Am 26. September 1999 wurde die Linie als Teil der Stadtbahn Heilbronn bis zum Hauptbahnhof Heilbronn verlängert und 2004 bis in die Heilbronner Innenstadt.

Eine Verlängerung bis nach Öhringen wurde im Dezember 2005 eröffnet.

Nach Eppingen führt auch die Bahnstrecke Steinsfurt-Eppingen, die in Richen über einen Haltepunkt verfügt.

Diese ist 2009 in die S-Bahn Rhein-Neckar integriert worden und wird nun von der Linie S5 bedient, welche bis Heidelberg geht.

In der Stadtbahn S4 gelten die Tarife des Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehrs (H3HNV) und des Karlsruher Verkehrsverbundes (KVV).

Die Strecke von Sinsheim-Steinsfurt ist in den Verkehrsverbund Rhein-Neckar (VRN) integriert.

Die Eppinger Stadtteile sind durch ein Busliniennetz erschlossen.

 

Ansässige Unternehmen

In Eppingen ist die 1835 gegründete Traditionsbrauerei Palmbräu ansässig.

Das 1873 gegründete, international tätige Maschinenbauunternehmen Dieffenbacher stellt Pressensysteme und Produktionsanlagen für die Industrie her.

 Es beschäftigt derzeit 1800 Mitarbeiter.

Das Unternehmen Vöroka hat sich auf Überdachungen spezialisiert.

                                              

Medien

Über das lokale Geschehen in Eppingen berichtet die Tageszeitung „Kraichgau Stimme“, die im Verlag der „Heilbronner Stimme“ erscheint.

Vorgängerin der „Kraichgau Stimme“ war die Eppinger Zeitung.

Darüber hinaus berichtet die „Rhein-Neckar-Zeitung“ (RNZ) aus Heidelberg mit Lokalredaktion in Sinsheim ausführlich über das lokale Geschehen in Eppingen und im Kraichgau.

Der „Stadtanzeiger der Stadt Eppingen“ erscheint wöchentlich als amtliches Blatt und auch als Mitteilungsblatt über regionale Ereignisse.

 

Behörden und Einrichtungen

Eppingen ist Sitz eines Notariats.

Das Polizeirevier Eppingen ist zuständig für die Verwaltungsgemeinschaft Eppingen, die Stadt Bad Rappenau und die Gemeinde Kirchardt.

Das frühere Städtische Krankenhaus wurde 2004 geschlossen, das Gebäude beherbergt seit 2006 ein Gesundheitszentrum.

                                              

Bildung
In Eppingen gibt es das Hartmanni-Gymnasium,

die Selma-Rosenfeld-Realschule,

die Hellbergschule,

eine Grund- und Hauptschule mit Werkrealschule,

sowie die Grundschule im Rot.

Im Stadtteil Elsenz gibt es die Förderschule Kraichgauschule.

Weitere Grundschulen gibt es in den Stadtteilen Adelshofen, Elsenz, Kleingartach, Mühlbach, Richen (Burgbergschule) und Rohrbach.

Die private Christian-Heinrich-Zeller-Schule für Erziehungshilfe des Kleingartacher e.V. sowie die Arnold-Dannemann-Akademie, ein Institut für Bildung und Ausbildungsgänge des Christlichen Jugenddorfwerks Deutschland mit einer Fachschule für Sozialpädagogik runden das schulische Angebot in Eppingen ab.

Das Theologische Seminar im Stadtteil Adelshofen bietet ein Masterstudium in Praktischer Theologie an.

                                              

Die Stadtbücherei Eppingen verfügt über einen Bestand von 18.000 Medien.  35).

                                              

Persönlichkeiten

Ehrenbürger

Die Stadt Eppingen hat folgenden Personen das Ehrenbürgerrecht verliehen:

1933  Adolf Hitler        (1946 zurückgenommen)

1933  Walter Köhler   (1946 zurückgenommen)

1933  Robert Wagner (1946 zurückgenommen)

1994  Otto Bachmann

1995  Heinz Faller

1995  Alois Frank

1999  Reinhold Maier

2004  Erwin Keller

2009  Klaus Kirchgessner

 

Daneben vergibt die Stadt an Personen, die sich verdient gemacht haben, in unregelmäßigen Abständen

Wappenteller.

 

Bekannte Söhne und Töchter der Stadt

Nach Geburtsjahr geordnet:
Hartmannus Hartmanni, (ca 1472-1510), Kanoniker an der Heidelberger Heiliggeistkirche und Stifter eines bis 1949 bestehenden Stipendiums

Konrad Költer, Rektor der Heilbronner Lateinschule von 1492-1527

Anton Eisenhut, Pfarrer und Theologe, 1525 verhaftet und enthauptet

Leonhard Engelhart, (1550-1562), Rektor der Lateinschule Eppingens

Johan Maurits Mohr, (1716-1775), deutsch-niederländischer Geitlicher und Astronom

Johann Matthias Schember, (1762-1806), lutherischer Pfarrer in Eppingen

Christian Wilhelm Köster, (1766-1803), amtierte als lutherischer Pfarrer in Eppingen

Phlipp Nikolaus Müller, war Diakon in Eppingen von 1778 an

Karl Mann, (1806-1869), Geistlicher und Dekan

Jakob Wittmer, (1817-1891), Landtagsabgeordneter von 1879-1882

Dr. Carl August Wilhelm, Geheimer Hofrat, ab 1829 Arzt in Eppingen, wurde 1843 zum Physikus ernannt

Leopold Regensburger, (1834-1900), Rechtsanwalt

Hillel Sondheimer, (1840-1899), Rabbiner und Autor

Heinrich Augustt Wittmer, (1847-1896), Landtagspräsident der II. Kammer

Rudolf Hoffmann, (1851-1938), Landschaftsmaler

Konrad Metzger, (1856-1933), Küfer und Bierbrauer, war im Aufsichtsrat d. Vorschußvereins, später Direktor der Volksbank

Rudolf Hoffmann, (*1857), später Badischer Baurat und Denkmalpfleger

Jakob Renz, (1866-1951), Heimatkundler, Bürgermeister und Ehrenbürger von Mosbach

Ludwig Zorn, (1869-1934), ragt aus der Brauerfamilie Zorn besonders heraus. Er gehörte auch dem Gemeinderat an

Karl Vielhauer, (*1870), Tierarzt, Schlachthofdirektor in Hamburg

Heinrich Luz, (1871-1926), eröffnete 1897 am Marktplatz eine Druckerei

Hermann Emil Kuenzer, (1872-1946), Reichskommissar, er war an verschiedenen Orten Staatsanwalt und ein Jahr nach dem Ersten Weltkrieg Reorganisator der Badischen Gendarmerie

Albert Wirth, (1875-1957), Bürgermeister von 1903-1933, er stirbt im Dezember 1957

Otto Vielhauer, (1875-1958), Politiker, Landtagsabgeordneter

Hermann Gebhard, (1878-1928), Landwirt und Politiker, Landtagsabgeordneter, Kämpfer für die Landwirtschaft, Präsident der Badischen Landwirtschaftskammer, Vorsitzender des Bad. Landbundes

Johannes Kleinheins, (1879-1938), Heimatdichter

Dr. Adolf Vielhauer, (1880-1959), Missionar und Pfarrer,  Übersetzer der Bibel in die Balisprache

Jakob Dörr, (1884-1971), Bürgermeister in Knielingen

Philipp Vielhauer, (1886-1962), Direktor der Volksbank Eppingen

Emil Thoma, (1889-1957), katholischer Stadtpfarrer in Eppingen und Mühlbach, Gründer der „Neuen Heimat“

Selma Rosenfeld, (1892-1984), Lehrerin und Professorin

Willy Schmelcher, (1894-1974), Höherer SS- und Polizeiführer

Fritz Luz, (1905-1987), Geschäftsführer und Schriftleiter der „Eppinger Zeitung“

Karl Doll, *1905, Bürgermeister in Schönau, Oberkirch

Max Bravmann, (1909-1977), Hochschullehrer für Semitische Philologie

Albert Dieffenbacher, (1919-2014), langjähriger Stadtrat, Geschäftsführer in der 3. Generation der Maschinenfabrik Dieffenbacher (früher „JDS“)

Gerhard Dieffenbacher, (1922-2011), langjähriger Vorstand des Tennisclubs Eppingen, Geschäftsführer in der 3. Generation der Maschinenfabrik Dieffenbacher (früher“JDS“)

Joachim Pöltl, (*1953), Hornist und Professor

Rosemarie Wenner, (*1955), Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche für Deutschland

 

Sonstige mit der Stadt in Verbindung stehende bekannte  Personen

Matthias Quad, (1557-1613), Schriftsteller und Kupferstecher, war ab 1612 Hilfslehrer in Eppingen

Klaus Zapf (1952-2014), Umzugsunternehmer

 

Baudenkmale in Eppingen

Im historischen Stadtkern von Eppingen, der seit 1983 als Gesamtanlage unter Denkmalschutz steht, sind zahlreiche Baudenkmäler erhalten. Die Liste der Baudenkmale in Eppingen nennt rund 240 Objekte im Stadtgebiet.   35).

1983

Bauerngarten, Arzneipflanzen und Kräuter im Kraichgau und in Eppingen

Salbei, gegen Nachtschweiß und als Absud als Gurgelwasser:

Leuchtend blühet Salbei ganz vorn am Eingang des Gartens, süß von Geruch, voll wirkender Kräfte und heilsam zu trinken.

Manche Gebresten der Menschen zu heilen, erwies sie sich nützlich, ewig in gründender Jugend stehn, hat sie sich dadurch verdient.

Wermut, hochgelobtes Heilkraut gegen verschiedene Leiden:

Dicht daneben der Platz trägt die Stauden des bitteren Wermuts, der mit zähem Gezweig der Mutter der Kräuter verwandt ist.

Anders jedoch ist die Farbe des Laubs der entwickelten Zweige, Duft ist ein anderer, und bitter bei weitem schmeckt er zu trinken.

Brennender Dust zu bezwingen und Fieberglut zu vertreiben, diese Wirkung durch rühmliche Kraft kennt man lang aus Erfahrung.

Auch wenn plötzlich vielleicht der Kopf dir hämmert in scharfem

stechendem Schmerz oder quälender Schwindel erschöpfend dich heimsucht, wende an ihn dich um Hilfe und koche des laubigen Wermuts bitteres Grün;  dann gieße den Saft aus geräumigem Becken und überspüle damit den höchsten Scheitel des Hauptes.

Hast du mit dieser Brühe die feinen Haare gewaschen, lege dir auf, daran denke, zusammengebundene Blätter, und eine mollige Binde umschlinge das Haar nach dem Bade.

Ehe noch zahlreiche Stunden im Laufe der Zeit verinnen, wirst du dieses Mittel bewundern nebst all seinen anderen Kräften.

Lilie, bei Brandwunden, Geschwüren, Geschwulsten, Karbunkeln, Hautunreinigkeiten, Ausschlägen, Quetschungen, Gicht, Rheumatismus und Hexenschuss:

Leuchtende Lilie, wie soll im Vers und wie soll im Liede würdig euch preisen die dürftige Kunst meiner nüchternen Muse ?

Euer schimmerndes Weiß ist Widerschein schneeigen Glanzes, holder Geruch der Blüte gemahnt an die Wälder von Saba.

Nicht übertrifft an Weiß der parische Marmor die Lilien, nicht an Düften die Narde.

Und wenn die tückische Schlange listiger Art gesammeltes Gift aus verderblichem Munde spritzt und grausamen

Tod durch kaum erkennbare Wunde sendet ins innere

Herz, dann zerreibe Lilien im Mörser, trinke den Saft, dies erweist sich als nützlich, mit schwerem Falerner.

Oder bei Quetschungen lege man sie auf die bläuliche Stelle, alsbald wird man auch hier zu erkennen vermögen die

Kräfte die diesem heilenden Stoffe gegeben sind, Wunder bewirkend.

Schließlich ist der Liliensaft auch gut bei Verrenkung der Glieder.

Rose, diese herrliche Blume ist mit Liebe und Leid der Menschen unteilbar verbunden:

Schenkt zum Ersatz die Rose alljährlich üppig goldgelben Flor ihrer purpurnen Blüte, die allen Schmuck der Gewächse alsbald an Kraft und Duft, wie man sagt, so weit überstrahlte, dass man mit Recht als die Blume der Blumen sie hält und erkläret.

Sie erzeugt ein Öl, das nach ihrem Namen genannt wird.

Wie oft dieses zum Segen der Sterblichen nützlich sich zeiget, keiner den Menschen vermag es zu wissen oder zu sagen.

Ihr zur Seite, bekannt und geehrt, stehn der Lilie Blumen ….

Holunder (Holderbusch),

bei Erkältungskrankheiten, Wassersucht, Nieren- und Blasenleiden, Steinleiden, Gicht, Rheumatismus, Verstopfung und Erkrankung der Atemorgane

Petersilie,

Petersilie, Suppenkraut wächst in unserm Garten,

und die Marie ist die Braut, kann nicht länger warten.

Unter einem Holderbusch gab sie ihrem Schatz ein' Kuss.

 

Petersilie, Suppenkraut wächst in unserm Garten,

unser Annchen ist die Braut, kann nicht länger warten.

Roter Wein und weißer Wein, morgen soll die Hochzeit sein.

 

Ein Kraut wächst in der Aue mit Namen Wohlgemut,

 liebt (gefällt) sehr den schönen Frauen, dazu die Holderblüt,

die weiß und rote Rosen hält man in großer Acht,

tut's Geld darum verlosen, schöne Kränze daraus macht.

 

Rosestock, Holderblüt !

Wann i mein Dirnderl sieh, hüpft mer vor

lauter Freud s'Herzerl im Leib.

 

oder das Lied

Am Holderstrauch:

Der Holderstrauch, der Holderstrauch, der blüht so schön im Mai.

da sang ein kleines Vögelein ein Lied von Lieb und Treu.

 

Am Holderstrauch, am Holderstrauch wir saßen Hand in Hand,

wir waren in der Maienzeit die Glücklichsten im Land.

 

Am Holderstrauch, am Holderstrauch, da muß geschieden sein.

kehr bald zurück, kehr bald zurück, Herzallerliebster mein.

 

Am Holderstrauch, am Holderstrauch, da weint ein Mädchen sehr.

Der Vogel schweigt, der Holderstrauch, der blüht schon längst nicht mehr.

 

Am Holderstrauch, am Holderstrauch, da fiel der Abschied schwer,

er zog ins Feld, er starb als Held, für Deutschlands Kron und Ehr.

 

Am Hollerbusch, do steht e Maid, holt sich en Schorz voll Bliet.

Un wie se roppt und wie se zoppt, singt sie dazu e Lied:

 

Hollerbusch, Hollerbliet! Wer geht zum Bründel mit ?

Hollerbusch, Hollerbliet ! Wer kriegt de Kranz ?

 

Zum Hollerbusch, wer geht do na ? E saubrer, junger Bu.

Un wie er hikümmt, hält er g'schwind der Maid die Aage zu.

 

Hollerbusch, Hollerbliet ! Wer geht zum Bründel mit ?

Hollerbusch, Hollerbliet ! Wer kriegt de Kranz ?

 

Beim Hollerbusch, do steht e Paar, die hawe sich so geern,

und wann se üwerts Johr noch stehn do muß doch Hochzich wern.

 

Hollerbusch, Hollerbliet ! Wer geht zum Bründel mit ?

Hollerbusch, Hollerbliet ! Wer kriegt de Kranz ?

 

Vom Hollerbusch, do fällt die Bliet, der Winter kummt herbei.

O junges Blut, sieg dich wol für, ob dir die Schatz bleibt treu.

 

Hollerbusch, Hollerbliet ! Wer geht zum Bründel mit ?

Hollerbusch, Hollerbliet ! Wer kriegt de Kranz ?

 

Rosmarin

stillet Bauchgrimmen, Blätter und Blüten stärken das Herz, vertreibt das Herzklopfen,

Schwermuth, Ohnmacht, Schlafsucht, Schwindel, Lähmung bei Zungen, Gicht, Krampff und Zittern der Glieder, der

Schlag und die Fallende Sucht, widersteht der Fäulnis, macht die wackelnden Zähne feste, machet das Haar häufig und lang, schärft den Verstand, bringet die gelähmten Nerven zurechte.

 Ein Brieflein schrieb sie mir, ich sollt treu bleiben ihr.

Drauf schickt ich ihr ein Sträußelein von Rosmarin und Nägelein,

sie sollt, sie sollt, sie sollt mein eigen sei´.

oder

Rosmarin und Veilchenblätter schenk ich Dir zu guter Letzt,

das soll sein das letzt Gedenken, weil ich von dir scheiden muß.

oder

Rosmarin und Veilchen, Nelken mach ich meinem Schatz zum Strauß,

Das soll sein letzt Gedenken, das soll sein Abschiedsstrauß.

oder

Rosmarin und Veilchenblätter schick ich dir zum Abschiedsgruß,

und zu deinem Angedenken, dieweil ich von dir scheiden muß.

oder

Rosmarin und Salbeiblättlein schenk ich dir zum Abschiedsgruß,

und dies sei mein letzt Gedenken, weil ich dich verlassen muß.

oder

Zwischen Rosen, Rosmarin, stand des Liebchens Namen drin.

Sieh, jetzt wards dem Jüngling klar, wo seine Braut zu finden war.

(Von der Wanderschaft zurück)

oder

Kommt ihr Jungfraun, kommt gegengen, kränzet mir mein Haupt mit Rosmarin,

dieweil ich Braut und Jungfer bin. (Meister Müller, tut mal sehen)

oder

Sie ging im Grünen her und hin,

statt Röslein fand sie Rosmarin;

"So bist du, mein Getreuer, hin!

Liegt bei dir unter den Linden,

mein Totenkränzlein schön". (Rosmarin)

 

oder das Lied "Traum":

Ich hab die Nacht geträumet,

wohl einen schweren Traum;

Es wuchs in meinem Garten ein Rosmarienbaum.

 

Ein Kirchhof war der Garten,

ein Blumenbeet das Grab,

Und von dem grünen Baume fiel Kron' und Blüte ab.

 

Die Blüten tät ich sammeln

in einem goldnen Krug;

Der fiel aus meinen Händen,

daß er in Stücke schlug.

 

Daraus sah ich Perlen rinnen

und Tröpflein rosenrot.

 

Was mag der

Traum bedeuten;

Ach, Liebster, bist du tot ?

Bauernkrieg

Wegen Ausbeutung durch Fürsten und Kirche bilden sich freie Bauernbünde

1450

In Schwaben, Elsaß, Franken und Thüringen

1524/1525

Wurde im Rahmen der Baden-Württembergischen Heimattage 2007 durch Schüler der Eppinger Schulen nachgestellt

2007

Bauernmuseum Richen

Bildergebnis für bauernmuseum richen  Bild: Eppingen org.

     

Wurde von freiwilligen Helfern erschaffen

2000

Bauernregeln in Eppingen

 

Generelle Regeln:

Kräht der Hahn auf dem Mischd,

ändert sich's Wädder, odder s'bleibt wie's isch.

 

Wann de Valdin (Grünspecht) schreit,

dann rägerts.

 

Wer en de Haaierd nedd gawwld,

en de Äärn ned zawwld,

em Schbodjohr ned friieh uffschdeehd,

muss gugge wie's em em Winder geht.

 

Monatsregeln:

 

Januar

Am 8. Januar ist der Sankt-Erhard-Gedenktag.

Erhard von Regensburg war ein Wanderbischof aus dem südfranzösischen Narbonne.

Gegen Ende des 7. Jahrhunderts kam er durch das Elsass, wo er der Legende nach die Herzogstochter Odilia heilte,

die seit ihrer Geburt blind war.

Vom Elsass gelangte er nach Regensburg an den Hof der bayrischen Agilofinger.

Hier missionierte er die Bayern bereits vor der Gründung des Bistums Regensburg.

1054 wurde er heiliggesprochen.

Die Bauernregeln für seinen Gedenktag erinnen daran, dass die Feiertage nun endgültig vorbei sind,

und man nun wieder an die Arbeit geht - vorzugsweise mit der Hacke:

"Sankt Erhard mit der Hack', steckt die Feiertage in den Sack."

Ist der Boden frostfrei, wird ein frühes Winterende er wartet: "Sankt Erhard mit der Hack', steckt die Wintertage in den Sack." 

 

In der christlichen Kirche gibt es gleich mehrere Heilige mit dem Namen Vincenz. 

Am 22. Januar ist der Gedenktag des Märtyrers Vinzenz von Valencia, der gegen Ende des 3. Jahrhunderts in der römischen Provinz Hispanien gelebt hat, dem heutigen Spanien.

Der Geistliche wurde im Jahre 304 während der Christenverfolgung des römischen Kaisers Diokletian verhaftet und grausam zu Tode gefoltert.

Sein Gedenktag galt früher als Mitte des Winters.

Die Bauernregeln sind sich bezüglich des Vinzenztags nicht ganz einig.

Für den Wetterverlauf des Jahres heißt es: "Wie das Wetter zu Vinzenz war, wird es sein das ganze Jahr."

Für die Ernteerwartung jedoch gilt: "Kommt Sankt Vinzenz tief im Schnee, bringt das Jahr viel Heu und Klee",

aber auch: "Zu Vinzenzi Sonnenschein, bringt viel Korn und Wein."  

 

Die Bauernregeln für Januar besagen allgemein, dass ein möglichst kalter Januar gut für die kommende Ernte ist.

Ein warmer, verregneter Januar weist auf einen schlechten Sommer hin. 

 

Bei Donner em Winder

isch viel Kält' dåhinder

 

Wenn kloiner Rääge will,

macht großer Wind er still

 

Uff guud Wedder vertrau,

beginnt de Daag nebelgrau.

 

Isch de Jänner naß,

bleibt leer das Faß

 

Wånn de Maulwurf wirft im Januar,

so dauert de Winder bis Mai sogar.

 

Der Januar muß krachen,

soll der Frühling lachen.

 

Bei Donner im Winter ist viel Kält dahinter.

 

Februar

 

Der Februar wird in Österreich auch als Feber bezeichnet, er ist seit der römischen Kalenderreform von 153 v. Chr. der zweite Monat des Jahres.

Zuvor war er der letzte, denn das Jahr begann mit dem März.

Seinen Namen trägt er nach dem alten römischen Reinigungs- und Sühnefest Februa, das damals zum Jahresende begangen wurde.

In normalen Jahren hat der Februar 28 Tage, in Schaltjahren 29 Tage.

Dabei wird aber nicht einfach der 29. Februar angefügt, sondern der 24. Feburar doppelt gezählt. 

Das sieht man daraus, dass sich die kirchlichen Feiertage und die Namenstage bereits ab dem 24. Februar um einen Tag verschieben.

Die Bauernregeln sgaen wie im Januar:

Je kälter der Februar, desto besser werden der Frühling und der Sommer.   

Am 5. Februar ist der Gedenktag für die Heilige Jungfrau Agatha.

Die Jungfrau Agatha von Catania hat in der ersten Hälfte des 3. Jahrhunderts auf Sizilien gelebt.

Sie war sehr fromm und weihte ihr Leben Christus.

Ihr Problem: Quintianus, der heidnische Statthalter Roms auf Sizilien, wurde auf die Tochter wohlhabender Eltern aufmerksam und begehrte sie zur Frau.

Als Agatha dieses Ansinnen ablehnte, ließ Quintianus sie verhaften und grausam zu Tode foltern.

Der Legende nach erschien ihr dabei der Heilige Petrus und linderte ihre Qual.

Die Bauernregeln für Agathas Gedenktag lauten: "St. Agatha die Gottesbraut, macht, dass Schnee und Eis gern taut",

"Ist Agatha klar und hell, kommt der Frühling nicht so schnell",

aber auch: "An St. Agathe Sonnenschein, bringt recht viel Korn und Wein." 

 

Wann de Dachs en Lichdmess (2. Februar) sein Schadde sieht,

bleibd's noch 6 Woche kald.

 

Wind vumm Sinke der Sonn

isch mit Rääge vebündet,

Wind vumm Schdeige der Sonn

uns guud Wedder vekindet.

 

De Nebel, wånn er schdeigend sich erhält,

bringt Rääge, doch klar Wedder, wenn er fällt.

 

Wenn korz vor Vollmond

de Sunne Uffgång neblich war,

wärd's Wedder in de nächschde Daage

warm unn klar.

 

Singt die Amsel scho hell,

geht's dem Bauern an sei Fell.

 

Sonnt sich die Katz im Februar,

muss sie im März zum Ofen gar

 

Auf hartes Winters Zucht folgt gute Sommersfrucht.

 

Sternschnuppen im Winter in heller Masse

melden Sturm und fallen ins Nasse.

 

Früher Vogelsang macht den Winter lang.

 

 

 
   

 

März

             

Der März ist für den Bauern ein wichtiger Monat, bedeutet er doch das Ende des Winters und den Beginn des Frühlings.

Wie schon in dem alten Volkslied besungen, hat "im Märzen der Bauer" viel Arbeit.

Das Wetter kann ihm helfen, ihm aber auch einen dicken Strich durch die Rechnung machen.

Allgemein wünscht man sich eine deutliche Erwärmung des Wetters im März:

"Der März soll wie ein Wolf kommen und wie ein Lamm gehen." Insgesamt hat man aber weniger Angst vor etwas Schnee als vor einem zu feuchten oder zu warmen März:

"Fürchte nicht den Schnee im März, darunter wohnt ein warmes Herz", "Wenn im März viel Winde weh'n, wird's im Mai dann warm und schön", "Auf Märzenregen folgt kein Segen",

und: "Ein grüner März bringt selten etwas Gutes." 

Am 19. März ist der Josefstag. 

Zu den bekanntesten Heiligen der christlichen Kirchen zählt Josef von Nazareth, nach dem christlichen Glaubensbekenntnis Ehemann der Jungfrau Maria und Stiefvater von Jesus Christus.

Von der Bevölkerung wurde er allerdings als Vater von Jesus angesehen.

Der einfache Zimmermann ist seit 1870 Schutzpatron der katholischen Kirche.

Sein Gedenktag ist in der katholischen Kirche ein Hochfest.

Die Bauernregeln betonen das Ende des Winters:

"Wenn's erst einmal Josefi ist, so endet auch der Winter gewiss."

Bei gutem Wetter schließen sie auf den Sommer:

"Ist's am Josefstag schön, kann's nur gut weitergehen",

und "Ein schöner Josefstag bringt ein gutes Jahr."

Allerdings muss der Bauer auch etwas dafür tun:

"Am Josefstag soll der faulste Bauer auf seinem Acker sein." 

 

Viel unn långer Schnee: viel Heu,

awwer mager Korn unn dicke Spreu.

 

Viel Schnee, den uns de Lenz entfernte,

läßt zurück uns reiche Ernte.

 

März trocke, April naß,

Mai luschdich vunn beidene Seite was,

bringt Korn en de Sack unn Wei ens Faß.

 

Barbara kalt mit Schnee,

verspricht viel Kern auf jeder Höh' !

 

Fällt im Märzen viel Schnee,

tur's den Blüten weh.

 

Druggicher März, nasser Abril,

kiiehler Maai, filld d'Keller,

d'Schbeicher unn gibd Haai.

 

Wånn's em März donnere duud, wärd de Rogge guud.

               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

April

 

"April, April, der macht, was er will."

Diese Bauernweisheit kennt schon jedes Kind.

Gemeint is das wechselhafte Aprilwetter, bei dem in einem Moment die Sonne scheint wie im Sommer, im nächsten Moment ein schwerer Schauer niedergehen kann.

Auch andere Bauernweisheiten für den April beschäftigen sich mit der Wechselhaftigkeit und der Unwägbarkeit des Aprilwetters:

"Aprilwetter und Kartenglück wechselt jeden Augenblick",

"Wenn es der Teufel will, kommt der Frost noch im April",

aber auch: "Im April ein tiefer Schnee - keinem Dinge tut er weh."

Im Hinblick auf die Bedeutung des Wetters sind sich die Bauern aber nicht ganz einig:

"Nasser April und windiger Mai bringen ein fruchtbar Jahr herbei",

und: "Nasser März und trockener April, kein Kräutlein geraten will." 

Am 14. April ist der Gedenktag des Heiligen Tiburtius von Rom, eines Märtyrers, der in der zweiten Hälfte des 2. Jahrhunderts lebte.

Gemeinsam mit seinem Bruder Valerianus wurde er wegen seines christlichen Glaubens angeklagt und zum Tode verurteilt.

Irgendwann um die Jahrhundertwende vom 2. zum 3. Jahrhundert wurde er dann von seinen römischen Landsleuten hingerichtet.

Die Bauernweisheiten zu diesem Tag beschäftigen sich mit dem Einzug des Frühlings:

"Am Tiburtiustag, alles grünen mag",

"Grüne Felder am Tiburtiustag, die ziehen viel Getreide nach",

und: "Tiburtius kommt uns sehr gelegen, mit seinem grünen Blättersegen."

Aber auch die Rückkehr der Zugvögel ist ein Thema: "Tiburtius kommt mit Sang und Schall, bringt Kuckuck und die Nachtigall."

 

Halde Birk' unn Weid'

ihr Wipfellaub lange,

isch zeit'ger Winter

unn gut Friiejåhr im Gange.

 

Schdelle Blätter an der Eiche

scho vor Mai sich ei,

gedeiht im Lande Korn unn Wei.

 

Wånn em Schlehdorn vor Mai scho Blüte hängt,

scho Reife der Roggen vor Jakobi empfängt.

 

Um Heu unn Korn wärd schlimm es schdeehn,

je schbäder wir Bliiede em Schledorn sehn.

 

Wohl hundert Mål schlecht des Wedder um,

des isch em April sei Privilegium.

 

En Wind, der vunn Oschdern bis Pflingschde regiert,

em gånze Jåhr sich wenich verliert.

 

Mai

 

 

Die Eisheiligen:  Die erste Maihälfte ist für Bauern und Gärtner eine brenzlige Zeit, denn dann kommen die Eisheiligen.

Konkret handelt es sich um die Gedenktage:

11. Mai: Heiliger Mamertus;

12. Mai: Pankratius;

13. Mai: Servatius;

14. Mai: Bonifatius;

15. Mai: Sophia.

Erst mit Ablauf der "kalten" Sophie" gilt die Gefahr verheerender Spätfröste als endgültig gebannt, das milde Frühlingswetter sollte sich jetzt stabilisieren.

So sehen das auch die Bauernweisheiten:

"Mamerz hat ein kaltes Herz",

"Pankratius und Servatius bringen oft Kälte und Verdruss",

"War vor Servatius kein warmes Wetter, wird es nun von Tag zu Tag netter",

und: "Vor Nachtfrost du nicht sicher bist - bis Sophie vorüber ist.". Deshalb gilt: "Pflanze nie vor der kalten Sophie".   

Der 25. Mai ist der Gedenktag des Heiligen Urban I., der von 222 bis 230 Bischof von Rom und Papst war.

Er stammte aus der Stadt Rom selbst und übte sein Amt während der Regierungszeit des loreanten Kaisers Severus Alexander aus.

Er soll am 25. Mai des Jahres 230 gestorben sein.

Aufgrund einer Verwechslung mit dem Heiligen Urban von Langres gilt Urban I. bis heute fälschlicherweise als Schutzpatron der Winzer.

Den Bauernweisheiten ist das egal, sie stellen einen Zusammenhang zwischen dem Wetter am Urbanstag und der Weinlese im Herbst her: "Die Witterung an St. Urban, zeigt des Herbstes Wetter an",

"Wie's Wetter am St.-Urbans-Tag, so der Herbst wohl werden mag", "Scheint die Sonne am Urbanitag, wächst guter Wein nach alter Sag", und: "St. Urban hell und rein, segnet die Fässer ein".

 

Lasse die

Frösche sich heere mit Knarre,

wärsch du nedd lång uff de Rääge harre.

 

Wenn de Froschlaich em Lenz diief em Wasser war,

uff trockenen Sommer deutet das;

liegt er flach nur odder em Ufer gar,

dånn wärd de Sommer bs'unders naß.

 

Wånn Johanniswärmle

schee leichde unn glänze,

kummt Wedder zur Luschd

unn em Freie zu Tänze.

 

Verbirgt sich des Tiierle bis Johanni unn weiter,

wärd's Wedder einschdweile nedd warm unn nedd heiter.

 

Wånn Schbinne fleißich weebe em Freie,

lässt sich dauernd schee Wedder prophezeie;

Weebe se nedd, wärd's Wedder sich wende,

g'schiehts bei Rääge, wärd er bald ende.

 

De Mai kiiehl, de Bråchmond nedd naß,

fillt em Låndmånn Schbeicher, Keller, Kaschde unn Faß.

 

 

 

 

 

 

Juni

 

 

Am 27. Juni ist der Siebenschläfertag.

Nach den alten Bauernregeln entscheidet sich der Wetterverlauf des Sommers am 27. Juni. Und tatsächlich entwickeln sich um diese Zeit herum oft stabile Wetterlagen, die weit bis in den Juli und sogar August hinein anhalten können.

So heißt es etwa: "Siebenschläfer Regen, sieben Wochen Regen."

Viele Leute beziehen den Namen des Siebenschläfertages auf das gleichnamige Nagetier, das bis in den Mai hinein Winterschlaf hält. Doch das ist falsch.

Der Name kommt nämlich aus der Legende von den "Sieben Schläfern".

Das waren sieben christliche Brüder, die sich im Jahre 251 auf der Flucht vor den Römern bei Ephesus in der Landschaft Ionien in Kleinasien in einer Höhle versteckt und dort fast 200 Jahr geschlafen haben sollen, bevor sie wieder aufwachten. 

Am 11. Juni ist der Tag des heiligen Barabas, er hieß eigentlich Josef und zählte zu den Jüngern Jesu, nicht aber zum engeren Kreis der zwölf Apostel.

Das Mitglied der ersten christlichen Gemeinde widmete sich der Heidenmission und predigte in Rom und Mailand.

Dann zog Barnabas in seine Heimat Zypern und missionierte dort, bis er im Jahre 61 von wütenden Juden gesteinigt wurde.

Die Bauernregeln beschäftigen sich mit dem ersten Heu, das um diese Zeit gemacht wird, und mit den günstigen Auswirkungen von Regen: "St. Barnabas schneidet das Gras",

"Zu St. Barnabas gehört die Sense auf die Wiese",

"Regen an St. Barnabas, währet 40 Tage ohne Unterlass",

"Regnet es an Barnabas, schwimmen die Trauben bis ins Fass", und: "Wenn Barnabas bringt Regen, so gibt es auch viel Traubensegen." 

 

Oii Elschder alloi isch schlechden Wedders Zeiche,

doch fliegt des Elternpaar, wärd schlechdes Wedder weiche.

 

Singt die Graasmück eh' treibe die Rebe,

will Gott a guuds Jååhr unns gebe.

 

Schdeigd die Lerche hoch, singt lång hoch oben,

hädd ball ihr des lieblichschde Wedder zu loben.

 

De Middag des Freidichs prägt unns ei,

wie kinfdich Sunndaags des Wedder wärd sei.

 

Em Juni wärd des Nordwinds Horn

noch nix verderbe an dem Korn.

 

Schdelld de Juni mild sich ei,

wärd mild aa de Dezember sei.

 

Hadd Medardus (8.6.) am Rääge Behaage,

will er ihn aa en de Ernde jaage.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Juli

 

Am 10. Juli ist der Siebenbrüdertag.

Ist er etwa doppelt zum Siebenschläfertag am 27. Juni?

Nein, denn die sieben Brüder waren der Legende zufolge die sieben Söhne der Heiligen Felicitas, und die haben mit den sieben Schläfern außer ihrer Anzahl nichts zu tun.

Die heilige Felicitas lebte zur Zeit des Kaisers Mark Aurel im 2. Jahrhundert in Rom.

Um das Jahr 166 herum wurde sie des Christentums angeklagt und schließlich gemeinsam mit ihren sieben Söhnen enthauptet.

Die Bauernregeln für diesen Tag ähneln dann aber wieder verblüffend denen des Siebenschläfertages:

"Wie's Wetter am Siebenbrüdertag, es sieben Wochen bleiben mag",

"An Siebenbrüder Regen, der bringt dem Bauern keinen Segen",

und: "Die Siebenbrüder das Wetter machen, ob sie nun weinen oder lachen." 

Da der Juli im römischen Kalender bis 153 v. Chr. der fünfte Monat war, hieß er "Quintilis", also der "Fünfte".

Zu Ehren des römischen Staatsmannes bis zur Kalenderreform Gaius Julius Cäsar bezeichnete man ihn nach dessen Kalenderreform im Jahre 45 v. Chr. als "Julius", heut auf "Juli" verkürzt.

Der Juli ist der erste Hochsommermonat, der wegen der ersten Heuernte des Jahres früher auch "Heuert" oder "Heumond" genannt wurde.

Er enthält als einziger Monat des Jahres im deutschsprachigen Raum keinen einzigen Feiertag.

Der auf der Nordhalbkugel der Erde wärmste Monat des Jahres ist für die Ernte sehr wichtig, was sich auch in den Bauernweisheiten ausdrückt.

Vor allem wünscht man sich heißes Wetter, wobei auch gelegentlicher Regen willkommen ist.

 

Dem Sommer senn Dunnerwedder nedd Schånd,

sie nüdze de Luft unn em Lånd.

 

Merkt, daß heran Gewitter zieh',

schnappt uff de Weid' nach Luft des Vieh;

aa wenn's die Naase nuffwärds schdreggt,

unn in die Höh' die Schwänze reckt.

 

Wer em Sommer nedd will schneide,

muß em Winder Hunger leide.

 

Was die Hundsdaag gieße,

muß de Winter büße,

Hundsdaag hell unn klar

deite uff e guudes Jahr

 

Wånn d'Schbinne ihre Netz zerreißt,

so kummt schlecht Wedder allermeist.

 

August

 

24. August:

Der Beginn der Hundstage: Die Hundstage beginnen am 24. August jeden Jahres.

Benannt sind sie nach dem Sternbild des Großen Hundes, einem der Sternbilder, die schon der große griechische Astronom Ptolemäus beschrieben hat.

Die Griechen glaubten, dass der Stern Sirius, der Hauptstern des Großen Hundes und der hellste Stern des Nachthimmels, während der Hundstage die sengende Kraft der Sonne verstärke, weil er in dieser Zeit erst frühmorgens aufgeht.

Die Bauernregeln für diese Zeit besagen: "Hundstage hell und klar, zeigen ein gutes Jahr";

"Was die Hundstage gießen, muss die Traube büssen";

"Hundsstern, Freund des Sirius, der bringt den Schweiß so recht in Fluss"; 

und: "Waren die Hundstage heiß, bleibt der Winter lange weiß".  

      

 Wenn schon mit dem Juli ein Monat nach dem großen römischen Staatsmann Julius Cäsar benannt worden ist, dann durfte natürlich auch dessen Adoptivsohn Augustus, der erste römische Kaiser, nicht fehlen. Und so wurde ihm zu Ehren im Jahr 8 der ehemalige Monat "Sextilis" ind "Augustus" umbenannt.

Heute ist der August der achte Monat des Jahres und der zweite Hochsommermonat, auf den ein Großteil der traditionell besonders heißen Hundstage (23. Juli bis 23. August) entfällt.

Früher wurde der August auch als "Ernting" und "Erntemond" bezeichnet, weil vielerorts bereits die Ernte begann, vor allem beim Getreide.

Und so wünschen sich auch manche Bauernweisheiten für die Ernte trockenes, heißes Wetter, andere für das noch reifende Obst hingegen Regen.

Der August ist als Hochsommermonat für den Bauern noch einmal extrem wichtig.

Der Getreidebauer steckt noch mitten in der Ernte, und für den Obstbauern stellt der August wichtige Weichen.

Deshalb heißt es: "Der August muss Hitze haben, sonst Obstbaumsegen wird begraben."

Doch braucht die Natur auch Wasser:

"Der Tau tut dem August so not, wie jedermann das täglich Brot."

Ein großes Thema sind auch die Hitzegewitter:

"Fängt der August mit Donnern an, er's bis zum End nicht lassen kann", und : "Dem August sind Donner nicht Schande, sie nutzen der Luft und dem Lande." 

Dauerregen wird hingegen gefürchtet:

"Im August, beim ersten Regen, pflegt die Hitze sich zu legen."

Für den kommenden Winter gilt: "Fängt der August mit Hitze an, bleibt sehr lang die Schlittenbahn."

 

Isch en de erschde Auguschdwoch heiß,

 bleibt de Winter sehr lång weiß.

 

Was de Auguschd nedd kocht,

kann de Sebdember nedd braade.

 

Em Auguschd Wind aus Nord

jagt Unbeschdändichkeit fort.

 

Wånn de Kuckuck lång nach Johanni schreit,

so rufet er die teure Zeit.

 

Senn Laurentius unn Bartholomäus schee,

 isch guud Herbschd vorauszuseeh.

 

 Schee Wedder zu Mariä Himmelfahrt

verkündet Wei vunn beschder Aart.

 

Wånn großblumich mir die Dischdl erblicke,

will Gott gar guten Herbschd uns schicke.

 

Bringt Rosamunde Sturmeswind,

so isch Sybille uns gelind.

 

Wånn em Auguschd viel Goldkäffer laafe,

braucht de Wärd de Wei nedd zu daafe.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

September

 

1. September:

Der heilige Ägidius von Saint-Gilles war einer der beliebtesten Heiligen des Mittelalters. Geboren um 640 in Athen, starb er vermutlich erst um 720 und wurde damit rund 80 Jahre alt - für das frühe Mittelalter geradezu biblisch.

Viele Jahre lebte er in Südfrankreich als Einsiedler.

Im Jahre 680 gründete er das Kloster Saint-Gilles, dem er bis zu seinem Tode als Abt bevorstand.

Die Bauernregeln zu seinem Gedenktag am 1. September beschäftigen sich mit der Vorhersage für den ganzen Monat:

"Wie das Wetter am Ägiditag, bleibt's den ganzen Monat."

Natürlich wünscht man sich gutes Wetter: "Ägidius Regen, kommt ungelegen", denn schließlich muss das Wintergetreide in die Erde: "Wenn St. Ägidius bläst ins Horn, so heißt es, Bauer säe dein Korn."  

18. September:

Als Lambert von Lüttich im Jahre 680 Bischof von Maastricht wurde, glich dies einem "Himmelfahrtskommando".

Sein Vorgänger und Onkel, Bischof Theodard, war im innerfränkischen Machtkampf zwischen den siechenden Merowingern und den aufstrebenden Karolingern zwischen die Fronten geraten und auf einer Reise erschlagen worden - auch wenn man die Schuld offiziell den Heiden gab.

Und auch Lambert konnte diesem Machtkampf nicht entgehen und wurde mehrmals ab- und wieder eingesetzt.

Weil er die Rechte der Kirche gegen den fränkischen Adel verteidigte, wurde er schließlich im Jahre 705 ebenfalls erschlagen.

Die Bauernregel für seinen Gedenktag am 18. September lauten:

"Auf Kambert hell und klar, folgt ein trocken Jahr",

und: "Lamberti, nimm Kartoffeln raus, doch breite ihr Kraut auf dem Felde aus."

29. September:

An diesem Tag ist kein Gedenktag eines Heiligen, sondern der Festtag eines Engels, und zwar des Erzengels Michael.

In der Offenbarung des Johannes besiegt der Erzengel Michael Satan, der hier in der Gestalt eines Drachen auftritt, und stürzt ihn auf die Erde hinab (Offb. 12, 7-9).

Zudem soll er Kaiser Otto dem Großen und Bischof Ulrich im Jahre 955 in der Schlacht auf dem Lechfeld gegen die Ungarn beigestanden haben und wurde danach zum Schutzpatron Deutschlands.

Die Bauernregeln für diesen Tag lauten:

"Um Michaeli in der Tat, gedeiht die beste Wintersaat",

"Gibt Michaeli Sonnenschein, wird es in zwei Wochen Winter sein", "Regnet's sanft an Michaelstag, sanft auch der Winter werden mag", und: "Es holt herbei Sankt Michael, die Lampe wieder und das Öl."

 

St. Michels-Wei (29.9.)

wärd Herre-Wei,

 

Senn d'Zuugvögel nach Michaelis noch hier,

häwwe bis Weihnachte lind Wedder wir.

 

Scheene Rose em Garde, scheener Herbschd,

unn de Winder läßt warde.

 

Isch die Hechtslewwer de Galle zu breit, vorne schbidz,

nemmt harder Winder långe Zeit in Besitz.

 

Bläst Jakobus weiße Welkle in die Heeh',

senn's Winderblüte zu vielem Schnee.

 

Jakobus in sonnenheller Gschdalt

mecht unns Weihnachte kalt.

 

Uff en Herbschd warm unn klar,

folgt e fruchtbars Jåhr.

 

Septemberdonner prophezeit viel Schnee zur Weihnachtszeit.

 

Wånn die Grille em September singt,

wärd des Korn billich.

 

Oktober

 

16. Oktober:

An diesem Tag ist der Gedenktag des Heiligen Gallus, eines Wandermönchs und Missionars aus dem 7. Jahrhundert.

Er stammte aus Irland oder dem Elsass und missionierte im Raum rund um den Bodensee, wo ihm der Legende nach eines Nachts ein Bär begegnete.

Dieser richtete sich bedrohlich auf, doch als Gallus zu ihm sprach, gehorchte er ihm plötzlich.

Später wurde Gallus, der Gründer der Stadt Sankt Gallen, fast immer mit einem Bären an seiner Seite dargestellt.

Die Bauerweisheiten für diesen Tag lauten:

"Am Sankt-Gallus-Tag muss jeder Apfel in seinen Sack",

und "Am Sankt-Gallus-Tag nichts mehr draußen bleiben mag"

sowie: "Gießt Sankt Gallus wie aus einem Fass, ist der nächste Sommer nass",

aber auch: "Tritt Sankt Gallus trocken auf, folgt ein nasser Sommer drauf."

 

Warmer Oktober bringt fürwahr

uns sehr kalten Februar.

 

Oktobergewidder saage beschdändich,

de künftige Winder sei wedderwendich.

 

Wenn zu uns Simon unn Judas wåndle,

welle se mit dem Winder håndle.

 

Fällt de erschde Schnee en de Schmutz,

vor schdrengerem Winder kündet er Schutz.

 

Hadd de Oktober viel Rääge gebracht,

hadd er die Gottesäcker bedacht.

 

Räägerd's uff St. Dionys (9.10.),

so räägerd's de gånz Winder gewiß.

 

Durch Oktobermücke laß dich nicht berücke.

 

St. Gallus-Wei (16.10.),  isch Bauere-Wei.

 

November

 

Allerheiliche bringt Sommer für alde Weiber,

der isch des Sommers ledschder Verdreiwer.

 

St. Martin setzt sich scho mit Dånk

em warme Offe uff die Bånk.

 

St. Martin kummt nach allene Sitte

gärn uff dem Schimmel åå'geritte

 

Schafft Katharina vor Froscht sich Schutz,

so watet ma lång drauße em Schnee unn em Schmutz.

 

Hadd de Haas e dichtes Fell,

kümmer dich um Brennholz schnell.

 

Dezember

 

Dezember:

Noch mehr als im November beschäftigen sich die Bauernweisheiten für den Dezember mit den Aussichten für das Wetter im Winter, im Frühjahr und überhaupt im nächsten Jahr sowie für die Wintersaat:

"Im Dezember sollen Eisblumen blüh'n, Weihnachten sei nur auf dem Tische grün",

"Dezember launisch und lind, der Winter ein Kind",

"Die Erde muss ihr Betttuch haben, soll der Winterschlaf sie laben",

und: "Herrscht im Advent recht strenge Kält', sie volle achtzehn Wochen hält."

Für das kommende Jahr heißt es: "Wenn dunkel der Dezember war, dann rechne auf ein gutes Jahr",

"Donnert's im Dezember gar, folgt viel Wind im nächsten Jahr",

und: "Ist der Dezember rau und kalt, kommt der Frühling auch schon bald."

Außerdem: "Dezember mild, mit vielem Regen, ist für die Saat kein großer Segen."  

Heiligabend ist ein ganz besonderer Tag.

Wie jedes Kind weiß, wurde am Abend dieses Tages Jesus Christus geboren.

Weil der Abend nach Sonnenuntergang früher aber schon zum nächsten Tag gezählt wurde, beginnt das eigentliche Weihnachtsfest erst am 25. Dezember.

Auch für Heiligabend gibt es eine ganze Reihe von Bauernweisheiten, die die Besonderheit dieses Tages in positiver Weise zum Ausdruck bringen.

So heißt es: "Wer sein Holz um Christmett fällt, dem sein Haus wohl zehnfach hält.

"Bringt das Christkind Kält' und Schnee, drängt das Winterkorn in die Höh'",

"Wenn es Weihnachten flockt auf allen Wegen, bringt das den Feldern Segen",

und: "Ist's Heiligabend hell und klar, folget ein höchst fruchtbar' Jahr."  

 Eine weitere Bauernregel für den Winter:

"Friiert de Rotz en's Gländer noah, wärd's Winter".

 

Je dunkler er iwwer Dezember-Schnee war,

je mehr leuchtet Segen im künftige Jahr.

 

Kalter Dezember mit recht viel Schnee,

wächst em Jåhr d'ruff viel Frucht unn Klee.

 

Isch's griie zur Weihnachtsfeier,

fällt de Schnee uff'd Oschdereier.

 

 

 
               
 
 
 
 
 
     
 
 
 
 
 
 

 

Baulandumlegung

Immer wichtiger wird die Innenverdichtung, da nicht immer mehr Ackerflächen als Bauland umgelegt werden können.

Daher hat die Stadt in  diesem Jahr bereits einen Spielplatz in Richen und in Rohrbach als Baugrundstücke umgewidmet, nachdem sie im Wohnbaugebiet nicht mehr als solche verwendet wurden und die städtische Spielflächenleitplanung sich auf zentrale Flächen konzentrieren will.

Mit der Erschließung des Baugebietes "Wolfsgasse" geht ein Wunsch des Elzener Ortschaftsrates in Erfüllung. Auf rund einem Hektar können zwölf neue Wohnbaugrundstücke entstehen. Den Preis für die fünf städtischen Bauplätze hat der Gemeinderat Ende November auf 180 Euro je Quadratmeter festgesetzt.

Die Baugenossenschaft Familienheim wird in zwei Mehrfamilienhäusern zehn barrierefreie Wohnungen in der Leiergasse auf dem ehemaligen Kepner-Areal schaffen. Der Geschäftsführer Anton Varga schätzt die Investition auf 1,8 bis zwei Millionen Euro.

Insbesondere für junge Familien und Senioren mit weniger Einkommen werden diese Wohnungen ein ansprechendes und hilfreiches Angebot sein.                               18.)

2016

Baulichkeit vor der Stadtmauer

Entsteht mit dem Anwesen Adelshofer Straße 2/Bad Rappenauerstraße

1785

Baumallee Rohrbach

Wurde 2007 anläßlich der Heimattage Baden-Württemberg erstellt

2007

 

Baumann‘ sches Haus,

Kirchgasse 31, wird in fränkischer Fachwerksbauweise im Jahr 1582 erbaut.

Es ist „das schönste Renaissance-Fachwerkhaus zwischen Rhein und Neckar“.

Es ist 11,57 m breit, 14,27 m lang und am Giebel zur Straße 18,40 m hoch. 

In der durch Handel wohlhabenden Zeit erbaute es 1582 ein reicher, kunstsinniger Bürger, den dies ein Vermögen kostete.

Der massive Unterbau des mächtigen Bauwerks enthält zwei Geschosse.

In die Kellergewölbe ist mit viel Einfühlung und Geschmack eine Gaststätte eingebaut.

Darüber hinaus, jeweils überstehend, zwei Fachwerkstöcke und dreistöckiger Giebel.

Die Zierformen des Steinbaus der Renaissance sind verschwenderisch an den Hölzern und Schauseiten zu finden.

Die Gefache werden durch Band- und Strebenwerk gegliedert. Es bleibt kaum Platz für Putzflächen.

Die Hälfte der Fassadenflächen bedeckt das reich verzierte Holzgefüge.

Da prunken Dreiviertelstäbe mit Voluten, Flecht- und Bandwerk, Rosetten und Palmetten, profilierte Bohlen und Knaggen.

Die Hauptecke an der Straße ist zusätzlich mit Fenstererkern geschmückt.

Die kleinen geschweiften Hölzer im Giebel haben ausgeputzte Augen,

Bild: Eppingen org

Andreaskreuze zieren die Gefache.

Man kann die Fülle der Renaissanceformen nicht beschreiben, man muß dieses Bauwerk sehen. 1.4). 

Eine Augenweide für sich ist das reiche Schnitzwerk 3).,  1.4). , 1.2)., 4)., 20). 10.)

1582

Es wird von der Stadt Eppingen wegen seiner architektonischen Bedeutung gekauft und der badische Staat ließ es nach den damaligen Grundsätzen der Denkmalpflege herrichten

1913

Die  Stadt Eppingen bringt in dem Haus Beamtenwohnungen unter.

Im Jahr 1934 wurde es zu einer Jugendherberge.

1934

Nach dem zweiten Weltkrieg trug das Haus dazu bei, die Wohnungsnot zu lindern.

1945

Es wird 1953 renoviert

1953

In den 70er Jahren wurde es langfristig verpachtet und restauriert.

1970

Es wird im März 1981 durch Fam. Egon Glünz wieder bezogen, nachdem es von dieser in über 200 Arbeitsstunden renoviert worden war

1981

Im gewölbten Keller wird ein Restaurant, der "Wirtskeller St. Georg" eingerichtet.

Ebenfalls wird das Altstadthotel "Wilde Rose" vom Ehepaar Glünz in der Kirchgasse, im Anschluss an das Baumann'sche Haus erbaut.

1981

 

 

Es wird Motiv der Sonderbriefmarken-Serie "Fachwerkbauten in Deutschland"   10.) 

2010

Bild: Eppingen org.

 

Seit 2010 sind die Brüder Rame und Saqir Shala Pächter des Hauses, sie betreiben dort den Wirtskeller "Sankt Georg" und das Altstadthotel "Wilde Rose".

2010

Neue Erkenntnisse über den Bauherr gibt es durch Untersuchungen des Heimatforschers Bernd Röcker im Februar 2017

Der tatsächliche Erbauer war ein reicher Metzger, kunstsinnig und bildungsbeflissen, der auch bei Gegenwind zu seinem Glauben stand und diese Haltung in seinem Haus verewigte.

Bislang war bekannt, dass ein gewisser Hans Ziemer das Anwesen baute. Das würde zumindest von den Initialen her passen. Ein "H" und ein "Z" sind über dem Türsturz eingraviert, dazu die Jahreszahl 1582 - und ein Beil, Zunftzeichen der Metzger.

Der Bauherr, so viel steht für Röcker fest, war Metzger. Und da wackelt die Ziemer-These.

Dieser war nach Röckers Erkenntnissen 38 Jahre vor dem Bau des Baumannschen Hauses als Besitzer eines Hofes in der Kirchgasse aktenkundig geworden - war also eher Bauer als Erbauer eines Nobelanwesens.

Die Suche führte Röcker auf die Fährte eines Georgius Zieglerus.

Dieser Ziegler studierte Anfang des 17. Jahrhunderts an der Universität Heidelberg, er machte später in Eppingen Karriere bis zum Schultheißen, war also eine Art Bürgermeister.

Und er bezahlte Zinsen an die Stadt für die Hälfte des Hauses "unten in der Kirchgasse".

Für Röcker steht fest: Ziegler hatte den "halben" Prachtbau geerbet, der Erbauer muss sein Vater oder Großvater gewesen sein. Dieser Hans Ziegler war, so Röcker, nicht nur ein überaus wohlhabender Metzger, der auch am florierenden Handel mit dem Boeuf de Hohenlohe mitverdiente. "Er muss sehr kunstsinnig und gläubig gewesen sein."

Luther-Symbole     Das schließt Röcker aus seinem Forschungsschwerpunkt: der religiösen Symbolik des Hauses.

Lutherrosen an der Fassade und als immer wiederkehrendes Motiv der Malereien in den Räumen, ein Spruch aus der Lutherbibel ("Ich will nicht sterben, sondern leben und die Werke des Herrn verkündigen") an einer Wand im Obergeschoss.

Für den Heimatforscher ist das kein Zufall, sondern mutiges Glaubensbekenntnis in unruhigen Zeiten.

Zum Zeitpunkt des Hausbaus stand in der Kurpfalz, zu der Eppingen gehörte, mal wieder ein Konfessionswechsel an.

Der Übergang zum Kalvinismus, erst 1576 wieder rückgängig gemacht, stand nun erneut ins Haus, das Luthertum war auf dem Rückzug.

Gleichzeitig baute Ziegler ein Denkmal des lutherischen Glaubens.

"Er ist standhaft geblieben", sagt Röcker anerkennend.

Weitere Symbole an der Fassade zeugen demnach von Gottesfurcht und Bildung des Hans Ziegler.

Sein Haus lässt sich auch als Bilderbuch seiner Zeit lesen.      17.)

2017

 

 

Baumannshütte

Liegt oberhalb der Himmelsleiter, kann jedoch auch über den Hornbuckel erreicht werden.

Sie wurde zum Gedenken an Oberförster Baumann errichtet.

Er hat 1905 bis 1910 eine Generalerschließung des Stadtwaldes in die Wege geleitet.

Der von Nord nach Süd längs durch den Wald führende Richtweg entstammt seiner Schaffenskraft. Von dieser vorzüglichen richtungsweisenden "Hauptwegader", von der Stebbacher- bis Sulzfelder-Grenze (8,4 km), vollzog sich nun leicht die weitere Erschließung. Von heutigen Förstern wird die damalige Wegeplanung als optimal bezeichnet.     42).

Baumarkt Eppingen

Wird gegründet, Inhaber ist Horst Hartmann

1976

Baunach Dr. Wolfgang, Katholischer Dekan

Feiert im Dezember seinen 60. Geburtstag und sein 25jähriges Jubiläum in Eppingen

1986

Bau- und Kunstdenkmäler der Stadt Eppingen.

Eine Abhandlung hierüber findet sich im Band 8 "Rund um den Ottilienberg", Seiten 44-45 wieder.

Bauunternehmung Horst Hartmann

Wird gegründet, Inhaber ist Horst Hartmann

1957

Beach-Volleyballturnier

findet am 11. und 12.6.2016 im Kolping Freizeitgelände statt.     19).

2016

Becker, Boris

Der 17 Jahre alte aus Leimen bei Heidelberg gewann  am 7. Juli 1985, als erster Deutscher das Herren-Einzel von Wimbledon. 

Er spielte als Jugendspieler des TC Leimen auch gegen Tennisspieler des TC Eppingen.  19).

1985

Beddschisser

Löwenzahn, wegen der abführenden Wirkung so genannt 10).

Bedeutende Bürger Eppingens

Hartmannus Hartmanni, Vermutlich Neffe von Andreas Hartmanni, war Chorherr (Kanoniker) an der Heidelberger Heiliggeistkirche und Stifter eines bis 1949 bestehenden Stipendiums

1472-1510

Magister Konrad Költer, Abkömmling einer Eppinger Ratsherrenfamilie stand der Eppinger Lateinschule von 1492 - 1527 vor

1492-1527

Andreas Hartmanni, 30 Jahre Professor beider Rechte an der Universität  Heidelberg, gestorben 1495. Er gehörte zu den bedeutendsten Eppinger Geschlechter.  30).

1495

Anton Eisenhut, Pfarrer und Theologe 1525 verhaftet und enthauptet

1525

Leonhard Engelhart, Rektor der Lateinschule Eppingens

1550-1562

Matthias Quad, 1557-1613, Schriftsteller und Kupferstecher, war ab 1612 Hilfslehrer in Eppingen

1557-1613

Hartmannus Hartmanni der Ältere, war zunächst Dekan der Artisten-Fakultät dann professor für römisches Zivilrecht und Hofrat. Er verstirbt 1586. 30).

1586

Hartmannus Hartmanni, Sohn des Älteren, promoviert an der Universität Bologna zum Doktor beider Rechte

1547

Johann Maurits Mohr, deutsch-niederländischer Geistlicher und Astronom

1716-1775

Philipp Nikolaus Müller war Diakon in Eppingen von 1778 an 30).

1752

Johann Matthias Schember (1762-1806) lutherischer Pfarrer in Eppingen 30).

1762-1806

Christian Wilhelm Koester (1766-1803) amtierte als lutherischer Pfarrer in Eppingen 30).

1766-1803

Karl Mann, 1806 - 1869, Geistlicher und Dekan 30).

1806-1869

Jakob Wittmer, geb. 11.11.1817, gest. 9.12.1891, Landtagsabgeordneter von 1879-1882

1817-1891

Dr. Carl August Wilhelm, Geheimer Hofrat, ab 1829 Arzt in Eppingen wurde 1843 zum Physikus ernannt 30).

1829

Leopold Regensburger, 1834-1900, Rechtsanwalt  30).

1834-1900

Hillel Sondheimer, Rabbiner und Autor

1840-1899

Jakob Dieffenbacher, Gründer der Maschinenfabrik Dieffenbacher 1873, früher JDS genannt (Jakob Dieffenbacher Söhne)

1846-1929

Heinrich August Wittmer, geb. 24.8.1847, gest. 29.10.1896 Landtagspräsident der II. Kammer

1847-1896

Rudolf Hoffmann, 1851-1938, Landschaftsmaler  31).

1851-1938

Konrad Metzger, 1856-1933, war Küfer und Bierbrauer, war im Aufsichtsrat d. Vorschußvereins, später Direktor der Volksbank 30).

1856-1933

Rudolf Hoffmann, geb. 1857, später Badischer Baurat und Denkmalpfleger

1857

Jacob Renz, geb. 1866, Heimatkundler, Bürgermeister und Ehrenbürger von Mosbach

1866-1951

Ludwig Zorn, 1869-1934 ragt aus der Brauerfamilie Zorn besonders heraus. Er gehörte auch dem Gemeinderat an.

1869-1934

Karl Vielhauer, geb. 1870, Tierarzt, Schlachthofdirektor in Hamburg

1870

Heinrich Luz, 1871-1926 eröffnete 1897 am Marktplatz eine Druckerei.  30).

1871-1926

Hermann Otto Kuenzer, 1872-1946. Reichskommisar, er war an verschiedenen Orten Staatsanwalt und ein Jahr nach dem Ersten Weltkrieg Reorganisator der Badischen Gendarmerie.  30).

1872-1946

Albert Wirth, 1875-1957, Bürgermeister von  1903-1933, er stirbt im Dezember 1957

1875-1957

Otto Vielhauer, 1875-1958. Politiker, Landtagsabgeordneter

1875-1958

Hermann Gebhard, geb. 1878, Kämpfer für die Landwirtschaft, Präsident der Badischen Landwirtschaftskammer, Vorsitzender des Bad. Landbundes, Landtagsabgeordneter, gestorben 1928

1878-1928

Johannes Kleinheins, geb. 27.2.1879, gest. 6.4.1938, Ministerialoberrechnungsrat und Eppinger Heimatdichter

1879-1938

Dr. Adolf Vielhauer, 1880-1959, Missionar und Pfarrer, Übersetzer der Bibel (altes und neues Testament) in die Mungaka-Sprache, sogenannte Bali-Bibel   30).

1880-1959

Wilhelm Dieffenbacher, Geschäftsführer in der 2. Generation der Maschinenfabrik Dieffenbacher (früher JDS)

1881-1950

Friedrich Dieffenbacher, Geschäftsführer in der 2. Generation der Maschinenfabrik Dieffenbacher (früher JDS)

1884-1950

Jakob Dörr, Späterer Verwaltungsfachmann, Kommunal- und Landespolitiker; wird am 19. 3.1884 geboren, gestorben 1971; Bürgermeister in Knielingen. Eine Abhandlung hierüber findet sich im Band 3 "Rund um den Ottilienberg", Seiten 413-418 wieder. Autor Fritz Luz

1884-1971

Philipp Vielhauer, 1886-1962, Direktor der Volksbank Eppingen

1886-1962

Emil Thoma; Er war Katholischer Stadtpfarrer in Eppingen, KZ-Häftling in Dachau und Gründer der Baugenossenschaft "Familienheim Kraichgau". Eine Abhandlung hierüber findet sich im Band 9 "Rund um den Ottilienberg", Seiten 174-180.  Autor: Alois Bergold   1.9).

1889-1957

Selma Rosenfeld, 1892-1984, Lehrerin und Professorin

1892-1984

Willy Schmelcher, 1894-1974, Höherer SS- und Polizeiführer

1894-1974

Karl Doll, geb. 1905, Bürgermeister in Schönau, Oberkirch

1905

Fritz Luz, 1905-1987, Geschäftsführer und Schriftleiter der "Eppinger Zeitung".

Er erhält 1970 den Wappenteller der Stadt Eppingen

1905-1987

Max Bravmann, 1909-1977, Hochschullehrer für Semitische Phililogie

1909-1977

Albert Dieffenbacher, 1919 - 2014, langjähriger Stadtrat, Geschäftsführer in der 3. Generation der Maschinenfabrik Dieffenbacher (früher "JDS"); erhält 1984 den Wappenteller der Stadt Eppingen

1919-2014

Gerhard Dieffenbacher, 1922 - 2011, langjähriger Vorstand und Mit-Begründer  des Tennisclubs Eppingen, Geschäftsführer in der 3. Generation der Maschinenfabrik Dieffenbacher (früher "JDS"); er erhält 1992 den Wappenteller der Stadt Eppingen

1922-2011

Edmund Kiehnle, 1924 - 2014, langjähriger Vorstand und Begründer des Tennisclubs Eppingen, Mitbegründer der Versehrtensportgruppe Eppingen, Stadtbaumeister, Heimatforscher, Ehrenvorsitzender der Heimatfreunde Eppingen.

Er war der größte Verfechter der Freilegung und Erhaltung der Fachwerkbauten nach dem Krieg.

Er wird im September vom Arbeitskreis Heimattage BaWü mit einer Medaille ausgezeichnet

1985

Er stirbt im Jahr 2014 mit 89 Jahren.

2014

Joachim Pöltl, *1953, Hornist und Professor

*1953

Rosemarie Wenner, *1955, Bischöfin der Evangelisch-methodistischen Kirche für Deutschland

*1955

Rüdiger Peuckert; Bürgermeister in Eppingen 1966 bis 1979;

er erhält 1980 das Bundesverdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland und den Wappenteller der Stadt Eppingen.

Er wird am 25. Mai 2010 siebzig Jahre alt;  für ihn wird ein Empfang im Rathaus gegeben. 

Er stirbt 2014.

1966-2014

Bedeutende Gebäude in Eppingen und den Stadtteilen

Adelshofener Straße 2

Eppingen-adelshofener2.jpg   Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Fachwerkhaus 1785, Bäckerei

1785

Adelshofener Straße 8

Einst Wohnhaus des Bürgermeisters Ph. Vielhauer 1894-1903

1785

 

Eppingen-adelshofener12a.jpg     Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

 

Adelshofener Straße 10/2

                Eppingen-adelshofener10.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Ausbau eines Drei- und Vierseitenhofes (Modellhäuser) unter Einbeziehung der Scheune als hinterer Abschluß der Hofseite. Fachwerk nur im ehemaligen Scheunenteil zu sehen.   1.8)

Adelshofener Straße 12

              Eppingen-adelshofener12.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Doppelhaus mit 12a, Modellhaus  1.3).

Adelshofener Straße 13

             Eppingen-adelshofener13.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Zweigeschossiges Bauernhaus, Modellhaus; Haus Bitterich  1.3).

1842

Adelshofener Straße 14

                  Eppingen-adelshofener14.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Bauernhaus, zweigeschossiges Modellhaus   1.3).

1807

Adelshofener Straße 15

                    Eppingen-adelshofener15.jpg   Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Bauernhaus, zweigeschossiges Modellhaus   1.3).

1851

Adelshofener Straße 16

                    Eppingen-adelshofener16.jpg  Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart  

Bauernhaus, zweigeschossiges Modellhaus   1.3).

1810

Adelshofener Straße 17

Eppingen-adelshofener17.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Bauernhaus, sechs Fensterachsen; Haus Gebhard  1.3).

1853

Adelshofener Straße 18

     Eppingen-adelshofener18.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Bauernhaus, sieben Fensterachsen  1.3).

1829

Adelshofener Straße 53

   

Zylinderhof, ältestes Eppinger Fabrikgebäude (Zuckerrübensammelstelle, dann Cichoriendarre)  1.3).

datiert 1856, mit traufständigem Mittelbau zwischen giebelständigen Seitenbauten, als ehemalige Zuckerrübensammelstelle und Zichoriendarre das älteste ehemalige Fabrikgebäude in Eppingen

1856

Bahnhofstraße 8

         Eppingen-bahnhofstr8-tafel.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Werkstein-Inschrifttafel. MDCCXXXII (1732) des Vorgängerhauses an Südseite des 2. Obergeschosses

1732

Bahnhofstraße 10                                    

Diakonat (Sankt-Peters-Kapelle)

Bildergebnis für Eppingen Diakonatsgebäude   Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

      

wird  in der Vorstadt gebaut.  

Langgestreckter zweigeschossiger Massivbau, mit Halbwalm, 8:4 Fensterachsen, ein breiter und ein geschoßhoher Fensterspitzbogen, sonstige spätgotische Wölbereste (um 1800 und 1967 umgebaut),

verputzt, Giebelseite zur St. Petersgasse Werkstein.   1.3)., 4).

Die Fassade zeigt noch spätgotische Fenster- und Türformen.

Das Wechselbad der Geschichte fand im Wechsel der Gebäudenutzung sinnfälligen Ausdruck:

Schafhaus, Städtisches Kaufhaus, Lutherische Kirche, Elementarschule und Diakonswohnung, Mädchen- und Kochschule mit Lehrerwohnung, Studien- und Bibliothekszimmer, Kindergarten und 1900 Koch- und Industrieschule mit Lehrerwohnungen.

Anfang 2000 war die Stadtverwaltung mit verschiedenen Ressorts, wie Bürgerbüro und Stadtbücherei,als Filiale, bis zum Neu-Anbau des Rathauses darin untergebracht.

Ab dort Umbau zu Wohnungen in den oberen Etagen, an der Ostseite befindet sich die Geschäftsstelle der AOK, Allgemeine Ortskrankenkasse 3).  1.3), 4.)

1520

Bahnhofstraße 23

Ehemalige Villa, heute Volks-Bankgebäude.

 

Bildergebnis für volksbank eppingen      Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Ehemalige Villa, ältester Bauabschnitt in Neo-Barock (1904).

Zweigeschossig verputzt mit Werksteingliederung, ehemalige Villa, heute Bankgebäude.  1.3).

1904

Bahnhofstraße 26

Ehemaliges Gasthaus "Zum Schwanen"

             Bildergebnis für eppingen schwanen   Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Saalbau (1901).

1901

Bahnhofstraße 30

Ehemaliger Gasthof "Zur Eisenbahn"

Bildergebnis für eppingen gasthaus eisenbahn    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

heute Firma Michael

1897

 

Bahnhofstraße 34

Eppingen-bahnhofstr34.jpg   Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Ehemaliges Postamt, Massivbau, dreigeschossig

1890

 

Bismarckstraße 19

Kniestockhaus, Wohnhaus um 1900 mit Jugendstilverzierung im Hauseingangssturz  1.3).

um 1900

 

Brettener Straße 5

         Eppingen-brettenerstr5.jpg     Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Wurde 1903 aus heimischem Schilfsandstein mit neugotischen Stilelementen erbaut.

Inschriftensteine geben Hinweise zur Geschichte der verschiedenen Gebäude und deren Erwerber 25).

1903

 

Brettener Straße 7a

 

            Eppingen-brettenerstr7a.jpg     Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Werksteinhaus, Wohn- u. Geschäftshaus, dreigeschossig, neogotisch mit Balkon, gehört zu Haus Nr. 7 (Fachwerkhaus)

1910

 

Brettener Straße 14/16

Eppingen-brettenerstr14-16.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

              

Modell-Doppelhaus, Wohn- und Geschäftshaus.

Traufständig in klassizistischen Formen, dreigeschossig, Ladenfront im Erdgeschoss modern (hatte ursprünglich in der Mitte Rundbogentor). Acht Fensterachsen  1.3).

1848

 

Brettener Straße 20

Eppingen-brettenerstr20.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

        

Modellhaus, Wohnhaus. Dreigeschossig in klassizistischen Formen, 7:5 Fensterachsen,

Segmentbogendurchfahrt mit Füllungen und neogotischem Zierat,

Seitenflügel an der Kaiserstraße mit sieben Fensterachsen und Scheunengiebel.  1.3).

1848

 

Brettener Straße 24

Eppingen-brettenerstr24.jpg   Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

           

Modellhaus. Wohn- und Geschäftshaus, Dreigeschossig, fünf Fensterachsen,

mit Segmentbogendurchfahrt, traufständig. Haus Ihle  1.3).

1849

 

Brettener Straße 26

Eppingen-brettenerstr26.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart  

        

Modellhaus. Wohn- und Geschäftshaus, Dreigeschossig, vier Fensterachsen,

zwei Rundbogenfenster im Erdgeschoß bezeugen noch die ursprüngliche Schaufensterform, traufständig.   1.3).

1848

 

Brettener Straße 34

 

Sonne Eppingen 1900.jpg            Sonne-Eppingen-1980.jpg             Tor Brettenerstraße34 Eppingen.jpg             Eppingen-brettenerstr32-34-tor.jpg   Bilder: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart  

                    

Die alte Sonne wurde als Dreiseithof 1812 erbaut. Abgerissen 1990. 

Heute Schäfer-Apotheke 1.8)

1812

 

Brettener Straße 38

Eppingen-brettenerstr38.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

                 

Das älteste barocke Modellhaus Eppingens, 1783 im Barock erbaut.

Sechs Fensterachsen, Rundbogentor im massiven Erdgeschoß, Mansarddach.   1.8)  1.3).  1.8). 4).

1783

 

Brettener Straße 40

 

                Eppingen-brettenerstr40.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Modellhaus, Wohnhaus, zweigeschossig, sechs Fensterachsen, Rundbogendurchfahrt.  1.3).

1830

 

Brettener Straße 42

 

                Eppingen-brettenerstr42.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Modellhaus, Bauernhaus. Zweigeschossig, sechs Fensterachsen, Rundbogendurchfahrt. 

Haus Bachmann  1.3).

1852

 

Brettener Straße 43

Werksteinhaus, Geschäfts- und Wohnhaus, Gründerzeit, dreigeschossig,

vier Fensterachsen, traufständig. Fachwerk-Hinterhaus siehe Leiergasse.   1.3).

1887

 

Brettener Straße 44

                 Eppingen-brettenerstr44.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Modellhaus. Bürgerliches Wohnhaus, zweigeschossig, vier Fensterachsen,

Segmentbogendurchfahrt mit Zwerchhaus in der Mitte, Jugendstil, noch alte Fensteraufteilung.  1.3).

1911

 

Brettener Straße 51

Modellhaus, Geschäfts- und Wohnhaus, Zopfstil, zweigeschossig mit Rundbogendurchfahrt,

acht Fensterachsen, auf Hofseite barocke Werksteinstücke, traufständig.

Ehemaliges Gasthaus "Zum Engel"

                                      

                     Bildergebnis für eppingen gasthaus engel        Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

wird erbaut,

er verfügt über ein Nebenzimmer, das so groß war wie die Gaststätte, einen Saal mit Bühne, einen zweiten großen Saal, und außerdem über eine Scheune und Stallungen.

Seit 1959 ist im „Engel“ eine Druckerei tätig.

Ab 2010 ein Fotogeschäft mit Studio 1.1)., 4). 1.3)., 4).

1812

 

Brettener Straße 57

Bildergebnis für heimatfreunde eppingen    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Amtshaus, Büro- und Wohngebäude, zweigeschossig mit Seitenflügeln an Leiergasse und Brettener Straße,

5:3 Fensterachsen, Mansard-Vollwalmdach, 1. Dachgeschoß verschiefert mit Graupen,

Rundbogentor mit Vasenbekrönung und Werksteinbrüstung der Terrasse daneben.

Ehemaliges Bezirksamt, heute Landespolizeirevier.  1.3)., 4).

1781/84

 

Brettener Straße 60

Eppingen-brettenerstr60.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

          

Modellhaus, Bauernhaus. Zweigeschossig, fünf Fensterachsen, Rundbogendurchfahrt, Traufständig   1.3).

1822

 

Brettener Straße 62

Eppingen-brettenerstr62.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

              

Modellhaus, Bauernhaus. Zweigeschossig, fünf Fensterachsen, Rundbogentor, traufständig mit Nr. 60 zusammengebaut  1.3).   1.3).

1838

 

Brettener Straße 64

Bildergebnis für heimatfreunde eppingen      Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Ehemaliges Städtisches Krankenhaus -> Städt. Krankenhaus.  1.3).                                    

Städtisches Krankenhaus wird ab dem 1. Juni erbaut 1.1).

1894/95

Fertigstellung des Städtischen Krankenhausbaues (auch Bezirkskrankenhaus) am 15. Oktober 1895.

Das Städtische Krankenhaus, seinerzeit Spital geheißen, besitzt eine lange Tradition.

Bereits 1559 taucht es in einer Urkunde auf. Im 18. Jahrhundert befand sich das „Alte Spital“ inmitten der Altstadt im heutigen Armenhaus. Zu dieser Zeit bestanden mindestens acht gemeinnützige Stiftungen.

So begründete Apotheker L. Lotter 1877 testamentarisch den Spitalfond, um den Grundstock für ein neuzeitliches Krankenhaus zu legen.

Schließlich konnte man am 15. Oktober 1895 den Neubau am Ortsausgang Richtung Karlsruhe eröffnen.

Der schmucke Sandsteinbau auf einem über 90 ar großen Grundstück wies zweiundfünfzig Krankenbetten auf und verfügt über einen heute noch brauchbaren Grundriss. 1896 wurde der Krankenpflegeverein gegründet. 1.7)., 4).

1894/1895

 

Brettener Straße 79

Eppingen-brettenerstr79.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

           

Modellhaus, Bauernhaus, zweigeschossig, fünf Fensterachsen, Segmentbogendurchfahrt,

verputzt mit Werksteingliederung, traufständig.

Bildet mit den nächsten Häusern bis zum Stadtrand geschlossene Reihe. Haus Thomä  1.3).

1849

 

Brettener Straße 81

Eppingen-brettenerstr81.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

            

Modellhaus, Bauernhaus, zweigeschossig, sieben Fensterachsen, Segmentbogendurchfahrt.   1.3).

1864

 

Brettener Straße 83

Eppingen-brettenerstr83.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

       

Modellhaus, Bauernhaus, zweigeschossig, sieben Fensterachsen, Segmentbogendurchfahrt.   1.3).

1874

 

Brettener Straße 85

 

             Eppingen-brettenerstr85.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Modellhaus, Bauernhaus, zweigeschossig, sechs Fensterachsen, Durchfahrtstor mit geradem Sturz.   1.3).

1900

 

Brettener Straße 87

                    Brettener Str. 87 und 89    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Modellhaus, Bauernhaus, zweigeschossig, vier Fensterachsen, Rundbogendurchfahrt.   1.3).

1850

 

Brettener Straße 87a

Modellhaus, Bauernhaus, zweigeschossig, vier Fensterachsen, Rundbogentor gemeinsam mit Nr. 87, so Doppelhaus mit diesem bildend.  1.3).  

1850

 

Brettener Straße 89

Modellhaus, zweigeschossig, sieben Fensterachsen,

reichere Werksteingliederung und Segmentbogendurchfahrt.   1.3).

1898

 

Brettener Straße 91

Eppingen-brettenerstr91-ex89.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

   

erbaut 1898, zweigeschossiges Bauernhaus mit Segmentbogendurchfahrt (alte Hausnummer 89)

 

Heilbronner Straße 2

Bildergebnis für eppingen villa elsa           Bildergebnis für eppingen villa elsa     Bild: Heimatfreunde Eppingen, Gunter Schwarz

Ehemalige "Villa Elsa", Wohn- und Geschäftshaus, zweigeschossig massiv mit Loggia und Treppenturm, neogotisch.

Der Gartenzaun besteht aus dem alten Treppengeländer der früheren Volksschule (1881)

Heute Architekturbüro

1903

 

Hermann-Hesse-Straße 9

                Eppingen-hermannhesse9.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Wohnhaus, massiv, eingeschossig, im Gartenstadtstil mit Mansardendach;

früher Haus Lindau

1928

 

Hindenburgstraße 1

Wohnhaus im Gartenstadtstil, zweigeschossig mit Walmdach und Mittelrisalit (vom Gewerbeverein eingebaut).   1.3).

1926

 

Kaiserstraße 1

 

Bildergebnis für eppingen Amtsgericht    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

        

Ehemaliges Amtsgericht, heute Landwirtschaftsamt. Zweigeschossiger nachklassizistischer Werksteinbau mit hohem Sockelgeschoß und Risalitbildungen, fünf zu vier Fensterachsen, schiefergedecktes Vollwalmdach.   1.3).

1873

 

Kaiserstraße 2

 

      Eppingen-kaiserstr2-v2.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Ehemalige Höhere Bürgerschule.

Heute Kraichgau-Sonderschule. Dreigeschossiger Werksteinbau, nachklassizistisch mit Walmdach.  1.3).

1867/69

 

Kaiserstraße 3

 

      Bildergebnis für eppingen evang. Pfarramt         Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Pfarrhaus. Evangelisches Dekanat- und Stadtpfarramt. Zweigeschossiger Werksteinbau, sechs zu vier Fensterachsen, Walmdach  1.3).

1883

 

Kaiserstraße 4

Eppingen-kaiserstr4.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

         

Alte Volksschule (1881).

Heute Grundschule. Dreigeschossiger Werksteinbau mit hohem Sockelgeschoß, überwiegend Rundbogenfesnter, Walmdach   1.3).

1881

 

Kaiserstraße 10

Bildergebnis für eppingen evang. Pfarramt           Bildergebnis für eppingen evang. Pfarramt        Bilder: Eppingen Org., Konrad Plank

Evangelische Stadtkirche im „Rot“, Einweihung  am 23. März 1879.

Sie ist in der Form des lateinischen Kreuzes mit einem 5/8-Chorabschluss im neoromanischen Stil, als Werksteinbau, erbaut.

Am höchsten Punkt der Kaiserstraße legte am 22. Oktober 1876 die evangelische Kirchengemeinde den Grundstein für ihren Kirchenneubau.

Mit den Worten: „Wir haben gezimmert, wir haben geschnürt, an diesem Gebäude, wie sich’s gebührt…“, konnte am 18. September abends um halb sieben der Zimmermann das Richtfest einleiten.

Zuvor erbaute die jüdische Gemeinde 1873 in direkter Nachbarschaft die neue Synagoge,

die aber in der Reichsprogromnacht 1938 angezündet und später abgebrochen wurde.

           

Am 20. September 1878 besichtigte der Landesherr, Großherzog Friedrich I.,  den beinahe fertig gestellten Bau.

Im März 1879, zur Einweihung im März 1879 war er, nach damaligem Kirchenrecht, zugleich Oberhaupt der evangelischen Landeskirche Baden, wieder anwesend und besichtigte die fertige Kirche.

Zu den Kuriositäten des Jahres 1878 zählte auch eine ehrwürdige Glocke, die auf „Wanderschaft“ ging und in der bereits fertiggestellten evangelischen Stadtkirche ihre neue Heimat fand.

Die heutige katholische Stadtkirche in der Altstadt – vollendet im Jahre 1445 – wurde bis zur Erbauung dieser neuen evangelischen Kirche im „Roth“, von den beiden Konfessionen gemeinsam als Gotteshaus benützt.

Die evangelische und die katholische Kirchengemeinde einigten sich darauf, dass von dem bisher gemeinschaftlichen Geläute die drei kleinen Glocken auf dem Turm des alten Gotteshauses zum Gebrauch der katholischen Gemeinde verbleiben, die große Glocke (1713 kg) mit Namen „Osiana“ aber auf den Turm der neuen Kirche gebracht werden sollte.

Die evangelische Gemeinde beschloss, zu dieser Glocke noch drei Neue gießen zu lassen, was mit Kosten von 3.500 Mark veranschlagt war.

Unter den evangelischen Einwohnern fand eine bezirksamtlich genehmigte Haussammlung statt, die den stattlichen Betrag von 1.330 Mark erbrachte.

Spender und jeweiliger Spendenbetrag (von 20 Pfennig bis zu 300Mark) wurden in der Zeitung veröffentlicht.

Die lange Liste der Spender gibt heute eine Übersicht über die damals in Eppingen wohnenden evangelischen Familien. 15.)  

 

Zum Tag der Einweihung am 23. März 1879 ließ man eine Gedenkmünze prägen, und Dekan Wirth brachte seine verdienstvolle „Kirchengeschichte der Stadt Eppingen“ heraus.

Am Abend der Einweihung veranstaltete der Organist und Orgelbau-Commissär A. Haenlein aus Mannheim auf der von L. Voith & Söhne in Durlach erbauten neuen Orgel ein Orgelkonzert.

Es fand solch großen Anklang, dass am Sonntag, 14. September 1879, nachmittags ein zweites Orgelkonzert durchgeführt wurde

1879

 

Kaiserstraße 11

Eppingen-kaiserstr11.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

 

Modellhaus, Bürgerliches Wohnhaus (1873), zweigeschossig, fünf Fensterachsen, Segmentbogendurchfahrt, traufständig   1.3).

1873

 

Kaiserstraße 12 + 12a

 

Bildergebnis für eppingen Forstamt    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Altes Forstamt. Wohngebäude (1886).

Zweigeschossiges Werksteingebäude, Walmdach, vier zu drei Fensterachsen,

zuletzt Villa von Brauereibesitzer E. Zorn, jetzt ist der Besitzer Dirk Hartmann (2015)  1.3).

Im Garten befindet sich ein Steintisch, sechseckig, mit gotischem Säulenfuß (vermutlich aus der Altstädter Kirche).  1.3).

1886

 

Kaiserstraße 13

                Eppingen-kaiserstr13.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Modellhaus, bürgerliches Wohnhaus (1871), zweigeschossig, fünf Fensterachsen, Segmentbogendurchfahrt, Segmentstürze Erdgeschoß verziert, traufständig an Haus Nr. 11 angebaut.  1.3).  1.3).

1871

 

Kettengasse 32

Badhäusle, Jüdisches Frauenbad (Mitte 19. Jh.). Einfacher rechteckiger Putzbau mit Satteldach und Giebel zur Straße und Bach. Orts- und zivilisationsgeschichtliche Bedeutung.  1.3).

1850

Kettengasse 32b

Eppingen-kiettengasse32b.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Teile der Stadtmauer als Bruchstein-Gartenmauer im 19. Jahrhundert wieder aufgemauert

 

Kirchgasse 1

 

Bildergebnis für eppingen Pfeifferturm    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

      

Pfeifferturm, Kirchgasse 1,  wird gebaut

– das älteste Gebäude der Stadt Eppingen

welches bereits in der ersten Hälfte des Jahrhunderts erbaut wurde, steht im Zusammenhang mit der Erhebung zur Reichsstadt im Jahre 1191/92 durch den Stauferkaiser Heinrich VI,   und der damit verbundenen Befestigung der mittelalterlichen Stadt mit Stadttoren und einer Stadtmauer.

Er wurde dabei an zentraler Stelle, am Haupttor in die Altstadt, errichtet.

 Am Mauerwerk der Südseite des Turmes erkennt man, dass hier das „Stadttor“ angebaut war.

Die vorkragenden Konsolensteine deuten den Verbindungsgang zwischen der sich beiderseitig an den Turm anschließenden Stadtmauer an.

Die zugemauerte Rundbogentür markiert den ursprünglichen Eingang in den Turm.

 Für den Stadtpfeifer war in den obersten Stockwerken für den städtischen Türmer eine Wohnung, in einem damaligen Fachwerkaufsatz,  eingerichtet.

Nach der ältesten Stadtrechnung von 1565 erhielt der „Thurman 12 Batzen jede Woche zu Lon“.

Er musste die Bewohner der Stadt vor anmarschierenden Feinden und beim Ausbruch eines Brandes lautstark warnen.

Hierzu benutzte der Türmer ein großes Zink, ein recht stark gekrümmtes Horn, weshalb man ihn auch als städtischen Pfeifer bzw. den Turm später als „Pfeifferturm“ bezeichnete.

 Der Turmwächter hatte auch als Stadtmusikant wichtige Ereignisse in und außerhalb der Stadt durch Pfeifen- oder Trompetensignale zu verkünden.

Der Pfeifer musste auch die bis 1830 auf dem Turm aufgestellte Uhr aufziehen und richten.

 

1761 wurde hier vom Uhrmacher Heinrich Petri aus Heidelsheim eine neue Turmuhr eingebaut. Dieses große Uhrwerk befindet sich heute im Stadt- und Fachwerkmuseum „Alte Universität“.

 

Eine erste Sanierung des Turmes fand 1791 statt.

Der Turm besitzt heute eine Dachspitzhöhe von 30 m, eine Traufhöhe von 22 m, die Aussichtsplattform befindet sich in 24 m.

Der Turm hat einen quadratischen Grundriss, mit einer Seitenlänge von 7 m.

Die Mauerstärke beträgt im ersten Obergeschoss 2 m, im zweiten Obergeschoss 1,85 m und im sechsten Obergeschoss „nur“noch 60 cm.

Die rechteckigen Maueröffnungen sind nicht ursprünglich.   1.3)

 Typisch für die Erbauungszeit sind die sehr kräftigen Buckelquader, gebrochen aus heimischem Schilfsandstein.

 Das heutige Aussehen des Turms mit dem schiefergedeckten Laternendach geht wohl auf das Jahr 1791 zurück, als die Turmspitze erneuert werden musste. Bis dahin besaß er einen mehrstöckigen Fachwerkaufsatz.

 

Einen ersten Hinweis über die Nutzung als Gefängnis finden wir in einer Stadtrechnung von 1662, als der Seiler Michael Bühler 30 Kreuzer für „4 Claffter Seyler“ so zum Gefängnis Im Pfeifferturm verbraucht worden“ erhielt.

 

Weiterer Ausbau zum Gefängnis erfolgt zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

  

Als Eppingen zur badischen Bezirksamtsstadt erhoben wurde, baute man den Turm zum Gefängnis für den Amtsbezirk um.

Vom dritten bis zum sechsten Stock war jeweils eine Gefängniszelle eingerichtet, im siebten waren es vier.

Von 1829 bis 1859 diente er als Amtsgefängnis.  

Danach benutzte ein Eisenhändler den Turm als Lager bis 1935, als das erste Heimatmuseum der Stadt im Turm eingerichtet wurde.

Ab 1859 wurden die Gefangenen schon im neu erbauten Gefängnis im Roth eingeschlossen.

Ab 1935 wurde im Turm das erste Heimatmuseum der Stadt eröffnet. 3)., 4).

1191/1192

 

Kirchgasse 2

Wappenstein an der Ostseite eines Gebäudes aus dem späten 19. Jahrhundert mit Datierung 1564 des Vorgängergebäudes

Eppingen-kirchgasse2-wappen.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

 

Kirchgasse 2a

 

Nr. 2a und 2b     Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Magazingebäude, erbaut 1825, Fachwerkbau

 

 

Kirchgasse 12

 

        Bildergebnis für eppingen Altstädter Kirche      Bild: Eppingen Org., Konrad Plank      

"Altstädter Kirche", Kath. Stadtkirche "Unsere Liebe Frau".

 

Erbauung des Turmes der Altstädter Kirche Eppingen erfolgt um 1200  33).

 

Weihung der katholischen Altstädter Kirche am 25. April 1445, der Kirche: „Unserer Lieben Frau Mariä Himmelfahrt“.

 

Darin befindliche Fresken sind etwa im dritten Viertel des 15. Jahrhunderts entstanden und haben die Passion Christi zum Gegenstand.

 

Bildergebnis für eppingen Altstädter Kirche    Bild: Eppingen Org., Konrad Plank

 

Übertünchte Fresken um 1320, werden in der kath. Stadtkirche freigelegt, eine Kostbarkeit gotischer Malerei. 

Bei der Freilegung und Konservierung im Chor kamen in der untersten Zone zwölf Apostel zum Vorschein, womit eine schöne Übereinstimmung des Befundes am Bau mit der urkundlichen Überlieferung gegeben ist.

 

Eine Kanzel darin, aus bemaltem Sandstein, ist ein gotisches Meisterwerk des 15. Jahrhunderts. 3).

 

Im Langhaus spätgotische Malereireste, Maßwerkkanzel, barocke Madonna aus dem Kirchgarten, und im Turmchor äußerst wertvolle und vollständige Fresken (um 1300)   1.3).

1780 wurde die „Stadtkirche, so durch eine Zwischenmauer getrennt, zwölf Apostel genannt“ 1).

Zweigeschossig mit neuem Querhaus (1974), spätgotischer Paradiesvorbau.

Quadratischer Kirchturmsockel aus der Stauferzeit, darüber Sandsteinoktogon des Turmes mit hohem Zeltdach und vier Flankentürmchen.

1435/1445

 

Kirchgasse 14

Katharinenkapelle, Kirchgasse 14

 

Bildergebnis für eppingen katholisches Pfarramt      Bild: Heimatfreunde Eppingen    

 

 

Bildergebnis für stadt eppingen   Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

 

Wird 1421 gestiftet.

War Evangelische Knabenschule im 16. Jahrhundert bis 1881.

Kinderschule 1882 - 1973.

Diente bis 9.1.1979 im Obergeschoss den evangelischen Schwestern als Wohnung, im Saal unten war der evangelische Kindergarten untergebracht;

1979 kaufte sie der Kath. Dekan Dr. Wolfgang Baunach und renovierte sie.

Heute ist sie Sitzungssaal der Katholischen Kirchengemeinde.

Instandsetzung der Kapelle ab 1989. Eine Abhandlung hierüber findet sich im Band 6 "Rund um den Ottilienberg", Seite 203-208 Autor: Dr. Wolfgang Baunach   1.6).

1421/1979/1989

     

Kirchgasse 28

            Eppingen-kirchgasse28.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Massivhaus, zweigeschossig (um 1900). Einziges erhaltenes Mittelstallhaus, in den 80er Jahren für Wohnnutzung umgebaut.   1.3).

1850

 

Küfergasse 2

 

Bildergebnis für eppingen Alte Synagoge       Bildergebnis für eppingen Alte Synagoge    Bilder: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

 

"Alte Synagoge"

In der Küfergasse wird dasdreigeschossige Fachwerkhaus 1731 erbaut, und diente spätestens seit 1772 bis 1873 der jüdischen Gemeinde als Synagoge.

Kostbare Überbleibsel aus der jüdischen Geschichte dieses Hauses sind der sichtbare Mesusaschlitz am rechten Türpfosten, und als Kleinod der wunderbare Hochzeitsstein.

Barockes Türgewände mit Rokokotüre.

Im massiven Untergeschoss mit Keller befindet sich eine „Mikwe“, Jordanbad genannt, ein jüdisches rituelles Bad aus dem 16. Jahrhundert. 1.8). 29).

Bildergebnis für eppingen Alte Synagoge    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

   

1971 aufwändig restauriert.

1731/1971

 

Leiergasse

Eppingen-leiergasse1a-c.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Stadtmauer erbaut im 16. Jahrhundert, letzter frei sichtbarer Mauerzug der Vorstadt

 

 

Ludwig-Zorn-Straße 4

Eppingen-ludwigzorn4-v2.jpg   Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

       

ehemalige Villa Reinhold Zorn, Wohnhaus 1914 aus der Zeit des Jugendstils, zweigeschossig, mit halb abgewalmtem Mansarddach, 5:3 Fensterachsen, Balkon und Erkervorbau   1.3).

1914

 

Ludwig-Zorn-Straße 6

Bildergebnis für eppingen seniorenstift               Bildergebnis für eppingen Ludwig Zorn Straße    Bilder: Eppingen Org., Konrad Plank

Alte Sparkasse. Wohn- u. Geschäftshaus (1875). Zweigeschossiger und klassizistischer Putzbau, 5:3 Fensterachsen, früher Sitz des Bezirksgeometers   1.3)., 4).

Heute Seniorenheim Lindenhof

1875

 

Ludwig-Zorn-Straße 9

Ehemaliges Katholisches Pfarrhaus. Dekanat- und Stadtpfarramt (1874).

Zweigeschossiges Werksteingebäude, 4:2 mit Bogen über Hoftor, zweigeschossig mit Walmdach, mit Marienstandbild um 1800.

Heute Haus Herrmann    1.3).

1874

 

Ludwig-Zorn-Straße 14-16

 

Bildergebnis für eppingen Ludwig Zorn Straße               Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

        

Nr. 14 war altes Notariat, Wohnhaus (1908).

Sechs Fensterachsen, in Zwerchhaus endigendes Mittelrisalit mit Balkon, über Eingang Terrasse auf Säule, EG Sandstein-Molo, OG Vormauerziegel, Walmdach.

In den 50er Jahren wohnte hier Dr. Beysel, Chefarzt des Eppinger Krankenhauses, er hatte auch seine eigene Praxis dort.  10).

Das Gebäude Ludwig-Zorn-Straße 14, ehemalige Gewerbeschule und Wohnhaus Dr. Beysel, wurde saniert.

Mit einer Investition von über einer Million Euro wurde die Gelegenheit genutzt, um dieses Gebäude für die Musikschule, das Kindernest, die Stadtkapelle und die Musikfreunde als Nutzer optimal auszubauen.

Der Zuschuß aus dem Sanierungsprogramm belief sich auf 650.000 Euro. 18).

 

Nr. 16 war die alte Gewerbeschule.

 

Bildergebnis für eppingen Gewerbeschule    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

          

Sonderschule II (1909/10). Zwiegeschossig mit Walmdach, EG in Sandstein-Molo,

noch alte Türe mit geschmiedetem Oberlichtgitter, OG Vormauerziegel.

Beide Häuser wurden 2011 saniert für die Musikschule, Kindernest, Stadtkapelle und Musikfreunde 4).

1908/1909/ 2011

 

Mühlbach Hauptstraße 6

Ein besonders schönes Beispiel der Sandsteinarchitektur stellt das Gebäude in der Mühlbacher Hauptstraße 6 dar.

Heute Steuerberatungsbüro    25).

 

Mühlbach Hauptstraße 72

Das Haus hat einen außergewöhnlich Sandsteinschmuck  25).

 

Mühlbach Ostendgasse

Ein ungewöhnlicher Blickfang am Ende der Ostendgasse ist der anspruchsvolle, neoklassizistische Mühlbacher Wasserbehälter von 1912 - auch ein Denkmal des heimischen Sandsteingewerbes.  25).

 

Mühlweg 9

Ehemalige "Untere Mühle"

 

      Bildergebnis für eppingen untere Mühle    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Mehrfamilienhaus (1793). Zweigeschossig, massiv, Halbwalmdach, Rundbogeneingang i.d. Erdgeschoßmitte, traufständig.  1.3).

In ihr war früher die Nudelfabrik Mann (1932) und auch Küfer-Hettinger wohnte dort und hatte seine Werkstatt darin  1.8).

1793

 

Rappenauerstraße 2

                     Eppingen-rappenauer4ex2v2.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Jugendstilhaus. Geschäfts- und Wohnhaus. Dreigeschossig, traufständig, mit Zwerchhaus, Vormauerziegel mit Sandsteingliederung, Drei bzw. vier Fensterachsen. 

Früher Geschäftshaus Phil. Geiger wurde 1904 aus Backsteinen mit reicher Schilfsandsteingliederung erstellt 25).

1904

 

Rappenauerstraße 8a

Bildergebnis für eppingen rappenauer straße 2    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

 

Modellhaus, Bauernhaus mittlerer Größe (1793) mit Rundbogendurchfahrt und altem Füllungshoftor.

Zweigeschossig, traufständig.  Haus Pfründer 1.3).

1793

 

Rappenauerstraße 10

 

Bildergebnis für eppingen rappenauer straße 2    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

     

Gasthaus "Zur Palme", Modellhaus (1797). Zweigeschossig, fünf Fensterachsen, Rundbogendurchfahrt, traufständig.  1.3).

1797

 

Rappenauerstraße 12

                Eppingen-rappenauer12.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Modellhaus, Bauernhaus (1802). Zweigeschossig, fünf Fensterachsen, Rundbogendurchfahrt, traufständig .

Haus Schleihauf  1.3).

1802

 

Rappenauerstraße 42

Eppingen-rappenauer42.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

                

Modellhaus, Bauernhaus (1873). Zweigeschossig, Werksteinfassade mit Segmentbogendurchfahrt, sechs Fensterachsen, traufständig.

Einziges Bauernhaus mit Fassade, ganz in Werkstein.   1.3).

1873

 

Rappenauerstraße 43

                  Eppingen-rappenauer43.jpg   Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Modellhaus, Bauernhaus (1798). Zweigeschossig, traufständig, OG verputztes Fachwerk, EG massiv mit Rundbogendurchfahrt, hoher Sockel, Hauseingang über Podesttreppe mit geschnitzter Biedermeierhaustüre, sieben Fensterachsen, traufständig.  (heute Haus Ehehalt)  1.3).

1798

 

Rappenauerstraße 45

           Eppingen-rappenauer45.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Modellhaus, Bauernhaus mit Inschrifttafel (1798). EG massiv, Rundbogendurchfahrt u. gesonderter Hauseingang, sieben Fensterachsen, traufständig an voriges Haus angebaut. Haus Ehehalt  1.3).

1798

 

Waldstraße 2

Alter Friedhof, Nordostwärtige Mauerflügel der Einfriedungs- und Stützmauer (16. Jhdt) mit Inschriftstein (1586).

Nördliches altes Mauerstück am Kohlplattenweg. 

Am Osteingang befindet sich ein Gerätehäuschen. Quadratisch mit Zeltdach (um 1900) unter der großen alten Linde,

auf diese Mauer neben dem Haupteingang des Friedhofes gesetzt.   1.3).

           Eppingen-waldstr2-friedhofhaus.jpg    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

1586/1900

 

Wilhelmstraße 18

Feuerwehrgerätehaus.

                   Bildergebnis für eppingen Feuerwehrgerätehaus     Bild: Freiwillige Feuerwehr Eppingen

Alter Teil (ehemaliges Amtsgefängnis 1859). Dreigeschossiger Wersteinbau im "Festungsstil", 3:4 Fensterachsen, Innenräume backsteingewölbt, Walmdach  1.3).

1859

Beetglogge

Glocke, die um sieben Uhr abends läutet, früher für Kinder die Aufforderung, nach Hause zu kommen.    10).

Befreiungskriege

Beseitigen das Joch der Fremdherrschaft

1813-1815

Bekannte Bürger Eppingens

Manfred Pfefferle,  1928-2009.

Naturliebhaber, Erzähler von Alltagsgeschichten, besonders der kleinen, einfachen Leute aus dem frühen Eppingen.

Mitglied und Beirat der Heimatfreunde.

Er begab sich auf archäologische Spurensuche, berichtete über die frühgeschichtliche Besiedlung des Eppinger Raums.

Er veröffentlichte mehrere Aufsätze in der Reihe "Rund um den Ottilienberg".

Die Heimatfreunde veröffentlichten seine Erinnerungen in ihrer "Besonderen Reihe" als Band 2 und 3.

Die beiden Bücher "Koi Holz brennt net" und "Wie's halt war" sind heute zwei beliebte un viel gelesene Lesebücher zur Eppinger Alltagsgeschichte der ersten Häfte des 20. Jahrhunderts.

Eine Abhandlung über Ihn und seine Aktivitäten findet sich im Band 9 "Rund um den Ottilienberg", Seiten 197-199.  Autor: Reinhard Ihle.  1.9).

1928-2009

Günter Zaiß,  1937-2005.

          Bildergebnis für Zaiß Günter  Bild: Heimatfreunde Eppingen

Aktiver Turner beim TV 1865 Eppingen, Trainer und Sportfunktionär, freier Mitarbeiter der regionalen Presse, Heimatfreund, Chronist der Stadt Eppingen, Erbauer des Chartaque-Turmes an der Landstraße nach Kleingartach.

Eine Abhandlung über seine vielseitigen Aktivitäten findet sich im Band 9 "Rund um den Ottilienberg", Seiten189-196. Autor: Bernd Röcker  1.9).

1937-2005

Klaus Zapf, 1952 - 2014,

größter Umzugsspediteur Deutschlands  in Berlin

1952-2014

 

Benedikt von Nursia

Er begründet das abendländische Mönchstum

480-547 n.Chr.

 

Benz Carl

Der Badener Carl Benz und der Württemberger Gottlieb Daimler bringen mit Ihren Erfindungen das Auto auf den Weg

1866

 

Berliner Notverordnung

Vom 5.6.1931 wird verordnet

1931

 

Berufsauspendler

5 682 Personen

2014

 

Berufseinpendler

3 181 Personen

2014

 

Besetzung Eppingens im April 1945

Eine Abhandlung hierüber findet sich im Band 2, "Rund um den Ottilienberg", Seiten 232-243   1.2).

1945

 

Besuch aus den USA

M. Josua Eppinger jr., Mitherausgeber der amerikanischen Tageszeitung "San Francisco Examiner" besucht die Stadt, deren Namen er trägt und dessen Großvater in die USA ausgewandert war 1.8).

 

Bettelorden

Bürgerliche Reformbewegung

ab 1200

 

Bewegungstreff für Senioren

                   Bildergebnis für eppingen Bewegungstreff für Senioren            Bild: Eppingen Org, Konrad Plank

     

Dieser wird 2015 gegründet. Er findet jeden Donnerstag 10 Uhr im Bürgerpark statt und wird von Übungsleitern des TV 1865 Eppingen durchgeführt

2015

 

Bezirksamt Eppingen

Eppingen wird im Jahre 1813 Bezirksamt, dieses existiert bis 1924.

Eine Übersicht von Wappen der zughörigen Gemeinden ist im Band 8 "Rund um den Ottilienberg", Seite 276.  1.8).

1813-1924

Begeht am 10. Juli 1913 sein 100-jähriges Bestehen

1913

Wird 1924 geschlossen

1924

 

Bezirksgewerbeschule

 

Bildergebnis für eppingen Gewerbeschule    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Wird in Eppingen eingerichtet, sie gehört zu den ältesten dieser Art im Lande, sie existiert als Gewerbeschule bis 1962 an der Ludwig-Zorn-Straße

1831/1835/ 1962

 

Bezirkssparkasse Eppingen

War bis 1981 in der Ludwig-Zorn-Straße

                    Bildergebnis für eppingen Bezirkssparkasse       Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

Der Neubau an der Bahnhofstraße wird im Juli in Angriff genommen, Einzug ist im Februar 1983

1981-1983

 

Bezirks- und Obstbauverein

Wird im August in der Wirtschaft "Zur Eisenbahn" gegründet

1919

Bibbeleskäs

Weißer Käse    10).

Bibelschule Adelshofen

Bildergebnis für bibelschule adelshofen     Bild: Eppingen Org., Konrad Plank

        

Wird 1958 als "Bibelschule" durch Pfarrer Dr. Riecker gegründet, nennt sich später "Lebenszentrum", ca. ab 1962

1958

 

Biblischer Weinpfad

 

          Bildergebnis für biblischer weinpfad Kleingartach           Bild: Gemeinde Kleingartach

Von der Weinbaustube in der Ortsmitte Kleingartachs bis zur Birnbaumallee verläuft ein biblischer Weinpfad.

Dort erfahren Spaziergänger vieles über den Weinbau.

Jesus Satz "Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben" gehört zu den Versen aus der Bibel, die den Pfad ergänzen.

 

Bienhälde (dialekt: Behälder)

Bienhälde; Gewann südl. Eppingens, Richtung Kleingartach, früher waren hier meistens Weinberge angelegt, am "Knebelseck" ( Ecke Waldrand zu den nördlich gelegenen Weinbergen)   10).

Im Gewann Bienhälde wurde die Instandsetzung der dortigen Trockenmauer aus Sandsteinen fertiggestellt.      18.)

2016

Bier

Die Geschichte des Bieres.

Entnommen aus der Jubiläumsschrift der Palmbräu 1935, zum 100-jährigen Jubiläum der Brauerei.

 

"Was wollen denn die Leute?

Ich bin in meiner Jugend mit Biersuppe auferzogen.

Ihre Väter kannten nur Bier, und das ist das Getränk, das für unser Klima passt".

Friedrich der Große.

 

Durch wissenschaftliche und geschichtliche Studien ist festgestellt, dass es schon in alter Zeit und bei allen Völkern Bier gegeben hat.

Aus dem 6. vorchristlichen Jahrtausend stammt die Darstellung einer Opferszene, bei welcher der Gottheit, neben Getreide und dem üblichen Tieropfer, auch Bier gespendet wird

Bei den Babyloniern und Assyriern war Bier das Nationalgetränk.

Die Kunst der Bierbereitung war Gemeingut des alten orientalischen Kulturkreises.

Ägypten hatte ein hochentwickeltes Brauwesen.

Auch Alt-China hat schon Jahrtausende vor Christi Geburt das Hirsebier gekannt.

Reliefs auf den Grabdenkmälern enthüllen uns die gesamte Technologie der altägyptischen Bierbereitung.

Noch heute ist der alte Brauch der Bierbereitung bei den Fellachen Ägyptens fast unverändert geblieben.

Auch die keltischen Urbewohner Frankreichs und Britanniens kannten das Bier, soweit die Geschichte zurückreicht;

sogar im alten Rom, von dem man annimmt, dass es nur den Wein gehuldigt habe, ist nachweislich auch Bier getrunken worden.

Bei den Germanen lässt sich für die vor Christi Geburt liegende Zeit nicht nachweisen, wie weit der Brau-Prozess bei ihnen in die Vorzeit zurückreicht.

Im Jahre 96 nach Christi Geburt schreibt der römische Geschichtsschreiber Tacitus in seiner "Germania" von den Deutschen:

"Ihr Trank ist ein Saft aus Gerste oder Weizen, der durch Gärung einigermaßen dem Weine ähnlich geworden ist".

 

Dieser germanische Trank war aus unvermälztem Getreide hergestellt.

Ein eigentliches Mälzen kannte man damals noch nicht. Man kann sich die Frage vorlegen, wie es kam, dass in jener Zeit überhaupt ein Malz hergestellt werden konnte, und muss sich dies wohl so erklären, dass man damals eine richtige systematische Getreide-Lagerung, unter Fernhaltung jeglicher Feuchtigkeit, nicht kannte, sodass also vieles Getreide infolge von Nässe zu keinem begann und sich dadurch ungewollt in Malz verwandelte.

 

Wann mit dem eigentlichen Mälzen begonnen wurde, ist in Dunkel gehüllt, dagegen weiß man, dass mit dem Anbau von Hopfen in Deutschland etwa um das Jahr 1.000 nach Christi Geburt begonnen wurde.

Mit diesem Zeitpunkt ist eine Wende in der Biererzeugung eingetreten, weil der Hopfen dem Bier eine vollständig veränderte Zusammensetzung brachte.

Erst dieser schuf die angenehme, herbe Frische im Geschmack, er gab dem Bier eine erhöhte Haltbarkeit.

 

Die erste Blütezeit verdankt die Brau-Industrie den Klöstern.

Viele Brauereien tragen heute noch den Namen "Klosterbrauerei" und leiten ihre Entwicklung von den Klöstern ab.

Auch in der Brauerei-Reklame findet man noch vielfach als Schutzmarke einen Mönch.

 

Zur vollsten Entfaltung gelangte das mittelalterliche Brauwesen zur Zeit der Hochblüte der deutschen Städte, vor allem der deutschen Hanse-Städte.

Die ersten großen Bierzentralen waren Hamburg und Danzig.

Die Stadt Einbeck ist Lehrmeisterin für die bayrische Brauindustrie geworden.

Erst zu Beginn des 17. Jahrhunderts kamen Einbecker Braumeister ins Bayernland, um dort in meisterlichem Können zu zeigen, wie man ein vollmundiges dunkles Bier braut.

 

Infolge des Zeitgeschehens, so vor allem durch die Erschütterungen des 30-jährigen Krieges, ging das Braugewerbe im Laufe des 17. und noch des 18. Jahrhunderts in Norddeutschland stark zurück, während es sich in Bayern unter der Fürsorge seiner Kurfürsten zur Höchstblüte, zum Nationalgewerbe entwickelte.

 

Bis zum 18. Jahrhundert sind alle Biere obergärig hergestellt worden, d.h. mit einer Hefe, die sich aus dem Bier, nach der Oberfläche zu, ausschied und die zu einem nicht unerheblichen Teile beständig auch mit dem konsumreifen Bier in Verbindung blieb.

Die Gärung vollzog sich schneller und bei höheren Temperaturen als dies bei dem untergärigen Bier möglich war.

Die obergärige Hefe macht das Bier schneller reif, während das untergärige Bier seine "Edelreife" erst nach langer Lagerzeit bei niedriger Temperatur erhält.

 

Seit dem 18. Jahrhundert beobachten wir die Herstellung des edlen hellen hopfen-aromatischen Bieres.

In Norddeutschland werden mindestens 90 % helles Bier gebrannt.

Auch in Süddeutschland ist die Entwicklung vom dunklen zum hellen Biere eine sehr starke gewesen.

In der letzten Zeit ist man namentlich in dem Bierland Bayern wieder mehr zum dunklen Bier zurückgekehrt, als welches das Münchner Bier seinen glänzenden Ruf in der ganzen Welt begründete.

 

Das Bier war bis zum ersten Weltkriege in Deutschland verhältnismäßig nieder besteuert, so dass es, zumal die Qualität sich stets verbesserte, als Volksgetränk überall Eingang fand. Es wurden in Deutschland im Jahre 1913 rund 70 Millionen Hektoliter Bier verkauft.

Im ersten Weltkrieg konnte, wegen des Mangels an Rohstoffen, nur noch Dünnbier hergestellt werden, so dass der Bierverbrauch bis zum Jahre 1920 auf ca. 25 Millionen Hektoliter zurückging.

1928/29, den Jahren der Scheinblüte in Deutschland, stieg der Verbrauch wieder auf etwa 57 Millionen Hektoliter, um dann im Jahre 1932 infolge der trostlosen Wirtschaftslage und einer sinnlosen Überbesteuerung des Bieres auf etwa 33 Millionen Hektoliter herabzusinken.

 

Seit der Machtübernahme durch den Nationalsozialismus und der steigenden deutschen Weltengeltung unter dem tatkräftigen Durchgreifen unseres großen Führers Adolf Hitler ist eine Hebung des Lebenswillens und damit auch eine Steigerung des Bierverbrauchs festzustellen.

So wurden im Jahre 1934 wieder etwa 37 Millionen verkauft.

Ein bedeutender Aufschwung der Brauindustrie ist nur möglich, wenn die hohe Steuerlast, die heute noch auf dem Bier ruht, fühlbar gesenkt wird, derart, dass sich eine wesentliche Verbilligung durchführen lässt, die es jedermann ermöglicht, sich nach des Tages Last sein Bier leisten zu können.

D'Bierprob'.

Von Elisabeth Hammler.

Schon hunderte von Jahren ist es her, dass zahlreiche Städte und Dörfer eigene Brauhäuser besaßen und diese, wie das heute noch bei Gemeindebäckereien geschieht, an tüchtige Meister vom Fach verpachteten.

Bürgermeister und Gemeinderäte hatten namens der Gemeinde die Pflicht, das Produkt des Brauers laufend auf seine Güte zu kontrollieren;

es fand alljährlich zur festgesetzten Zeit eine Bierprobe statt, wozu das Gemeindeoberhaupt mit seinen Getreuen in Lederhosen erschien.

Der Brauer holte dann einen Krug Bier aus dem Keller, schüttete das köstliche Nass auf die bereitstehende Bank und lud die Stadtväter bzw. Gemeindelichter freundlich ein, Platz zu nehmen.

Wenn diese dann nach einiger Zeit die genügende Schwere hatten und ans Heimgehen dachten, musste beim Aufstehen der Hosenboden an der Bank kleben bleiben, andernfalls das Bier nicht als "gut" angesprochen werden und der Braumeister auf den nächsten Termin sein Bündel schnüren konnte.

Hatte das Bier aber genügend Gehalt, dann pflegten die Gestrengen sich nochmals zu setzen und erst beim Morgengrauen zögernd in de "liebevoll" geöffneten Arme ihrer besseren Hälfte heimzukehren;

dem Braumeister aber ward dann der erste Platz in der Gemeinde eingeräumt.

Nun hatte in jener Zeit ein weiland kleines Amtsstädtchen im Elsenztal dem Martin, einem tüchtigen Meister, das Brauhaus übergeben.

Der Tag der Bierprobe stand bevor.

Martin war etwas zappelig, denn er hatte Sorge, ob man ihm die Brauerei weiterhin belassen würde; das Bangen hatte nämlich folgende Ursache:

Martin hatte eine Tochter, die Mariann, ein hübsches, kräftiges Mädchen, das dem verwitweten Braumeister den Haushalt führte.

Nun hätte Hannjörg, ein schwerwiegender Mann im Rat des Städtchens, die Mariann gerne als Schwiegertochter gehabt.

Da der Mariann aber der hübsche Frieder besser gefiel, weigerte sie sich, Hannjörgs Sohn, namens Konrad, zum Manne zu nehmen.

 

Hannjörg hatte dem Braumeister gedroht: "Wenn dei' Mariann me' Konrad net nimmt, bist du Braumeister gwest, mei Hose bleibt dann bei de Bierprob' net an der Bank hänge!"

Der Martin stand in seiner Stube und wetterte auf Mariann los: "Un i sag, du heiersch de' Konrad!"

Mariann wischte sich die Augen. "Den Konrad nehm i net, der schielt jo; wenn der oim a'guckt, moint ma', er tät'newenaus gucke!"

Der Martin schlug mit der Faust auf den Tisch. "Den Sehfehler hat er vom Zahne', do kann er nix dafor!"

"Mir scheint, der zahnt alleweil noch, weil er grad Stumpe hat statt Zähn", höhnte die Mariann, "un i heier den Frieder!"

"Dunderkeidl!", erboste sich der Martin, "soll i uf mei' alte Däg se' Bündel schnüre und en andere ins Brauhaus sitze lasse? Des gibt's net, du nimmsch de' Konrad!"

Damit ging der Martin zur Tür hinaus.

Mariann setzte sich in den Sorgenstuhl beim Ofen und heulte laut auf: "Hu-hu! Mei' Frieder, hu-hu! I bin doch e' rechte Pechmarie!"  -  Das Schluchzen ging allmählich in leises Weinen über.

Plötzlich sprang Mariann wie elektrisiert in die Höhe. Im Übermass des Gefühls schrie sie laut auf: "Pechmarie! Pechmarie!" und tanzte lachend und weinend in der Stube umher. "s Pech soll mit Glück bringe!"

Dann ging sie,ein Liedlein vor sich hin trällernd, an die Arbeit.

"D' Weibsleut senn doch alle miteinander verrückt, do kennt sich der Deifl aus mit dene'!" philosophierte Martin und freute sich, daß seine Tochter Vernunft anzunehmen schien.

Abends schmeichelte die Mariann dem Vater: "D'Bierprob', wenn sie gut ausfällt, darf i dann de' Frieder heirate? Der Hannjörg alloi kann dir nix anhawe, wenn die andere z'friede sin', un' sie werde z'friede sei", fuhr sie überrend fort, "laß mi nur mache".

Der Martin brummte etwas in den Bart, was Mariann als Zustimmung aufnahm, so dass sie sich nahher zuversichtlich zur Ruhe begab.

 

Der Tag der Bierprobe rückte heran und Martin hat die Probe bestanden, wie sie noch kein Meister vor ihm und kein Meister nach ihm je bestanden hatte.

Daran konnte selbst der Hannjörg nicht rütteln.

Denn nur mit Substanzverlust an den hirschledernen Hosenböden konnten Bürgermeister und Ratsherrren von der Bierbank loskommen.

Drei Tage lang soll der Gemeinderat nicht beschlussfähig gewesen sein; auch wusste keiner, wie er damals nach Haus gekommen war.

Fünf davon hatten am andern Tag blaue Mäler im Gesicht, einer eine geschwollene Backe.

Böse Zungen behaupteten, die Weiber seien mit den Langersehnten bei ihrer Heimkunft allzu zärtlich umgegangen, aber die Stadtväter wussten es besser: bei Vollmond nämlich -  mochte die  Nacht pechschwarz sein  -  aus Sparsamkeitsgründen die Straßenlichter nicht angezündet und dadurch ist der eine oder andere da und dort angerempelt.

Vier Wochen darauf feierte die Mariann mit ihrem Frieder Hochzeit. So hoch war es selten hergegangen, wie bei diesem Fest.

Der Frieder strahlte und der Mariann leuchtete das Glück nur so aus den Augen.

Gäste waren geladen, so viel das Haus fassen konnte, und es fasste nicht wenig.

Der Bürgermeister und seine Getreuen waren in den Hirschledernen erschienen, deren Hosenböden von der gelungenen Bierprobe Zeugnis ablegten, die anderen männlichen Gäste in Kniehosen, teils aus Samt, teils aus Tuch, in blendendweißen Hemden, weißen Strümpfen und Schnallenschuhen, und mit dem Dreispitz auf dem Kopf.

Die Frauensleute boten mit ihren achteckigen Schals, ihren zwölfreihigen Granathalsketten mit großen goldenen Schließen und mit den schwarzbebänderten weißen Hauben ein anmutiges Bild.

Für Essen und Trinken war bestens gesorgt. Ein Riesenschwein hatte zum Fest sterben müssen, ein Kalb und ein Schaf wurden geschlachtet, dazu Gänse und Hühner.

Vier Weiber halfen der Mariann beim Backen: 46 Kuchen, 20 Heferinge und 20 gerührte Bund wurden gebacken. Der Martin hat das große Fuder angestochen: das Bier wurde in Kübeln und Kannen herbeigeschleppt und getrunken.

Abends wurde bei Licht der Ölfunzeln mit Ziehharmonikas zum Tanz aufgespielt und Alt und Jung schwenkte das Tanzbein.

Unter Juchzen und Johlen flogen Stühle an die Wand, der Boden dröhnte vom Stampfen und der Hannjörg hatte über dem fröhlichen Trieben und dem guten Bier des Harms vergessen;

während er mit der einen Hand den Takt zur Musik schlug, hielt er in der anderen eine dicke Griebenwurst, von der er mit großem Behagen Stück für Stück abbiß.

Als der Wächter vom Turm die zweite Morgenstunde verkündet und die Stimmung ihren Höhepunkt erreicht hatte, fingen Männlein und Weiblein an zu singen:

          mir gehna net hoam, bis heller Dag isch, heller Dag isch,

und hieben mit den Fäusten den Takt dazu, dass die Tische wackelten und die Gläser klirrten.

Derweil hatte sich die Mariann mit ihrem Frieder still in die Ecke beim großen Kachelofen gesetzt, wo sie, fest an ihn geschmiegt, erzählte, wie sie zur Heirat die Zustimmung des Vaters erreicht habe:

 

"Bei der Bierprobe habe sich plötzlich ein Schreien und Lärmen erhoben. Der gefürchtete Stier sei los geworden,  - die Mariann hatte etwas nachgeholfen gehabt -.

Der Stier habe dann die Stalltür aufgedrückt und sei im Hof wütend herumgerast.

Alles sei hinausgerannt. Zaunlatten wurden losgerissen, Dreschflegel und Backscheite herbeigeholt und unter wütendem Geschrei: Dunderwetter! Deiflskerl! Mistviech! usw. auf den Stier losgegangen.

Der Bürgermeister habe mit Donnerstimme in den Lärm hineingebrüllt: "Haltet euer Mäuler, dir Rindviecher, weg, I machs!"

Dieser höflichen Aufforderung hätten alle bereitwillig Folge geleistet, dem Bürgermeister, der über Bärenkräfte verfügte, vertrauend; und er habe Ordnung geschaffen.

Er habe den Stier, der mit dem Verschwinden der Leute ruhiger geworden sei, bei den Hörnern gepackt, ihm zugeredet und ihn so mit mächtigem Griff in den Stall zurückgezwungen.

Sie - die Mariann - habe die Minuten des Alleinseins dazu benützt, die Bierbank mit Pechmehl, das beim Schlachten zum Abbrühen der Schweine verwendet wird, einzureiben; auch dem für die Bankprobe gereichten Bier habe sie fürsorglich eine Hand Pech zugesetzt gehabt, und darum habe die Bank so gut an den Hosen geklebt.

So sei die Ehre ihres Vaters gerettet und damit seine Zustimmung zur Hochzeit mit ihm - dem Frieder - erreicht gewesen".

Aufjauchzend schloss der Frieder die schlaue Mariann in die Arme.

Bei Tagesgrauen brachte der Bürgermeister namens aller Geladenen dem Frieder und der Mariann nochmals die besten Glückwünsche dar und sprach den Dank für die gute Bewirtung aus, versäumte dabei aber auch nicht, ein dreifaches Hoch auf den trefflichen Braumeister und den einzigartigen Stoff auszubringen.

Mariann hatte ja nur ihr Ziel erreicht wollen; das Bier ihres Vaters hätte auch ohne ihre Hilfe die Probe bestanden.

Biermuseum

Wird in der "Alten Universität" eröffnet

2000

Biersorten in Deutschland

Wegen des Reinheitsgebotes, das ja schon seit Jahrhunderten besteht, glaubt man häufig, dass das Bier, das man so trinkt, auch schon uralt ist.

In Wirklichkeit hat die Bierlandschaft von heute nichts mit der des Mittelalters zu tun.

Noch im 19. Jahrhundert gab es im ganzen Land vor allem ein einziges Bier: dunkles Bier.

Erst Anfang des 20. Jahrhunderts, also vor etwas mehr als hundert Jahren, kam helles Bier auf, das zunächst nur für den Export gedacht war, und deswegen hieß dieses Bier auch: Export-Bier.

Gebraut wurde es vor allem in Dortmund. Die anderen heute regional beliebten Biersorten, kamen erst nach 1945 in Mode, wie die folgende Auflistung zeigt.

Alt: Düsseldorf

Bayrisch Bier: Nördlich von Würzburg

Bockbier: Nordöstlich von Würzburg, Nordwestlich von München

Einbeker Bock: Hannover

Export: Dortmund, Nordrheinwestfalen, Nördlich von Düsseldorf

Hallerau Hopfen:  Nördlich von München

Kölsch: Köln

Lager: Ganz Bayern, Baden-Württemberg

Pils: vor allem in Norddeutschland, Hessen und Saarland:  Kiel, Rostock, Schwerin, Hamburg, Bremen, Berlin, Hannover, Magdeburg, Dresden, Frankfurt, Mainz, Saarbrücken

Rauchbier: Östlich von Würzburg

Schwarzbier: Erfurt

Weizenbier: Nordwestlich von München

(Quelle: Deutscher Brauer-Bund. "Deutschlandkarte, 101 unbekannte Wahrheiten" 2009)

Die Brauereien bemühten sich damals, Neues zu erfinden.

Das Pils, heute das am weitesten verbreitete Bier, kam sogar erst in den 1960ern in Mode.

Es wurde von kleinen Brauereien aus dem Siegerland vermarktet, die dem Kölsch, Export und Alt etwas entgegensetzen wollten.

Diese kleinen Brauereien hießen Warsteiner und Veltins.

2009

Bierstaffel

Eine solche wurde, meistens nach dem Turnen oder dem Leichtathletiktraining in der Turnhalle im Rot in den sechziger Jahren ausgetragen.

Die Idee dazu kam spät nachts, nach dem  Nachtraining im Gasthaus zur Palme, in der damals noch Rudi Müller, jetzt Talschenke, Wirt war, oder im Cafe Schloofich nach einigen Getränken.

Es wurden hierzu 2 Staffel-Mannschaften gebildet mit je 4-5 Läufern, die Strecke begann am Marktplatz und ging direkt auf dem Gehweg bis zum Uhlesbuckel (direkt am Polizeirevier vorbei).

Hier stand der Kampfrichter mit einem Kasten Bier. meistens kleine Flaschen mit Bügelverschluss.

Der ankommende Läufer musste eine Flasche ex austrinken und durfte erst nach dem vollständigen Leeren wieder zurück zum Marktplatz starten und seinen nächsten Läuferkameraden auf die Strecke schicken.

Oft wurde mancher Läufer unbeabsichtigt sehr schnell, da zu später Stunde manche Eppinger mit ihrem Hund noch Gassi waren und diese nicht immer an der Leine waren und die Läufer teilweise bellend verfolgten und so zu "Rekordläufen" angetrieben haben.    10.)

Big Lift

 

Bildergebnis für heimatfreunde eppingen    Bild: Heimatfreunde Eppingen

 

Unter diesem strategischen Namen führt die US-Armee, zusammen mit den NATO-Streitkräften in Europa, in den sechziger Jahren eine Großübung in Süddeutschland durch.

Hunderte von in Deutschland eingemotteten Panzern werden durch US-Besatzungen, welche direkt von USA eingeflogen übernommen und starteten, mit einem spektakulären Auftritt, unter anderem auch durch Eppingen, in Richtung Osten.

Viele der Panzer werden am Eppinger Güterbahnhof auf Waggons verladen und weitertransportiert.    10).

60-er Jahre

 

Bildband Eppingen

 

          Bildergebnis für Eppingen Fachwerkstadt mit Pfiff    Bild: Stadt Eppingen

Seit dem 24. November gibt es einen neuen Bildband auf 160 Seiten

2011

 

Bildungszentrum Eppingen

3 000 Schüler aus 30 Orten gehen in Eppingen zur Schule

1985

 

Biomarkt Mammut

Eröffnet seine 6. Filiale in Baden-Württemberg in Eppingen, in der neu gestalteten Kaiserecke in der Wilhelmstraße am 1.12.2016

2016

 

Bionade in Deutschland

Die Bionade, die ökologische Limo, gilt gemeinhin als Beweis dafür, dass sich der Umweltgedanke und die Marktwirtschaft inzwischen gut vertragen.

Die Erfolgsgeschichte des Getränks begann Ende der Neunziger in Hamburg, dort entschloss sich ein Großhändler, die Bionade ins Sortiment zu nehmen, danach eroberte sie Berlin, wurde Symbol des grün konsumierenden jungen Bürgertums.

Der Süden des Landes, das zeigen die Zahlen, ist bis heute weniger aufgeschlossen für das neue Getränk.

Vor allem verkauft sich die Limonade deutschlandweit in ländlichen Gebieten schlecht.

Der Großstädter, dem die Natur fehlt, ist der eifrigste Ökokonsument.

Doch eine Großstadt widersetzt sich offenbar beharrlich der Bionade: Frankfurt am Main (dessen Postleitzahlen mit 60 beginnen).

Entweder beziehen die Frankfurter ihre Bionade aus Fulda (PLZ 36...), oder aber Ökologie und Kapitalismus vertragen sich doch nicht so gut.

Quelle: Bionade, aus dem Buch "Deutschlandkarte, 101 unbekannte Wahrheiten"

2009

 

Biotop Richen

Wertvoller Lebensraum für Tiere und Pflanzen entlang der Elsenz   25).

 

Birkenpollen

Pflanzen zählen die sonnigen Stunden, bevor sie sich entschließen zu blühen. So kommt es, dass die für Allergiker lästige Zeit der Birkenblüte in Deutschland unterschiedlich früh beginnt:

Im warmen Rheinland schon im März, im Gebirge und im Osten erst Ende April.

Entkommen kann man der Birkenpolle nirgends, der Baum wächst im ganzen Land. Dafür lässt sich mit einer speziellen Karte eine Flucht planen, etwa indem man an Wochenenden Schutz im Unterland sucht.

Besonders einfach ist es für Kölner, die sich Ende März in der Eifel schonen können.

Im Osten, wo die Unterschiede gering sind, ist es schon bedeutend schwieriger zu entfliehen.

Quelle: Deutscher Wetterdienst, aus dem Buch: "Deutschlandkarte, 101 unbekannte Wahrheiten"

2009

 

Birkenwald

Eppinger Stadtwald, Distrikt II mit 114 ha.

Wald zwischen Eppingen und Elsenz, gehörte früher zu Adelshofen.

Über ihn berichtete die Eppinger Zeitung in den dreißiger Jahren, nach der Machtergreifung Hitlers und der damaligen großen Arbeitslosigkeit, daß es Pläne gibt, den ganzen Birkenwald abzuholzen, damit möglichst viele Personen Arbeit hätten und von der Straße weg sind.   10).

 

Birnbaumallee

 

         Bildergebnis für stadt eppingen vereine        Bild: Heimatfreunde Eppingen

   

Vom Richtweg zur Leinburg wurde im April  ein Rad- und Wanderweg zur "Birnbaumallee" ausgebaut

1983

 

Birzele Frieder

Frieder Birzele, Innenminister BaWü, besucht Eppingen  am 9.9.1993

1993

 

Bismarck, Otto von

 

            Bildergebnis für bismarck otto    Bild: Postkarte

Wird erster Reichskanzler

1871

Reichskanzler Bismarck setzt im Reichstag das Sozialgesetz durch

1878

 

Bleyle, Strickwarenfabrik

wurde 1957 als Zweigwerk in Eppingen erbaut

1957

 

Blinzlbiiene

Nervöse Frau, die ständig blinzelt; Kinderschulschwester Phillipine wurde spasshalber von den Kindern "Schwester Blinzelbiene" umbenannt    10).

Blitze

Wer jemals ein Gewitter im Wald oder auf freiem Feld erlebt hat, in der Hocke bibbernd und hoffend, der Blitz möge sich andere Ziele suchen, dem hilft diese Erklärung womöglich bei der Reiseplanung für den nächsten Sommer.

Blitze entstehen zumeist, wenn die Luft am Boden heiß und in der Höhe kalt ist.

An der Küste, wo das Meer für kühle Böden sorgt, blitzt es daher recht selten.

Am meisten blitzt es im Südwesten: Hier ist es warm, und außerdem bringen die Mittelgebirge die Luft in Unruhe - das begünstigt Gewitter.

Auch Sachsen ist ein Gewitterland, hier ist es ebenfalls hügelig, und außerdem sind die Böden trocken und werden schnell warm.

In Bayern ist es nur in den Alpen gefährlich: Je höher man steigt, desto häufiger blitzt es.

Quelle: Deutscher Wetterdienst, aus dem Buch "Deutschlandkarte, 101 unbekannte Wahrheiten"

2009

 

Blitzschlag

Setzt die Altstädter Kirche in Brand

1858

 

Blösch Richard (auch Olympia-Blösch genannt)

Eppinger 5000-m-Läufer wird 1935 zweiter Deutscher Meister und verfehlt die Olympia-Teilnahme nur knapp

1935

 

Blumenschmuckwettbewerb

Wird in allen Stadtteilen jährlich durchgeführt.

Eine Kommission aus Obst- und Gartenbauverein, Verkehrsverein, Heimatfreúnden und der Stadt beurteilt und vergibt Preise.

Blutspendeaktionen in Eppingen

Sie werden seit 1952 in Eppingen durchgeführt.

Eine genaue Abhandlung hierüber findet sich im Band 7 "Rund um den Ottilienberg", Seiten 343-344.  1.7).

1952

 

Blunze

Billige Blutwurst ohne Zusatz von Grieben und Fleisch   10).

Bockhalter und Farrenstall

Die Böcke und Farren des Farren-/Bockhalters waren gekört, sie deckten die ihnen zugeführten Geißen und Kühe.

Kören ist eine staatliche Maßnahme, ein Tier, nach einer Prüfung, zum zugelassenen Zuchttier zu machen.    10).

 

Bogghobferles

Bockspringen, über eine gebückte Person mit einer Grätsche springen    10).

 

Bomben

Die ersten Bomben des zweiten Weltkrieges fallen auf Eppingen

1944

 

Bombenattentat

auf dem Münchener Oktoberfest am 26. September 1980.

Zwölf Menschen kommen ums Leben.

Attentäter war ein 21jähriger Geologiestudent aus Donaueschingen, der mit einer paramilitärischen Wehrsportgruppe in Verbindung war.   19).

 

Bonde Alexander

Landwirtschaftsminister BaWü und MdL Alexander Bonde anläßlich des 60-jährigen Jubiläums der Firma Wild in Eppingen

2015

Er tritt im April 2016, nach einer Affäre zurück

2016

 

Borgermoischdadschdigg

Früher war es so üblich, dass Bürgermeister, Pfarrer, selbstständige Handwerker und andere Personen die es sich leisten konnten, am späten Vormittag vor dem Mittagessen eine Fleischbrühe mit Fleischeinlage zu sich nahmen.

Das beliebte Stück vom Rind war dazu das "Bürgermeisterstück". Es handelt sich dabei um bestes kurzfaseriges Fleisch von der Kuh, vom hinteren Bein wie zum Beispiel dem Tafelspitzfleisch. Der Vorteil dabei ist, dass es wegen der Kurzfaserigkeit nicht in den Zähnen hängen bleibt;

Man munkelt auch, dass die Köchinen der Pfarrer nicht immer die beste Kochausbildung genossen hatten und mit diesem erlesenen Fleischstück nicht "viel kaputt machen konnten"     10).

 

Bossert Günther

Er fährt zum ersten Mal mit seinem Motorrad auf einem Drahtseil und dreht den sogenannten "Looping the Loop", Untermann im Trapez ist Bernhard Filsinger

1953

 

Brätzlwärfle

Am Silvesternachmittag von 16 bis 18 Uhr fand früher in vielen Eppinger Wirtschaften, wie Löwen, Sonne, Ratskeller und viele mehr, ein Brezelwürfeln statt.

Es gab mehrere Gruppen von 4 bis 5 Personen, gespielt wurden mehrere Runden.

Der Einsatz war 60 Pfennige pro Person. Dieses Geld war der Preis für eine zu gewinnende Mürbteigbrezel, ca. 30 cm Durchmesser.

In der Mitte des Tisches wurde ein Stapel Bierdeckel aufgelegt.

Gewürfelt wurde mit 6 Würfeln, dies ging reihum, bis insgesamt 2000 Augen pro Runde erreicht waren.

Der mit den wenigsten Augen pro Runde erhielt einen Bierdeckel aus dem Stapel.

Wenn der Berg zu Ende ausgegeben war, begann eine neue Runde, allerdings anders herum, das heißt, der Gewinner der jeweiligen Runde durfte einen Bierdeckel in die Mitte zurücklegen.

Wer zum Schluss zuerst keine Bierdeckel mehr hatte, gewann eine Neujahrsbrezel.     10).

 

Brandkatastrophe

Am 27.9.1846 in der Vorstadt, dabei werden 31 Gebäude zerstört, es gibt 3 Tote.

Eine Abhandlung darüber findet sich im Band 7 "Rund um den Ottilienberg", Seite 38-45. Autor: Bernd Röcker  1.7).

1846

Am 28.2.47 ist ein Großbrand des Hoftheaters in Karlsruhe

1847

Großbrand vernichtet 6 Anwesen in Eppingen total

1871

Viereck Rössle - Pfeifferturm - Zehntgasse wird beinahe total zerstört

1873

Am 6. November 1921 fielen sechs Wohnhäuser, sieben Scheunen und Nebengebäude in Rohrbach einem Großbrand zum Opfer

1921

 

Brandkatastrophen in Eppingen im 19. Jahrhundert

Eine Abhandlung hierüber findet sich im Band 2, "Rund um den Ottilienberg", Seiten 196-202   1.2).

 

Brandversicherungsanstalt

Wird in Baden eingeführt durch Markgraf Carl Friedrich von Baden (seit 1746)

1758

 

Brauereien

Im Jahr 1908 bestanden in Eppingen, neben Palmbräu, noch sechs weitere Brauereien

1908

Wie Heranwachsende, die sich darum streiten, wer am meisten Bier verträgt, wetteifern München und Dortmund darum, wer am meisten Bier braut. Zeichnet man jedoch eine Karte aller deutschen Brauereien, so ergibt sich ein überraschendes Bierzentrum: Franken.

Dort gab es, wie anderswo im Süden, im Mittelalter viele Klöster, die das Bier ins Land brachten.

Dass in Franken mehr Brauereien überlebten als anderswo, liegt an den Spezialitäten dort - die andernorts keiner nachgebraut hat. Das Brauhaus Döbler in Bad Windsheim zum Beispiel verkauft Festtags-, Märzen- und Reichsstadtbier.

Solche Biere sind heute wieder so beliebt wie lange nicht.

Quelle: Hoppenstedt, aus dem Buch: "Deutschlandkarte, 101 unbekannte Wahrheiten" 2009

2009

 

Brauertag

Fand unmittelbar nach den Heimattagen im Festzelt statt

2010

 

Bravmann Max

Max Bravmann, 1909-1977, Hochschullehrer für Semitische Phililogie

1909-1977

 

Breitbandnetz

Wird im Januar von der Bundespost zugesagt für 420 Anschlüsse

1984

 

Bretten

 

Bildergebnis für eppingen marktplatz   Bild: Stadt Bretten

     

Sollte 1809 einige Orte abgeben und dafür das Stabsamt Eppingen erhalten

1809

 

Brettenerstraße Eppingen

Sie erhält 1906 eine zentrale Wasserversorgungsleitung

1906

1911 wird sie voll kanalisiert

1911

1929 wird sie geteert

1929

Bildergebnis für heimatfreunde eppingen    Bildergebnis für heimatfreunde eppingen   Bilder: Heimatfreunde Eppingen

Der Gemeinderat beschließt am 29. März 2009 die Umgestaltung der Brettener Straße.

Als Ziel verfolgt das Konzept eine spürbare Hebung der Aufenthaltsqualität in der Brettener Straße.

Dafür muss der Durchgangsverkehr entweder über die äußeren Tangenten oder über die Wilhelmstraße als Bypass geführt werden.

2009

Seit dem 1. Dezember 2011 sind die Bauarbeiten abgeschlossen.

Nun verläuft die Wilhelmstraße in beide Fahrtrichtungen.

Damit Fußgänger und insbesondere Schüler sie sicher überqueren können, ist im Bereich der Kaiserstraße / Feuerwehrgerätehaus / Grundschule eine Fußgängerquerung mit Ampelanlage eingebaut. 18).

2011

Die Umgestaltung der Brettener Straße ist fertig und wird am 23. November eingeweiht.

Sie wurde durch Lichtkegel, verschiedene Lichtilluminationen, Musik und rotem Teppich besonders in Szene gesetzt.

Die Einweihung fand mit einer Modenschau statt, Hunderte von Besuchern waren gekommen, um die Einweihung gemeinsam mit Händlern, Anwohnern und Gebäudeeigentümern zu feiern.

Auch der HGV-Vorsitzende Steffen Kammerlander freute sich über den großen Zuspruch und dankte stellvertretend für alle beim Umbau beteiligten Firmen der Firma Klaus Reimold GmbH aus Gemmingen.

Die für 1,9 Mio € neu gestaltete Straße ist ein Meilenstein in der Stadtentwicklung. 18).

2012

Einfahrt der Brettener Straße ist neu gestaltet und  fertiggestellt. Es wurden u.A. zwei feststehende und ein versenkbarer Poller eingebaut, um Sperrungen, evtl. an Wochenden sporadisch durchführen zu können. 

2016    19).

 

Brezel würfeln

Am Silvesternachmittag von 16 bis 18 Uhr fand früher in vielen Eppinger Wirtschaften, wie Löwen, Sonne, Ratskeller und viele mehr, ein Brezelwürfeln statt. Es gab mehrere Gruppen aus 4 bis 5 Personen, gespielt wurden mehrere Runden. Der Einsatz war ca. 60 Pfennige pro Person. Dieses Geld war der Preis für eine zu gewinnende Mürbteigbrezel, ca 30 cm Durchmesser. In der Mitte des Tisches wurde ein Stapel Bierdeckel aufgelegt. Gewürfelt wurde mit 6 Würfeln, dies ging reihum, bis insgesamt 1000 Augen pro Runde erreicht waren. Der mit den wenigsten Augen pro Runde erhielt 1 Bierdeckel aus dem Stapel. Wenn der Berg zu Ende ausgegeben war, begann eine neue Runde, allerdings anders herum, d.h. der Gewinner der jeweiligen Runde durfte einen Bierdeckel in die Mitte zurücklegen. Wer zum Schluß zuerst keine Bierdeckel mehr hatte, gewann 1 Neujahrsbrezel.   10).

 

Brieftaubenverein "Heimkehr"

Wird gegründet

1929

Brigande

Uzname für Karlsruher; vor allen Dingen nach dem Krieg waren die "Brigånde" dafür bekannt, dass sie in den ländlichen Gebieten "einfielen" und Nahrung gegen Perserteppiche und ähnliche andere Gegenstände eintauschten

 

Briiehbumbe

Scherzahft für Einen, der viel Alkohol verträgt; Jauchepumpe    10).

 

Briiehmulde

Trog, in der die Schweine abgebrüht werden, um die Borsten zu entfernen    10).

 

Bronzeplastiken

Der Eppinger Künstler Rudolf Lipp beschickt viele Plätze und Parks damit 24).

Bronzezeit

Etwa 1 800 - 1 200 v. Chr.

1 800 - 1 200 v. Chr.

 

Broochkuh

Dumme Kuh oder jemand, der nicht genug kriegen kann, vor allem beim Trinken    10).

 

Brood eischiese

Brot einschießen; der Bäcker bringt auf einem Brett mit langem Stiel das Brot in den Backofen    10).

 

Brüderle Rainer

Rainer Brüderle, Bundesminister für Wirtschaft und Technologie besucht Eppingen

2010

 

Brunnebudzer

Brunnenputzer, sehr schwierige und gefährliche Arbeit, daher das Wort: "Er schafft wie ein Brunnenputzer".     10).

 

Brunnen Brettener Straße 47

 

Bildergebnis für Eppingen brunnen    Bild: Denkmalpflegerischer Werteplan R.P. Stuttgart 

     

Brunnenschacht (16. Jhdt.) im Gehsteig, Sandsteinquader, rund 1.3).

1580

Brunnen Ottilienberg

Einst eine kräftig sprudelnde Quelle, die gefasst ist und heute noch als gemauerte Quelle sichtbar ist.

Sie befindet sich in der Waldabteilung 5 unweit des Heidenraines, ca 1100 m vom Ottilienberg entfernt.

Früher wurde von dort das Wasser für die Bewohner des Ottilienbergs mit einem Pferdefuhrwerk und Wasserwagen geholt.

Der Zufahrtsweg von diesem Brunnen zum Ottilienberg wurde von den Eppingern früher als "Wasserweg" bezeichnet.

Leider wurde der Brunnen vor einigen Jahren mutwillig zerstört.

Abhandlung hierzu in Band 1 "Rund um den Ottilienberg", Seite 40. Autor: Edmund Kiehnle  1.1).

Buback, Siegfried

Generalbundesanwalt, wird am 7. April 1977 von kaltblütigen Mördern in Karlsruhe erschossen

1977

 

Buddl

Freches, jedoch liebenswertes Kind; etwas was nicht richtig gerät (grood), z.B. ein kleines Schwein      10).

Büchereien in Deutschland

Was, bitte, bekommt man für 10 oder 20 Cent?

Kaum ein trockenes Brötchen. Es gibt keinen Ort in Deutschland, wo man für diese unfassbar niedrige Summe - manchmal sogar für ganz umsonst - etwas bekommt, woran man ein paar Tage oder sogar Wochen Freude hat - ein Buch nämlich.

Der Ort heißt Stadtbücherei.

Für diese Untersuchung wurden alle Büchereien von Städten genannt, die mehr als 40.000 Einwohner haben.

Es stellt sich heraus: Die 25 am besten besuchten Büchereien und die 25 am schlechtesten besuchten ballen sich enorm.

Das Schwabenland ist das Bücherei-Musterland: Hier leihen sich die Menschen im Schnitt rund einmal im Monat ein Buch aus.

Das kann entweder an der Sparsamkeit  liegen - oder am größeren Lesehunger.

Bücherei-Ödnis herrscht im Rheinland und in der Gegend um Hannover.

Es liegt übrigens keine der 25 am schlechtesten besuchten Bibliotheken im Osten.

Die Westdeutschen müssten also ganz schön viele Bücher kaufen, um genauso belesen zu sein wie die Ostdeutschen.

Statistik, berücksichtigt sind Städte mit mehr als 40.000 Einwohnern:

Die 25 Stadtbibliotheken mit den meisten Entleihungen pro Einwohner und Jahr, von Nord nach Süd:

Norderstedt 11,03

Lingen 9,49

Frankfurt (Oder) 13,81

Herten 12,19

Bautzen 11,37

Dresden 10,69

Darmstadt 11,09

Weiden / Oberpfalz 15,15

Ludwigsburg 12,81

Waiblingen 11,11

Fellbach 9,58

Aalen 9,82

Stuttgart 9,74

Esslingen 11,42

Böblingen 10,8

Göppingen 11,07

Nürtingen 12,12

Landshut 10,34

Tübingen 9,84

Reutlingen 11,02

Ulm 9,68

Albstadt 9,65

Rosenheim 10,77

Ravensburg 11,25

Lörrach 9,76

Die 25 Stadtbibliotheken mit den wenigsten Entleihungen pro Einwohner und Jahr, von Nord nach Süd:

Wunstorf 1,6

Laatzen 2,04

Bad Oeynhausen 2,22

Wolfenbüttel 2,45

Bad Salzuflen 2,42

Goslar 2,21

Kleve 2,48

Bergkamen 1,99

Lünen 1,96

Castrop-Rauxel 1,66

Grevenbroich 1,09

Willich 1,03

Monheim 2,4

Heinsberg 1,94

Leverkusen 2,47

Herzogenrath 1,84

Eschweiler 1,88

Alsdorf 2,19

Siegen 2,16

Erftstadt 2,29

Bornheim 2,15

Stolberg 0,95

Rodgau 2,4

Homburg v.d.H. 1,91

Quelle: Deutsche Bibliotheksstatistik, aus dem Buch "Deutschlandkarte, 101 unbekannte Wahrheiten"

2009

Büchereien in Eppingen

In Eppingen ist die Stadtbücherei, in Mühlbach die Ortsbücherei vorhanden;

drei katholische Büchereien in Eppingen, Rohrbach und Elsenz ergänzen das Angebot

Bürgergabholz

Das Recht auf Bürgergabholz wird ab 31.12.1831 an waldbesitzende Gemeinden gewährt.

Der Bürgernutzen war für alle Bürger, die sich mit dem 21. Lebensjahr bei der Stadt eingekauft hatten.

Sie erhielten 6 Ster Brennholz und 99 Wellen, junge Bürger und Witwen/Witwer 4 Ster und 33 Wellen Bürger- Gabholz.

In Wellen waren dünnere Äste, zusammen mit Reisig, wie Strohgarben, mit einem Draht in der Mitte zusammengebunden.

Daraus machte man durch "Herausziehen" eine Auslese der dickeren Brügel, welche man dann mit dem Beil oder der Vollhaue schräg abhackte, Briggele genannt.

Diese dienten zum Anfeuern und Entzünden des Ofens, zusammen mit Papier und dünnem, dürren Reisig. Darauf kam dann das dicke Holz.

Das Bürgerholz wird an die berechtigten Bürger nach wie vor, billiger als das andere, im Wald durch die Stadt geschlagene Holz verkauft.

Hierzu gibt es immer eine Woche vor Ostern im Rathaus das "Lose ziehen".

Hier holen die berechtigten Bürger ihr Los aus einer großen Vase. Somit ist das Zuteilen der gemischten Holzlose neutral und keiner kann sich darüber beschweren, "schlechteres" Holz als ein anderer zu bekommen zu haben.

Das Holz wurde dann immer an Karfreitag im Wald gesucht (nummeriert) und war ein kompletter Familienspaß.

Das Recht auf Bürgerholz wurde Anfang der 80er Jahre abgeschafft, die letzten Bürger, die in den Genuss dieses Holzes kamen, waren die Jahrgänge 1918-1920.    10).

1831

     Bildergebnis für heimatfreunde eppingen      Bild: Eppingen org.

Das Holz wird direkt vor Ort, am eigenen Haus durch Lohnunternehmer gesägt.

1970

Bürgergarde

Wird in Eppingen gegründet am 9.9.1819

1819

Bürgerinitiative Pro Region Heilbronn-Franken

Wurde zum zweiten Mal durch Eppingen ausgerichtet

2011

Bürgerinitiative Tiefflüge

Eine Eppinger Bürgerinitiative sammelte im Februar 2774 Unterschriften für die Abschaffung der Tiefflüge

1986

Bürgerliche Reformbewegung

Bettelorden

ab 1200

Bürgermedaille der Stadt Eppingen

Sie wird verliehen an Persönlichkeiten der Stadt Eppingen, die sich während jahrelanger ehrenamtlicher Tätigkeit in den Vereinen der Stadt Eppingen besondere Verdienste erworben und damit besonderen Bürgersinn bewiesen haben.

Die Auszeichnung wird nur an solche Personen verliehen, die sich zum Zeitpunkt der Ehrung noch aktiv engagieren bzw. bei der Verabschiedung aus einem Ehrenamt.

Eine nachträgliche Ehrung für zurückliegende Leistungen findet nicht statt.

Über die Verleihung entscheidet der Bürgermeister nach Anhörung des Verwaltungsausschusses.      41).

Bürgermeister Eppingen

Albert Wirth 1903-1933, er stirbt im Dezember 1957

1903-1933-1957

Karl Doll 1933-1937

1933-1937

Karl Zutavern 1937-1945

1937-1945

Jakob Dörr 1945-1948

1945-1947

Karl Thomä ab 1.2.1948, er amtiert bis 1966

1947-1966

Rüdiger Peuckert, er amtiert bis 1979 und tritt am 31.12.1979 zurück.

1966-1979

Erich Pretz ab 1. April 1980, er wird 2002 Oberbürgermeister, er amtiert bis 2004

1980-2004

Klaus Holaschke, Oberbürgermeister  ab 2004

2004-heute

Bürgermeister (Baubürgermeister) Eppingen

wird Peter Thalmann am 27. September, er ist ab dem 1. Dezember der neue Technische Beigeordnete  18).

2011

Bürgermeister Elsenz (letzter)

Richard Hockenberger 1968-1972

1968-1972

Bürgermeister Kleingartach (letzter)

Heinz Dobler 1955-1972

1955-1972

Bürgermeister Mühlbach (letzter)

Wilhelm Grittmann 1945-1973

1945-1973

Bürgermeister Richen (letzter)

Paul Gebhard 1966-1972

1966-1972

Bürgermeister Rohrbach (letzter)

Anton Kraus 1966-1972

1966-1972

Bürgermeisteramt Eppingen

Seit Dezember 1978 ist die Stadtverwaltung mit dem Bürgermeister, der Zentralstelle, dem Hauptamt und dem Schul-, Kultur-, und Sportamt in der ehemaligen Landwirtschaftsschule untergebracht, die die Stadt 1978 vom Landkreis Heilbronn erworben hat.

1978

Bürgermeister-Doll-Haus

Die Hitlerjugend, in diesem Falle das Fähnlein 16/I/110 Eppingen des Deutschen Jungvolkes, erbaute dieses 2-stöckige, massive Haus auf der Schutthalde, aus dem Abraum des dortigen Steinbruches, am Hornbuckel.

Nach dem Krieg wurde das Haus abgebrochen, um  ein "Denkmal" der Verherrlichung der Nazi-Zeit zu vernichten.   1.9), Seite 159+160

1935-1945                                                                                                                                                                              

Bürgermeisterwahl Eppingen

Bis zum  Dezember 1979 gaben bisher fünf Bewerber ihre Unterlagen ab

1979

Bürger-Militär-Musik

1833 besteht diese Kapelle aus 12 Mann, 1835 unter Leitung von Kapellmeister Fink

1833

Bürgerpark Bahnhofswiesen

Bildergebnis für verwaltungsraum eppingen                           Bildergebnis für bürgerpark bahnhofswiesen eppingen      Bilder: Eppingen Org, Konrad Plank

Wurde 2007 anläßlich der Heimattage Baden-Württemberg erstellt.

2007

Seit 2013 finden jeden Donnerstag Sportreffs der Senioren,  unter der Leitung von Übungsleitern des TV 1865 Eppingen, statt.

2013

Bürgerversammlungen

Ab Juli 1981 werden in allen Stadtteilen Bürgerversammlungen abgehalten

1981

2015 finden mehrere statt. Themen: Gartenschau 2021, Parkhaus in der Wilhelmstraße, Asylbewerber, Bau neuer Asylantenunterkünfte.

Eine weitere Information erfolgt im November über die Unterbringung von Flüchtlingen. Hierbei warb das ökumenische Bündnis "Gemeinsam in Vielfalt".

Mehrere bürgerschaftliche Netzwerke, wie die Arbeitskreise "Asyl in Eppingen" oder Adelshofen setzen ihre Projekte bereits erfolgreich um      10).

2015

Eine weitere zum Thema Parkhaus findet am 5.4.2016 statt.

Es werden neue Konzepte vorgestellt.

Die rund 100 anwesenden Bürger sprechen sich für die Variante 4 mit einer Stellplatzbreite von 2,70 Meter aus.

Der Gemeinderat hat am 26.4.2016 einstimmig diese Variante beschlossen.

Die Gesamtkosten liegen bei ca. 3,) Millionen Euro.     19).

2016

Bulldogg

Traktor; Bezeichnung für eine bestimmte Serie der Firma Lanz, wegen seines ungewöhnlichen äußeren Aussehens, im Vergleich mit einer "grimmig schauenden" Bulldogge, wurde diese erste selbstfahrende "Arbeitsmaschine" von Arbeitern auf dem Lindenhof (Lanz-Werk) so getauft.    10).

 

Bulldogg-Geschicklichkeitsrennen

Anlässlich der Einweihung der Landwirtschaftsschule Eppingen, anfangs der 50-er Jahre, fand ein Geschicklichkeitsrennen für Traktoren statt.

Die Strecke war kurvig, zum Teil auch durch Mulden, Steigungen und Schrägen schwierig gemacht worden.

Ausserdem waren an Pfosten und Seilen Begrenzungsgegenstände aufgehängt, welche nicht berührt werden durften, ansonsten gab es Strafpunkte.

Junge Fahrer, zum Teil noch ohne Führerschein, waren hier am Start und mussten in der kürzesten Zeit, möglichst ohne Strafpunkte das Ziel erreichen.     10).

 

 

Bulling, Dr. Manfred

Dr. Manfred Bulling, Regierungspräsident, besucht Eppingen am 15.12.1977

1977

Dr. Manfred Bulling, Regierungspräsident, besucht Eppingen im September 1983

1983

Bundesjugendspiele der Realschule

Im Oktober erhalten von 772 Teilnehmern, 85 Ehrenurkunden

1985

Bundeskanzler Willy Brandt

tritt am 6. Mai 1974 zurück.

Auslöser ist eine Spionageaffäre des Kanzlervertrauten Günter Guillaume, der für die DDR jahrelang Spionage im Bundeskanzleramt betrieb.       19).

1974

Bundeskanzler Helmut Kohl

wird Bundeskanzler am 1. Oktober 1982.

1982

Bundeskanzlerin Angela Merkel

Erstmals regiert eine Frau in Deutschland.

Der Bundestag wählte die CDU-Vorsitzende am 22. November 2005 zur ersten Kanzlerin der Bundesrepublik.      19).

2005

Bundespräsident

Der erste Bundespräsident war Theodor Heuss, er stammte aus Brackenheim.

Er wurde 1949 zu diesem Amt berufen.

1949

Der neue Bundespräsident Heinrich Lübke wurde am 15. September 1959, als Nachfolger von Theodor Heuss, vereidigt.

1959

Bundespräsident Christian Wulff

tritt am 17. Februar 2012 zurück.     19).

2012

Bundesregierung

Aus Protest gegen die von der CDU/CSU beabsichtigten Steuererhöhungen treten die vier Bundesminister der FDP am 27. Oktober 1966 zurück.

Bundeskanzler Erhard regiert mit einem Minderheitskabinett weiter.     19).

1966

Bundesrepublik Deutschland

Wird 1949 gegründet.

Die Bundesrepublik Deutschland wird gegründet.

Das Grundgesetz wird erstellt, der erste Bundestag gewählt.

Der Präsident des parlamentarischen Rates, Dr. Konrad Adenauer, spricht seinen Dank an General Clay aus, für seine Bemühungen um die deutsch-alliierte Einigung über das Grundgesetz.

Die vorläufige Verfassung  wird am 8.5.1949  vom Bonner Rat angenommen, mit 53 gegen 12 Stimmen.

Die Bundesflagge ist schwarz-rot-Gold.   19).

1949

Bundestag

Erster deutscher Bundestag entsteht

1949

Bundestagswahl

Hoher Wahlsieg für Helmut Kohl

bei den Bundestagswahlen zum 10. Deutschen Bundestag am 6. März 1983.

Vier Parteien sind im Bundestag.

CDU/CSU: 48,8 %, 244 Sitze

SPD: 38,2 %, 193 Sitze

FDP: 6,9 %, 34 Sitze

Grüne: 5,6 %, 27 Sitze

1983

Im Januar wählt Eppingen bei 83 % Wahlbeteiligung: CDU 46,2%, SPD 34,5%, FDP 9,6%, Grüne 7,3%

1987

Bundesverdienstkreuz am Band des Verdienstordens

Jakob Dörr, Eppingen (Erstes Bundesverdienstkreuz im Kreis Sinsheim)

1960

Hans Heitlinger, Rohrbach

1973

Karl Stiefel, Eppingen

1977

Hertha Beysel, Eppingen

1979

Rüdiger Peuckert, Eppingen

1980

Franz Josef Gehrig, Elsenz

1981

Helmut Pfründer, Eppingen

1981

Rudolf Völkle,  Gemmingen

1982

Otto Bachmann, Eppingen

1984

Alois Frank, Eppingen

1985

Michael Ertz, Eppingen

1986

Reinhold Maier, Elsenz

1990

Dr. Wolfgang Baunach, Eppingen

1991

Reinhard Vielhauer, Eppingen

1991

Erich Pretz, Oberbürgermeister,  Eppingen

2004

Frieder Fundis, Ortsvorsteher in Mühlbach

2004

Else Zorn, Stadträtin

2007

Reinhold Ott, Ortsvorsteher a.D., Adelshofen

2015

Bundesverdienstmedaille

Alois Bergold, Eppingen

1976

Jürgen Haug

1980

Josef Semek

2016

Bundeswehr

Der Aufbau begann, nachdem die Bundesrepublik Deutschland im Mai 1955 als 15. Mitglied in die NATO aufgenommen wurde.

Am 7. Juni 1955 wurde das Amt Blank, das sich um die Aufstellung von Streitkräften kümmerte, umbenannt.

Mit Theodor Blank als erstem Verteidigungsminister hieß es nun  Bundesministerium für Verteidigung.

Der Plan sah vor, dass bis zum Januar 1959 der Aufbau des Heeres und bis Januar 1960 auch der Aufbau von Luftwaffe und Marine fertig gestellt sein sollte.

Die voraussichtlichen Gesamtkosten wurden mit 51 Milliarden Deutsche Mark beziffert.

Am 12. November 1955 erhielten die ersten 101 freiwilligen Soldaten ihre Ernennungsurkunden.

Anfang des folgenden Jahres wurden die ersten drei Standorte in Betrieb genommen und insgesamt 1.000 Soldaten dort stationiert:

In Andernach sieben Lehrkompanien des Heeres,

in Nörvenich eine Lehrkompanie der Luftwaffe,

in  Wilhelmshaven-Ebkeriege eine Marinelehrkompanie.

Mit der Wahl des 12. Novembers als Tag der Gründung der neuen deutschen Streitkräfte sollte die Tradition, in der sie stehen sollten kundgetan werden.

Es war der 200. Geburtstag des preußischen Generals Gerhard von Scharnhorst, der sich um die preußische Heeresform von 1807 bis 1813 verdient gemacht hatte.

1956 wechselten fast 10.000 der rund 17.000 Beamten des damals noch militärisch gegliederten Bundesgrenzschutzes freiwillig zu den Streitkräften.

Der Bundestag entschied sich im Juli 1956 in dritter Lesung mit 270 Stimmen der Koalitionsparteien gegen 166 der SPD und des BHE bei Stimmenthaltung der FDP, für die Einführung des Wehrgesetzes und damit für die Wehrpflicht aller Männer im Alter von 18 bis 45 Jahren.

Am 1. April 1957 wurden die ersten Wehrpflichtigen einberufen.

Mit der Verabschiedung des Soldatengesetzes am 20. März 1956 trugen die Streitkräfte nun endgültig den Namen Bundeswehr.  19).

1955

Im Mai 1966 gibt es im Eppinger Bürgermeisteramt Überlegungen, an die Bundeswehr ca. 320 Hektar Wald zu verkaufen.

Es soll ein Bundeswehr-Standort für Heimatschutztruppen, die in Eppingen ihre Reserve-Übungen abhalten sollen, Wald im Bereich "Ortgrund", der "Hornbuckelebene", dem "Hardtschlag" sowie das Waldgelände "Knebelseck" oder "Kleewasen" verkauft werden.

Die Überlegungen rühren aus der prekären Finanzsituation der Stadt Eppingen, die derzeit fünf Millionen DM Schulden hat.

Die Bundeswehr stellt in Aussicht, daß zwei Battaillone mit 1.200 Mann, dazu 300 Mann Stammpersonal, eine Geräteeinheit mit logistischer Abteilung - insgesamt 500 - 600 Mann - und schließlich eine Standortverwaltung mit 150 Mann nach Eppingen gelegt werden können.

Zusammen mit den Familien der Soldaten bedeute das rund 2.500 Personen und allein das schon deute an, dass Eppingen damit beachtliche wirtschaftliche Vorteile erringen könnte.

Abgesehen davon, dass die genannte Anlage einen zusätzlichen Umsatz von 20 Mio DM jährlich bringen werde, biete sie der Stadt auch sonst einmalige Chancen.

Die Bundeswehr werde sich an allen städtischen Maßnahmen, an denen sie interessiert ist - von Schule und Gymnasium über Sportplatz und Veranstaltungshalle bis zum Hallen- und Freischwimmbad - prozentual beteiligen.

Auch kann man damit rechnen, dass weitere Massnahmen, etwa der Bau der Umgehungsstraße 293 schneller ausgebaut werden als dies normalerweise der Fall wäre.

Auch auf die geplante Waldstadt strahle das Projekt aus.

Das Projekt kam schließlich jedoch nicht zum Abschluss.      10).

1966

Bunker Eppingen

(Unterstand)  an der  Hermann-Hesse-Straße

Auf der Anhöhe, welche von der heutigen Hermann-Hesse-Straße (damals Schillerstraße) zum Bauernhof Wittmer

a.d. Waldstraße besteht, wurde während des 2. Weltkrieges ein Unterstand in den Boden gegraben und mit starken

Bretter-Bohlen und Erde nach oben gesichert.

Er diente als Zuflucht der dortigen Bewohner bei Fliegerangriffen während des 2. Weltkrieges.

Er ist heute nicht mehr vorhanden.  10).

Bunker bei JDS

Er diente den Bediensteten, auch russischen Zwangsarbeitern als Schutz vor Jabo-Angriffen 1944/45.

Zwei russische Arbeiter sollen dabei ums Leben gekommen sein.

Der Bunker wurde am 2.5.1988 beim Bau einer Großmontagehalle bei der Firma Dieffenbacher durch eine Baufirma entdeckt.

Er ist heute nicht mehr vorhanden 37).

Bunker Schelmenrain

Es sind mehrere Bunker dort vorhanden, in die die Bewohner der dortigen Häuser Lampert und Heimstättenweg

während des 2. Weltkrieges Schutz suchten.

Sie sind heute nicht mehr vorhanden 10).

Bunker Schwimmbadweg

Bei der früheren  "Siffringschen Mühle" ist nach Norden hin eine sehr große Anhöhe aus Lehm.

Es führt eine Treppe vom Schwimmbadweg nach oben zu dem ehemaligen Anwesen Geier (früher Wirt des Ratskellers).

Man sieht auf der Sohle des Schwimmbadweges heute noch ein großes Stahltor, das auch der Eingang zu diesem Bunker war.

Hier suchten Anwohner der dortigen Gegend Schutz vor Fliegerangriffen im 2. Weltkrieg.

Der Unterstand war später Keller des Ratskeller-Wirtes Wilhelm Geier und besteht heute noch.  10).

Bunker Waldstraße/Friedhof

Er war im 2. Weltkrieg Zuflucht für Bewohner der Wald- und Schillerstraße.

Dort wo heute eine Stahltreppe als Fußgängerweg nach oben und zum Schulzentrum führt,

war er, tief in den Lehm, unter einem Apfelbaum, gegraben.

Er war nicht armiert, sondern nur die dicke Lehmschicht darüber sollte vor Bomben und Splittern schützen.

Als die Fußgängertreppe gebaut wurde, brach man dort in die Erde ein, es wurde der Kampfmittelbeseitigungsdienst

geholt, weil man nicht wußte, was dort verborgen war.

Der Bunker diente den Kindern aus der Umgebung nach dem Krieg als "Spielplatz".

Er exisitert heute nicht mehr. 10).

Burg Ravensburg

 

Bildergebnis für konrad plank           BBildergebnis für eppingen org bildergalerie          Bilder: Eppingen Org, Konrad Plank

über Sulzfeld wird erstmals  1222 erwähnt, im Zusammenhang mit einem Dieter von Ravensburg, bei dem es sich aller Wahrscheinlichkeit nach um einen Sohn Ravens von Wimpfen handelte.

Als nächstes folgten 1231 Ravan, ein weiterer Sohn Ravens, und schließlich noch Heinrich (1233) und Conrad (1234).

Alle vier Brüder nannten sich nach der Burg.

Interessanterweise sind Conrad, Dieter und Heinrich der Geschichtsschreibung schon aus früherer Zeit bekannt, allerdings bis 1220 noch unter dem Namen „von Sulzfeld“.

Dies lässt den Schluss zu, dass sie bis dato noch eine ältere Burganlage in Sulzfeld bewohnten, jedoch spätestens ab 1222 auf die neu erbaute Ravensburg umzogen und sich nach ihr benannten.

Diese Namenswechsel waren beim Niederadel des 13. Jhds. Gang und gäbe, da es sich noch in erster Linie um Ortsangaben handelte.

So ist es auch nicht verwunderlich, dass sich ab 1253 ein vermutlicher Sohn des Ravan von Ravensburg, der ebenfalls Ravan hieß, nach seinem neuen Stammsitz in Mentzingen benannte und 1258 ein Dieter von Helmstatt erschien, bei dem es sich wahrscheinlich um einen Sohn Dieters von Ravensburg handelte.

Der 1267 erwähnte Conrad genannte Atto von Sulzfeld, vermutlich der Nachkomme Conrads von Ravensburg, nutzte offensichtlich den alten Herrensitz im Dorf weiter als Domizil.

Bertold genannt Goler von Ravensburg, ein weiterer Sohn der vier Brüder, hatte, wie sein Name zeigt, die Ravensburg selbst weitergeführt.

Der Beiname „Goler“ – später zu „Göler“ verändert – ist die alte Bezeichnung für einen männlichen Raben oder Haushahn.  Wahrscheinlich hatte ihn Berthold wegen seines Wappentieres, des Raben, erhalten und in seinen Namen integriert.

Solche Beinamen treten sehr häufig auf, wie zum Beispiel bei den Geyer von Biebelstadt, den Gabel von Obrigheim oder auch den Capler von Oedheim.

Am Ende des 13. Jhds. waren vier Linien entstanden, die sich den Besitz des Raven von Wimpfen geteilt hatten und neuen hinzugewannen.

Die Ravensburg vereint fünf Baustile:

Mittelalter,

Renaissance,

Barock,

Gotik und Biedermeier. 

Die Sandsteinanlage aus der Stauferzeit  ist 140 Meter lang und 75 Meter breit.

Der buchstäbliche Höhepunkt ist der 25 Meter in die Luft ragende Bergfried.

Auch der 45 Meter tiefe Brunnen im Burghof, der geheimnisvolle Gang und der zur Kapelle umgebaute Weinkeller sind sehenswert.  

Sie ist immer noch im Besitz der Familie „Göler von Ravensburg“. JK). 34).

1222

Buros-Stumpen

 

      Bildergebnis für jürgen kobold eppingen      Bild: Jürgen Kobold

 

Sie wurden nach dem 2. Weltkrieg vom Hersteller Hermann Schleihauf in der Scheffelstraße produziert.

Das Gebäude war früher eine Schreinerei (Vogel) und wurde durch Bombenangriffe und Brände Ende des 2. Weltkrieges zerstört.

Es waren rechteckig gepresste Stumpen, sozusagen die "Zigarre des kleinen Mannes", da sie wesentlich preiswerter waren, wie die teilweise sehr teuren Zigarren.

Der Unterschied zu Zigarren ist, dass Stumpen rechteckig und an jeder Seite offen sind, Zigarren dagegen rund, an einem Endstück spitzig, an der anderen Seite rund (Mundstück).

Die Zigarren sind auch aus qualitativ besserem Tabak gefertigt.

Der Name Buros kam zustande, weil Heinrich Schleihauf einen Bezug zu seiner Heimat Eppingen herstellen wollte, und wurde durch die Anfangsbuchstaben der 4 Burgen, die sich um Eppingen herum befinden, gebildet.

Burgen Ravensburg, Ottilienberg, Steinsberg.             10).; 23).

      

Busbahnhof Eppingen

Mit dem Bau wird neben dem Bahnhofsgebäude im September begonnen

1981

 

Bussierdiiechle

Pussiertuch; Junggesellen trugen das früher in der Brusttasche wenn sie auf Brautschau gingen.    10).

 

Buuchelesjahr

Buchelesjahr, Jahr in dem es besonders viele Buchecker (Samen der Buche) gibt    10).

 

Buuweschbidzle

Schupfnudeln, Speise aus Mehl und Kartoffeln; die Form erinnert an einen Kinderpenis    10).